Gartem im April

Garten im April

Diese  Aufgaben solltest du jetzt unbedingt erledigen, damit es später nicht stressig wird

Im April beginnt für dich die beste Zeit, um im Garten loszulegen und die Grundlage für eine erfolgreiche Gartensaison zu schaffen. Von cleveren Tipps zur Aussaat bis hin zu kreativen Upcycling-Ideen: Diese sieben Tätigkeiten sorgen dafür, dass deine grüne Oase bald in voller Pracht erstrahlt und du den Garten so richtig genießen kannst.

Was jetzt im Garten wichtig ist

Hast du die Gartenarbeiten im März schon hinter dir, kannst du im April so richtig loslegen. Jetzt kommt Fahrt in die Saison und überall fängt es an zu sprießen. Hier findest du eine Übersicht, was du aktuell im Garten in Angriff nehmen kannst:

Du pflanzt Gemüse und Obst

Du säst Blumen

Du lockst nützliche Insekten an

Du kümmerst dich um den Rasen

Rasenpflege im Frühjahr: Wann solltest du vertikutieren?

Gerade im April bietet es sich an, den Rasen zu vertikutieren. Das Gras erwacht zu neuem Leben und kann sich nun gut erholen. Voraussetzung ist, dass keine starken Nachtfröste mehr auftreten und der Boden nicht mehr zu feucht ist. Mit einem einfachen Test findest du heraus, ob dein Rasen eine Behandlung braucht: Ziehst du mit einer Harke leicht durchs Gras und es bleibt viel Moos oder abgestorbenes Material hängen, dann ist das Vertikutieren jetzt sinnvoll. Auch wenn sich viel Moosbrei angesammelt hat oder kahle Stellen sichtbar sind, sollte du aktiv werden.

Zum optimalen Start in die Gartensaison gehört auch eine erste Düngung. Die Narzissenblüte im Garten ist ein guter Indikator: Sobald die gelben Blumen ihre Blüten zeigen, beginnt auch das kräftige Wachstum im Rasen – perfekt, um ihm frische Nährstoffe zu geben.

Nachdem du gedüngt hast, empfiehlt es sich, den Rasen auf etwa vier Zentimeter zu mähen. Rund zwei Wochen später kannst du dann zum Vertikutierer greifen. Bis dahin sind die Gräser gestärkt und können die Maßnahme gut vertragen. Die kleinen Lücken, die beim Vertikutieren entstehen, wachsen meist in kurzer Zeit wieder zu und du bekommst einen kräftigen, gesunden Rasen.

Eine Wildblumenwiese im eigenen Garten anlegen

Wildblumen samen im Frühling aussäen

Hast du eine Ecke im Garten, die nicht wie ein perfekter Zierrasen aussehen muss? Dann bietet sich jetzt die Gelegenheit: Streue im April eine Mischung aus Wildblumensamen auf die leicht aufgelockerte Fläche. Das Ergebnis ist eine farbenfrohe Wiese, die jede Menge Bienen, Hummeln und Schmetterlinge anlockt. Du wirst überrascht sein, wie viele Tiere sich im Nu ansiedeln und wie viel Leben plötzlich in deinen Garten einzieht. Gleichzeitig leistest du einen wichtigen Beitrag zum Schutz der heimischen Insekten, denn diese Blüten liefern ihnen wertvolle Nahrung.

Was du im April pflanzen kannst

Im April ist es an der Zeit, direkt im Garten die ersten Gemüsesamen auszubringen. Salat, Radieschen und Möhren entwickeln sich bei milderen Temperaturen besonders gut. Auch Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Melisse oder Pfefferminze wachsen im Topf zuverlässig heran. Achte dabei immer auf die Hinweise der Saatguthersteller und halte dich bei Pflanzabständen sowie der Tiefe der Aussaat genau an die Vorgaben.

So klappt die Aussaat im Frühjahr

Für den erfolgreichen Start brauchen die frisch gesäten Pflanzen die richtige Menge an Wasser. Wichtig ist, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt und nicht zu nass wird, damit die Samen nicht ausgeschwemmt werden. Am besten nutzt du eine Gießkanne mit Brause oder eine Sprühflasche, um das Saatgut vorsichtig zu wässern.

