Brombeeren erfolgreich pflegen: So sicherst du dir eine reiche Ernte

Diese Pflegefehler solltest du vermeiden

Wer träumt nicht davon, im Sommer saftige Brombeeren direkt vom Strauch zu pflücken? Damit dir das gelingt, gibt es ein paar Dinge, auf die du bei der Pflege und beim Pflanzen dieser Beeren achten solltest. Brombeeren sind nicht nur perfekt zum Naschen, sondern auch zum Einkochen ideal. Besonders beliebt sind mittlerweile die Sorten ohne Stacheln, denn sie überzeugen inzwischen auch geschmacklich. Obwohl Brombeersträucher allgemein als robust gelten und auf vielen Böden gedeihen, brauchen sie doch etwas Aufmerksamkeit.

Nahaufnahme von reifen Brombeeren mit üppigen grünen Blättern in Pforzheim, Deutschland.

Die richtige Mulchschicht wählen

Brombeeren sind Flachwurzler und holen sich das Wasser hauptsächlich aus den oberen Bodenschichten. Eine Mulchdecke hilft ihnen, die Feuchtigkeit besser zu halten. Greifst du jedoch einfach zum nächstbesten Mulch – wie zum Beispiel Rindenmulch – solltest du besser noch einmal nachdenken. Denn für die Zersetzung von Rindenmulch benötigen Bodenlebewesen viel Stickstoff, den sie dann nicht mehr für deine Brombeeren übrig lassen. Das kann zu Stickstoffmangel führen, was deine Pflanzen beim Wachsen bremst. Falls du doch Rindenmulch verwenden möchtest, gib zusätzlich Hornspäne dazu, um den Stickstoffverlust auszugleichen. Noch besser eignen sich für Brombeeren jedoch Rindenkompost oder ein Mix aus Rasenschnitt und Laub, den du etwa fünf Zentimeter dick ausbreitest.

Ohne regelmäßigen Schnitt geht es nicht

Es mag verlockend sein, die Brombeeren nach dem Pflanzen einfach wachsen zu lassen. Doch schon nach kurzer Zeit verwandeln sich die Pflanzen dann in ein dichtes, kaum durchdringbares Gestrüpp. Die Ernte wird kärglich, denn es entstehen nur noch kleine Früchte, die oft spät reifen. Deshalb solltest du deine Brombeeren regelmäßig schneiden: Im Frühjahr schneidest du alle Ruten, die bereits Früchte getragen haben, bodennah ab. Im Laufe des Sommers kürzt du die Seitentriebe an den neu gewachsenen Ruten zunächst auf etwa eine Handbreit und im kommenden Frühjahr dann noch einmal auf zwei Knospen zurück.

Die richtige Führung der Ruten

Um stets den Überblick über alte und junge Triebe zu behalten, lohnt es sich, die Triebe getrennt an Spanndrähten zu befestigen. Bei kräftig wachsenden Sorten wählst du die vier stärksten Ruten aus und bindest sie waagerecht am Spalier fest. Die älteren Triebe kannst du oben festmachen, während die neuen unten angeordnet werden. Bei weniger stark wachsenden Sorten empfiehlt sich eine fächerförmige Anordnung: Die einjährigen Triebe reduzierst du auf sechs bis zehn kräftige Exemplare. Im Frühling schneidest du die abgeernteten Ruten ab und führst die neuen Triebe wieder durch das Rankgitter.

Möchtest du wissen, wann du die besten Zeitpunkte im Jahr für die Pflege und den Schnitt deiner Pflanzen findest? Dann schau gern auf der Seite Gartenarbeit im Frühling vorbei. Wenn dein Garten im April frischen Schwung braucht, erhältst du unter Garten im April viele nützliche Tipps rund ums Säen, Pflanzen und Pflegen.

Brombeeren richtig schneiden: Darauf solltest du achten

Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt

Bevor du zur Gartenschere greifst, überlege dir genau, wann der richtige Moment für den Schnitt gekommen ist. Im professionellen Anbau werden abgeerntete Brombeerruten oft schon direkt nach der Ernte im Herbst entfernt, doch das lohnt sich wirklich nur in Regionen mit sehr milden Wintern. In kälteren Gegenden kann frostige Witterung nämlich der jungen Rinde schaden. Gerade wenn Eiseskälte und starke Sonneneinstrahlung zusammentreffen, entstehen schnell Risse an den empfindlichen neuen Trieben. Wenn du die alten Ruten den Winter über stehen lässt, bieten sie den frischen, einjährigen Trieben einen wichtigen Schutz vor Sonnenbrand und Frostschäden. Am besten entfernst du die alten Triebe erst im Frühjahr, sobald die ganz kalten Nächte vorbei sind – häufig ist das erst ab März sinnvoll. Tipps rund ums Schneiden und Pflegen im Frühling findest du übrigens auch im Beitrag über die Gartenarbeit im Frühling.

So verhinderst du wuchernde Brombeersträucher

Damit dein Brombeeranbau nicht zu einem undurchdringlichen Dschungel wird, solltest du gleich von Anfang an Vorkehrungen treffen. Besonders stachelige Sorten neigen dazu, viele Ausläufer zu bilden, die sich rasch ihren Weg durch den Garten bahnen. Wenn du ihnen keine wirksamen Grenzen setzt, breiten sich die Sträucher immer weiter aus. Schon beim Pflanzen lohnt es sich deshalb, das Beet mit einer ausreichend tiefen Wurzel- oder Rhizomsperre zu begrenzen. Da Brombeeren zu den Flachwurzlern zählen, genügt meist eine kräftige Teichfolie, die du etwa 30 Zentimeter tief eingräbst. Nicht zu unterschätzen: der richtige Abstand beim Pflanzen. Wenn du Sorten wählst, deren Triebe seitlich wachsen, solltest du zwischen den Pflanzen mindestens drei bis vier Meter Platz lassen. Mehr Tipps für deine Ernte und Pflege im Sommer bekommst du auch im Artikel über den Nutzgarten im Juni.

So startest du gut in die neue Saison

Wenn der Winter vorbei ist und die ersten milden Tage locken, steht dem Rückschnitt der Brombeeren nichts mehr im Weg. Mach deinen Garten fit für die Saison, indem du alte Ruten konsequent entfernst und zugleich Ausläufer im Zaum hältst. So sorgst du dafür, dass deine Brombeersträucher kräftig wachsen und dich im Sommer mit einer reichen Ernte belohnen.

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