Maikäfer und Engerlinge im Garten: Lebenszyklus, Flugzeit und wirksame Maßnahmen
Maikäfer entlauben Laubgehölze, Engerlinge verursachen jahrelang erhebliche Fraßschäden an Kulturen. Mit gutem Timing kannst du den Befall deutlich senken.
Hier erfährst du den Lebenszyklus (3–5 Jahre), die Flugzeit im April–Mai und einfache Schritte: Gemüsebeete mit Ernteschutznetz schützen, häufig hacken, Käfer morgens abschütteln.
Der Maikäfer ( Melolontha vulgaris L., Melolontha hippocastani F.): In unseren klimatischen Verhältnissen benötigt der Maikäfer 3 bis 5 Jahre zu seiner Entwicklung. Seine Larve ist der Engerling. Der Käfer liebt die Wärme.
Bei empfindlicher Kühle, besonders in den Morgen-stunden hängt er halberstarrt an den Bäumen und lässt sich zu dieser Zeit mit Leichtigkeit abschütteln, sammeln und vernichten oder verfüttern. Zur Eiablage arbeitet sich das Weibchen etwa 25 cm tief in den Boden, wo es 12 bis 30 hellgelbe Eier von der Größe eines Hirsekorns legt.
Nach etwa 6 Wochen schlüpft die Larve (Engerling). Während im ersten Jahr der Fraßschaden der Engerlinge noch nicht sehr stark in Erscheinung tritt, können jedoch im zweiten, dritten oder vierten Entwicklungsjahr ganze Kulturen ihrem Fraße zum Opfer fallen.
Im letzten Sommer der Entwicklung erfolgt vom Juni bis Juli die Verpuppung für eine Dauer von 4 bis 8 Wochen. Der von August bis September schlüpfende Käfer verbleibt im Boden und überwintert hier als fertiges Insekt. Er verlässt den Boden erst im Mai und ernährt sich nun von den Blättern der Laubgehölze.
Sein Fraß kann in Obstkulturen und Forstbeständen zur völligen Entlaubung der Bäume führen.
Maßnahmen: Die Larven des Maikäfers, die Engerlinge, sind gegen mechanische Verletzungen sehr empfindlich. Jedoch vermindert häufiges Hacken deren Anzahl daher stark. Gemüsebeete können zur Flugzeit von April bis Mai mit einem Ernteschutznetz (am besten aus Baumwolle) vor der Eiablage geschützt werden. Vor allem im Herbst beider Bodenbearbeitung auf die Larven achten und sie vernichten. Zur Flugzeit können die Käfer in den Morgenstunden von den Bäumen geschüttelt und eingesammelt werden.
Schadbild und Erkennung
Engerlinge erkennst du als cremeweiße, C‑förmig gekrümmte Larven mit braunem Kopf und drei Paar Brustbeinen, sie sitzen meist im Wurzelraum 5–25 cm tief. Typische Symptome sind welkende oder absterbende Jungpflanzen, locker sitzende Pflanzen mit stark angefressenen Wurzeln sowie Lücken im Bestand. Im Rasen zeigen sich gelbliche, vertrocknende Nester, die sich wie ein Teppich anheben lassen; oft scharren Vögel dort nach Larven. Oberirdisch verraten Maikäfer sich durch Blattfraß an Laubgehölzen bis hin zur Entlaubung.
Lebenszyklus und Befallszeit
Der Entwicklungszyklus dauert 3–5 Jahre. Das Weibchen legt 12–30 Eier etwa 25 cm tief; nach rund 6 Wochen schlüpfen die Engerlinge. Im ersten Jahr sind Schäden meist gering, im zweiten bis vierten Jahr verursachen die Larven starken Wurzelfraß. Die Verpuppung erfolgt im Juni–Juli und dauert 4–8 Wochen; die Käfer schlüpfen im August–September, überwintern im Boden und fliegen im April–Mai, wenn sie an Laubgehölzen fressen. Kontrolliere ab April die Baumkronen und prüfe im Sommer/Herbst bei der Bodenbearbeitung stichprobenartig den Wurzelraum auf Engerlinge.
Gezielt vorgehen: wirksame Maßnahmen
Zur Flugzeit im April–Mai sicherst du Gemüsebeete mit engmaschigen Ernteschutznetzen, dicht am Boden abgeschlossen, damit keine Eiablage erfolgt. In kühlen Morgenstunden lassen sich Käfer leicht von den Bäumen schütteln und einsammeln. Häufiges Hacken reduziert die Zahl der Larven, da Engerlinge gegen mechanische Verletzungen empfindlich sind. Achte bei jeder Bodenbearbeitung besonders im Herbst auf Engerlinge im Pflanzbereich, sammle sie ab und vernichte oder verfüttere sie; prüfe Setzlinge und frisch gepflanzte Gehölze vor dem Einsetzen auf befallsfreie Wurzelräume.
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