Erste Ernte nach wenigen Wochen

Schon sechs bis acht Wochen nach der Aussaat kannst du dich auf die ersten Ernten freuen – allerdings fällt die Ausbeute im ersten Jahr noch etwas kleiner aus. Wenn du im Herbst Kürbisse ernten möchtest, solltest du bestimmte Sorten schon im April in Töpfen vorziehen, bevor sie ab Mai ins Freiland gesetzt werden. Erdbeerpflanzen werden oft im Sommer gesetzt, aber kräftige Jungpflanzen mit gut entwickelten Wurzeln kannst du auch im April noch verwenden. Mit etwas Glück tragen sie sogar schon in diesem Jahr Früchte.

So bringst du mit Holzstäben und Farbstiften Ordnung in deinen Garten

Nie mehr vergessen, was du wo gepflanzt hast

Geht dir das auch so? Kaum hast du im April alle Samen verteilt, weißt du schon nicht mehr, welches Grün an welcher Stelle wächst. Damit dir das nicht passiert, bastel dir doch eigene Pflanzschilder! Flache Holzstäbchen oder wiederverwendete Eisstiele sind perfekt dafür geeignet. Mal doch einfach kleine Gemüsesorten oder Obst darauf – zum Beispiel eine Möhre für den Möhrensamen oder eine Erdbeere für das Erdbeerbeet. So können schon die Kleinsten im Garten kreativ werden.

Kreative Beschriftung macht den Unterschied

Wenn du etwas älter bist, schreibe ruhig die Pflanznamen und vielleicht auch gleich das Datum der Aussaat dazu. Dein Garten wirkt so gleich viel ordentlicher und die selbstgestalteten Schilder verschönern jedes Beet. Eigene Kunstwerke im Gemüsebeet sorgen einfach für noch mehr Spaß beim Pflanzen und Ernten. Ein extra Tipp: Greife zu wasserfesten Stiften oder schütze deine Schilder mit durchsichtigem Klebeband. So bleichen die Kunstwerke nicht aus und halten die ganze Saison über.

Diese Blumen sorgen im April für Farbe im Garten

Möchtest du deinen Garten in einen bunten Blütentraum verwandeln? Im April ist die ideale Zeit, um verschiedene Blumensorten auszusäen. Besonders unkompliziert zeigen sich Ringelblumen. Oder du probierst Kapuzinerkresse, Tagetes, Himmelsröschen oder Kornblumen aus. Für Kletterfans sind Wicken, die Schwarzäugige Susanne, Clematis oder das Garten-Geißblatt tolle Optionen. Denk aber daran: Diese rankenden Pflanzen benötigen eine Kletterhilfe, damit sie sich schön entfalten können.

Säen im Beet, am Fenster oder im Kübel – du hast die Wahl

Je nachdem, wie kälteempfindlich deine Blumensamen sind, kannst du sie entweder direkt nach draußen ins Beet oder in den Balkonkasten säen. Alternativ ziehst du sie in kleinen Töpfen vor – ein sonniges Fensterbrett sorgt für schnellere Keimerfolge. So kommt deine Geduld nicht allzu sehr auf die Probe und du kannst schon bald erste grüne Sprösslinge entdecken.

Ein eigenes Paradies für Insekten schaffen

Ein Wohlfühlort für Bienen und Co.

Wenn du den kleinen Gartenbewohnern noch mehr bieten möchtest, ist ein selbstgebautes Insektenhotel genau das Richtige für dich. Nimm dazu einfach einige hohle Stängel von Holunder oder kräftige Schilfrohre, bündle sie zusammen und stecke sie in eine regendichte, lichtgeschützte Hülle, zum Beispiel in eine Dose. Wichtig ist, dass die Röhren innen hohl sind und an einer Seite geschlossen bleiben. Platziere dein neues Insektenquartier waagerecht an einem sonnigen Fleck – und schon bald werden die ersten Gäste einziehen.

Jetzt den Garten zum Blühen bringen

Im April beginnt für deinen Garten eine spannende Zeit. Wenn du jetzt die passenden Pflanzen auswählst, leuchten bald die ersten Blüten in bunten Farben und sorgen dafür, dass der Garten bis weit in den Sommer lebendig bleibt. Ob du ein Beet anlegst, Balkonkästen bepflanzt oder dein Hochbeet füllst – wer im Frühling loslegt, hat die besten Chancen auf eine reiche Ernte und ein wahres Blütenmeer. So erlebst du, wie erfüllend es ist, die Natur direkt vor deiner Tür zu genießen und gleichzeitig einen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten.

