Birnenblattwespe erkennen und bekämpfen: Flugzeit, Schadbild, Lebenszyklus

Deine Birne zeigt kahlgefressene Blätter und dichte Gespinste? Häufig steckt die Birnenblattwespe dahinter.

Hier findest du Flugzeit, Lebenszyklus und die wirksamste Maßnahme: Larvennester von Ende Mai bis Anfang Juli abschneiden und entsorgen – nicht kompostieren.

Birnenblattwespe erkennen und bekämpfen: Flugzeit, Schadbild, Lebenszyklus

Die Birnenblattwespe (Neu rotoma flaviventris), auch Birnengespinstwespe genannt, hat ihre Flugzeit im Mai bis Juni. Das Weibchen legt ca. 200 Eier reihenweise an die Unterseite der Blätter. Die Larven, welche nach 10 Tagen erscheinen, spinnen sich ein gemeinsames Nest, das ca.

10 cm groß ist, In diesem Gespinsten fressen die Larven die Blätter restlos bis auf die Stiele auf und legen dann ein neues Gespinst an. Die Raupen sind etwa 2 cm groß, dunkelgelb gefärbt und überwintern im Puppenzustand in der Erde.

Maßnahmen: Die von Ende Mai bis Anfang Juli von den Larven der Wespe gebildeten Nester werden abgeschnitten und entsorgt (nicht über den Kompost). Weitere Maßnahmen sind meist unnötig.

Symptome und Erkennung

Dichte, grauweiße Gespinste erscheinen vor allem an jungen Triebspitzen deiner Birne ab Ende Mai. Die Blätter werden darin vollständig bis auf die Blattstiele abgefressen; zurück bleiben entlaubte Triebe. In den Nestern findest du dunkelgelbe, bis etwa 2 cm lange Larven mit vielen Bauchbeinchen sowie dunkle Kotkrümel. Im Unterschied zu Gespinstmotten bleiben die Nester der Birnenblattwespe (Neurotoma flaviventris) meist handtellergroß (um 10 cm) und treten einzeln auf.

Befallszeit und Lebenszyklus

Die erwachsenen Tiere fliegen von Mai bis Juni und legen die Eier reihenweise an die Blattunterseiten. Nach etwa 10 Tagen schlüpfen die Larven, spinnen ein Gemeinschaftsgespinst und fressen die Blätter darin restlos ab; bei Nahrungsmangel wird ein neues Gespinst angelegt. Die Fraßzeit reicht in der Regel von Ende Mai bis Anfang Juli. Anschließend verpuppen sich die Larven im Boden und überwintern dort; es gibt in der Regel eine Generation pro Jahr.

Bekämpfung und praktische Hinweise

Schneide Nester von Ende Mai bis Anfang Juli frühzeitig vollständig heraus (inklusive befallener Blatt- und Triebteile) und entsorge sie in gut verschlossenen Beuteln über den Restmüll – nicht kompostieren. Kontrolliere in dieser Zeit wöchentlich, um kleine Nester rasch zu entfernen; bei hoch sitzenden Nestern helfen Teleskopschere oder Haken. Chemische Mittel sind meist unnötig. Um die Überwinterung zu stören, kannst du im Spätherbst oder Winter die oberste Bodenschicht unter der Krone flach lockern oder umgraben, sodass Kokons an die Oberfläche gelangen und von Vögeln aufgenommen werden.

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