Diese 5 Pflanzen kannst du im April aussäen

Im April geht die Gartensaison endlich so richtig los. Die Tage werden länger, die Sonne gewinnt an Kraft und du kannst viele Pflanzen direkt ins Beet oder auf der Fensterbank vorziehen. Jetzt ist der richtige Moment, um mit der Aussaat bestimmter Sorten zu starten und dich auf eine reiche Ernte im Sommer zu freuen.

Karotten – Einfach und zuverlässig

Wenn du knackige Karotten aus eigenem Anbau genießen möchtest, ist der April der ideale Monat zum Säen. Die Samen vertragen auch kühlere Nächte, sodass du sie schon früh ins Freiland bringen kannst. Achte darauf, die Erde gut zu lockern und regelmäßig zu gießen, damit die jungen Pflanzen kräftig heranwachsen.

Radieschen – Schnell zu ernten

Radieschen gehören zu den unkompliziertesten Gemüsesorten für den Frühling. Sie keimen meist schnell und sind nach wenigen Wochen schon erntereif. Säe die Samen direkt ins Beet und halte den Boden feucht – schon bald kannst du dich über die ersten roten Knollen freuen.

Spinat – Frisches Grün aus dem eigenen Garten

Mit Spinat nutzt du die frische Frühlingszeit optimal aus. Er wächst besonders gut, solange es draußen noch nicht zu warm ist. Du kannst die Samen entweder ins Beet oder ins Hochbeet streuen. Schon nach kurzer Zeit sprießen die ersten Blätter, die du laufend ernten kannst.

Salat – Für knackige Blätter ab dem Frühsommer

April ist perfekt, um verschiedene Sorten Salat auszusäen. Ob Kopf-, Schnitt- oder Pflücksalat – wähle deine Lieblingssorte und gib ihr einen sonnigen Platz. Mit regelmäßiger Feuchtigkeit und etwas Geduld hast du bald frische Salatblätter auf dem Teller.

Erbsen – Süßer Genuss aus dem eigenen Beet

Auch Erbsen lassen sich im April hervorragend aussäen. Sie mögen lockere Erde und einen kühlen Start in die Saison. Stecke die Samen etwas tiefer in die Erde, halte sie gleichmäßig feucht und freue dich ab Juni über knackige Erbsenschoten direkt aus dem Garten.

Fünf ungewöhnliche Pflanzen für einen besonderen Hingucker im Garten

Wenn du deinen Garten nach etwas Besonderem suchst, gibt es einige außergewöhnliche Pflanzen, die du im April aussäen kannst. Auch wenn der April oft wechselhaftes Wetter mit sich bringt, kannst du bei deiner Gartengestaltung selbst Akzente setzen. Hier erfährst du, welche fünf exotischen Grünlinge du jetzt aussäen solltest, um später in Beet oder Kübel bewundernde Blicke zu ernten.

Die Sternwinde – Farbenpracht wie die spanische Flagge

Die Sternwinde, auch als Spanische Flagge bekannt, ist eine außergewöhnliche Vertreterin der Prunkwinden. Ihren auffälligen Namen verdankt sie der spektakulären Färbung ihrer Blüten. Die Knospen leuchten zunächst in kräftigem Rot, wandeln sich dann über Orange zu intensivem Gelb, bevor sie fast ganz in Weiß erstrahlen. Wenn du von Juli bis September dieses Farbschauspiel genießen möchtest, solltest du die Samen der Sternwinde schon ab April in Töpfen vorziehen.

Nach den letzten Frösten im Mai können die jungen Pflanzen ins Freie umziehen. Da die Sternwinde ein echtes Klettertalent ist, braucht sie eine stabile Rankhilfe mit senkrechten Stäben oder gespannten Drähten. Die Triebe erreichen locker bis zu fünf Meter Länge und verwandeln Zäune, Spaliere oder Pergolen in grüne Kunstwerke. Selbst große Kübel auf der Terrasse bieten dieser Pflanze einen schönen Platz – vorausgesetzt, der Standort ist sonnig und warm.

Ziertabak – Duftende Sternchen im Abendgarten

Mit seiner sternförmigen Blütenpracht und dem angenehmen Duft am Abend, ist der Ziertabak eine Bereicherung für jeden Duftgarten. Manche, neuere Sorten zeigen sogar den ganzen Tag über ihre schönen Blüten – selbst an schattigen Plätzen. Säe den Ziertabak am besten zwischen Februar und April bei etwa 18 Grad im Haus aus. Nach den Eisheiligen, also ab Mitte Mai, dürfen die empfindlichen Jungpflanzen dann ihren Platz im Freien einnehmen.

Die Vielfalt der Celosia entdecken

Celosia, die oft auch als Federbusch oder Brandschopf bekannt ist, zählt zu den Amaranthgewächsen. Wahrscheinlich hast du schon einmal den klassischen Brandschopf (Celosia argentea) gesehen, dessen Blüten ursprünglich nur in einem edlen Silberrot leuchteten. Durch Züchtungen bekommst du sie heute in vielen weiteren Farbvarianten wie strahlendem Pink, leuchtendem Orange, fröhlichem Gelb oder reinem Weiß.

Aussaat und Anzucht von Celosia

Wenn du Celosia vorziehen möchtest, beginnst du am besten im Haus. Streue die feinen Samen locker in eine mit Erde gefüllte Schale und achte darauf, das Substrat konstant leicht feucht zu halten. Damit die Keimung zuverlässig klappt, solltest du für eine Temperatur von etwa 20 Grad sorgen. Mit ein wenig Geduld zeigen sich nach ungefähr drei Wochen die ersten Keimlinge. Sobald sie stabil wirken, kannst du die Pflänzchen vereinzeln und umsetzen. Nach den Eisheiligen dürfen deine jungen Celosien dann endlich nach draußen ziehen. Egal ob ins sonnige Staudenbeet oder dekorativ im Topf auf dem Balkon – Federbusch-Pflanzen fühlen sich fast überall wohl. Hast du sie im Kübel, empfiehlt es sich, den Topf auf Holzklötze zu stellen, denn empfindliche Wurzeln reagieren sensibel auf Staunässe und Kälte.

Die Indianernessel richtig kennenlernen

Die Indianernessel, dir vielleicht auch als Bergamotte, Bienenbalsam, Monarde oder Goldmelisse bekannt, zieht mit ihrer Blütenpracht nicht nur Blicke auf sich, sondern ist besonders für Bienen und andere Insekten ein echtes Paradies. Unter den Sorten ist die Pferdeminze (Monarda punctata) besonders begehrt bei den fleißigen Bestäubern. Die Farbvielfalt reicht von tiefem Rot über lebhaftes Violett bis zu sanftem Rosa oder elegantem Weiß.

Kombinationsmöglichkeiten und Verwendung im Garten

Indianernesseln machen sich in naturnahen Präriegärten besonders gut und harmonieren dort wunderbar mit verschiedenen Ziergräsern, Goldruten, Sonnenhüten und Salbei. Auch die Goldmelisse (Monarda didyma), Zitronen-Monarde (Monarda citriodora) und Wilde Indianernessel (Monarda fistulosa) bieten sich an, wenn du aromatische Getränke aus deinem eigenen Garten zaubern möchtest.

Vermehrung und Wünsche der Indianernessel

Falls du eigene Indianernesseln aussäen möchtest, gelingt das mit einigen Arten besonders leicht. Zuchtformen vermehrst du am besten vegetativ – beispielsweise mit Stecklingen. Hast du schon eine Indianernessel im Beet, lässt sich diese unkompliziert durch Teilung vermehren. Weil sich die Standortansprüche je nach Art stark unterscheiden können, solltest du beim Kaufen von Samen unbedingt die Hinweise auf der Packung beachten. Manche Indianernesseln wünschen sich einen sonnigen Platz, während andere lieber im Halbschatten gedeihen. Die Bodenverhältnisse sind ebenso variabel – jedoch gilt für alle: Verträgt der Boden keine Staunässe, werden sich Indianernesseln am wohlsten fühlen.

Kandelaber-Ehrenpreis – Die imposante Staude für deinen Garten

Wenn du auf der Suche nach einer beeindruckenden Staude bist, dann solltest du dir den Kandelaber-Ehrenpreis genauer ansehen. Diese bis zu zwei Meter hohe Schönheit, die auch als Riesen-Ehrenpreis bekannt ist, stammt ursprünglich aus den Prärien und Wiesen Nordamerikas. In deinem Garten setzt sie dank ihrer Größe einen echten Hingucker und bringt Struktur in jedes Staudenbeet.

So blüht der Kandelaber-Ehrenpreis

Von Juli bis in den September hinein erscheinen die schmalen, kerzenförmigen Blütenstände und sorgen für Farbe im Garten. Je nach Sorte leuchten sie in Weiß, Rosa oder in einem zarten, bläulichen Lila. Besonders charakteristisch ist dabei die majestätische Höhe der Staude, die deinen Beethintergrund perfekt in Szene setzt.

Tipps zur Aussaat und Pflanzung

Damit du länger Freude an dieser ausdauernden Staude hast, empfiehlt es sich, die Samen zunächst drinnen vorzuziehen. So kannst du später nicht nur den richtigen Platz aussuchen, sondern auch den optimalen Abstand von rund 80 Zentimetern problemlos einhalten. Da der Kandelaber-Ehrenpreis an seinem Standort viele Jahre verweilt, gib ihm am besten einen Platz im hinteren Bereich des Beetes – so verdeckt er andere Stauden nicht und kommt selbst optimal zur Geltung.

Standort und Bodenansprüche

Der Riesen-Ehrenpreis stellt einige Ansprüche an seinen Standort: Er liebt Sonne und bevorzugt einen nährstoffreichen, frischen bis feuchten Boden. Am wohlsten fühlt er sich auf lehmigem, gerne sumpfigem Untergrund – zum Beispiel am Ufer eines Gartenteichs fühlt er sich besonders heimisch.

Blütenpracht für Mensch und Insekten

Nicht nur du, sondern auch zahlreiche Schmetterlinge und andere Nützlinge werden sich an den reich blühenden Ehrenpreis-Kerzen erfreuen. So tust du mit dieser Staude nicht nur deinem Garten einen Gefallen, sondern unterstützt auch die heimische Insektenwelt.

Tierfreundlicher Garten im April

Darum ist Naturschutz im Frühling wichtig

Im April erwacht die Natur zu neuem Leben und viele Tiere verlassen ihre Winterquartiere. Du kannst gerade jetzt mit kleinen Maßnahmen im eigenen Garten ganz viel für den Artenschutz tun. Schon mit wenigen gezielten Veränderungen sorgt dein grünes Paradies dafür, dass Vögel, Insekten und Igel genügend Nahrung und Unterschlupf finden.

Heimische Pflanzen bieten Tieren Nahrung

Wenn du vor allem heimische Sträucher und Blumen pflanzt, lockst du Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Sie brauchen die früh blühenden Pflanzen nach dem Winter besonders dringend. Wildstauden, Obstbäume oder Kornblumen erfüllen gleich zwei Aufgaben: Sie verschönern den Garten und sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele heimische Tierarten.

Verstecke und Nistplätze gestalten

Lasse beim Frühjahrsputz ruhig ein paar Laubhaufen, Reisig oder stehendes Totholz liegen. Hier finden Igel, Erdkröten oder Wildbienen sichere Rückzugsorte. Auch Nistkästen für Vögel freuen sich jetzt über eine Reinigung, damit Meisen und Spatzen in den kommenden Wochen einziehen können.

Auf Pestizide verzichten und naturnah pflegen

Wenn du auf chemische Mittel verzichtest, schützt du viele kleine Gartenbewohner vor Schaden. Wirst du Schädlinge und Unkraut lieber auf natürliche Weise los, bleibt der Garten lebendig und im Gleichgewicht. Das schont die Umwelt und sorgt dafür, dass sich nützliche Insekten dauerhaft bei dir ansiedeln.

Wasserstellen einrichten

Mit einer Schale Wasser hilfst du nicht nur Vögeln, sondern auch Wildbienen, Igeln und anderen Kleintieren. Platziere sie an einem ruhigen Ort und achte darauf, das Wasser regelmäßig zu erneuern. Besonders an warmen Frühlingstagen wird das gut angenommen.

Mit diesen Tipps machst du deinen Garten im April zu einem kleinen Naturparadies, in dem sich Mensch und Tier wohlfühlen können und das Ökosystem nachhaltig gestärkt wird.

Naturschutz im eigenen Garten

Worauf Du im April achten solltest

Du möchtest die Natur direkt vor Deiner Haustür unterstützen? Mit den richtigen Schritten im eigenen Garten kannst Du schon im April eine Menge für heimische Tiere und Insekten tun.

Jetzt mit den ersten Maßnahmen starten

Wenn Du einen Unterschied für den Naturschutz machen willst, ist das Frühjahr der ideale Zeitpunkt. Bereits im April sind viele Vögel und andere Tiere wieder aktiv, suchen Nahrung oder bauen ihre Nester. Jetzt liegt es an Dir, ihnen ausreichend Futterquellen und Rückzugsorte zu schaffen. Wie Dir das im eigenen Garten gelingt, erfährst Du hier.

Den Garten naturnah und tierfreundlich gestalten

Im April beginnt für viele Gartenfreunde die Zeit, den Garten gründlich aufzuräumen. Dabei solltest Du es aber nicht übertreiben. Für mehr Artenvielfalt und zum Schutz der Tiere empfiehlt es sich, einzelne Bereiche einfach der Natur zu überlassen. Ein kleiner Laubhaufen, etwas liegengelassenes Totholz oder locker übereinandergestapelte Steine bieten Insekten, Vögeln und kleinen Säugetieren Schutz und ein Zuhause. Insektenhotels solltest Du jetzt wieder hervorholen oder neue selbst bauen bzw. kaufen und aufstellen.

Gründüngung

Mit einer natürlichen Gestaltung machst Du Deinen Garten zum Paradies für zahlreiche Tiere. Setze verstärkt auf blühende Pflanzen, die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge anlocken, und halte den Boden möglichst unversiegelt. Teiche oder andere kleine Wasserstellen sehen nicht nur schön aus, sondern bieten auch vielen Tieren lebenswichtigen Zugang zu Wasser. Gleichzeitig spielst Du mit einer Blumenwiese statt einem perfekten Rasen den natürlichen Bedürfnissen vieler Tiere in die Karten. Bereits eine kleine Fläche, auf der Du eine Wildblumenmischung aussäst und nur selten mähst, zieht zahlreiche Lebewesen in Deinen Garten. Verzichte außerdem komplett auf chemische Pflanzenschutzmittel – das ist einer der wichtigsten Beiträge für den Naturschutz.

Tieren beim Start in den Frühling helfen

Falls einige Wildtiere erschöpft aus dem Winter kommen oder zu früh aus ihrer Winterruhe erwacht sind, kannst Du durch gezieltes Zufüttern helfen. Igel, die besonders geschwächt wirken, freuen sich beispielsweise über eine Schale mit Wasser und etwas Futter. Als Nahrung eignet sich am besten fleischhaltiges Hunde- oder Katzenfutter. Aber auch hartgekochte Eier, Haferflocken oder Kleie nehmen sie dankbar an. So können sie sich nach den kalten Monaten rasch neue Energiereserven zulegen. Füttern solltest Du jedoch nur Tiere, die wirklich abgemagert oder geschwächt wirken – gesunde Igel und ihre Jungen finden ihr Futter im Frühling von allein.

Nistkästen und Nisthilfen für tierische Gartenbewohner

Nistmöglichkeiten selbst herstellen oder kaufen

Viele Vogelarten, Fledermäuse, Hummeln oder Ohrwürmer sind auf künstliche Brutplätze angewiesen, denn natürliche Verstecke werden immer rarer. Mit ein wenig handwerklichem Talent kannst du solide Nistkästen oder Nisthilfen leicht selbst bauen, alternativ findest du sie auch im Fachhandel. Am besten platzierst du diese Behausungen an einer ruhigen und geschützten Stelle deines Gartens.

Mehr Artenvielfalt und nützliche Helfer gewinnen

Auf diese Weise bietest du Tieren nicht nur ein Zuhause, sondern sorgst zugleich dafür, dass viele Nützlinge deine grüne Oase bereichern. Besonders Ohrwürmer helfen dir ganz nebenbei, Blattlausbefall unter Kontrolle zu halten, da sie diese Insekten als willkommene Nahrung betrachten.

Rücksicht bei der Gartenpflege im Frühling

Ein kleiner Hinweis: Verzichte im Frühling darauf, sämtliche Raupen aus deinem Garten zu entfernen. Gerade in dieser Zeit stellen sie für viele Singvögel wie Blau- oder Kohlmeisen eine wertvolle Futterquelle für ihre Küken dar.

Kompost mit Bedacht nutzen

Viele Hobbygärtner verteilen zu Saisonbeginn Kompost, um den Pflanzen einen guten Start und wichtige Nährstoffe zu bieten. Denke daran, dass dein Komposthaufen während der kalten Monate für zahlreiche Tiere wie Igel, Frösche oder Mäuse ein winterlicher Rückzugsort ist. Wenn du im Frühjahr Kompost entnimmst, prüfe behutsam den Haufen, damit du keine tierischen Bewohner verletzt oder störst.

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