Gurken: Mehltau und Spinnmilben vorbeugen & bekämpfen
Mehliger Belag, gelbe Flecken oder feine Gespinste rauben deinen Gurken die Kraft. Warm-trockenes Wetter begünstigt Mehltau und Spinnmilben – schnelles Handeln schützt die Ernte.
Hier erfährst du, wie du beide Schaderreger mit Netzschwefel sowie Pflanzenextrakten aus Rainfarn/Wermut und Orangenöl wirksam und schonend in den Griff bekommst.
Kurz erklärt
Bekämpfe Mehltau und Spinnmilben an Gurken mit einer gründlichen Spritzung aus verdünntem Netzschwefel. Ergänze die Kur durch Rainfarn-/Wermut-Extrakte, Orangenöl oder Ackerschachtelhalm zur Stärkung.
Wichtig bei Gurken
- Warm-trockene Wetterlagen fördern Echten Mehltau und Spinnmilben; vorbeugende Behandlungen zu Beginn solcher Phasen wirken am besten.
- Schwefel deckt beide Probleme ab (Spinnmilben werden abgeschreckt, Mehltaupilze geschädigt); Niederschlag reduziert die Wirkung, gelbliche Beläge auf Blättern sind unkritisch.
Wenn deine Gurken von Mehltau oder Spinnmilben befallen sind, kann der Pflanzenarzt René Wadas dir helfen. Diese beiden häufigen Probleme im Gurkenanbau lassen sich besonders gut mit biologischen Mitteln behandeln. Eine wirksame Kombination ist der Einsatz von Netzschwefel und natürlichen Pflanzenextrakten wie Rainfarn oder Wermut.
Gurken mit Netzschwefel behandeln
Es ist möglich, dass Gurken sowohl von Spinnmilben als auch von echtem Mehltau befallen sind. Um beide Schaderreger zu bekämpfen, empfiehlt sich eine gründliche Behandlung der gesamten Pflanze mit Netzschwefel. Spinnmilben meiden Schwefel, da dieser ihre Atmung und Nervenfunktion stört. Netzschwefel wirkt auch gegen Mehltaupilze, indem er deren Zellmembranen zerstört. Besonders wirkungsvoll ist eine vorbeugende Anwendung bei ersten Anzeichen warm-trockener Witterung, die das Auftreten dieser Schädlinge begünstigt.
Wichtige Anwendungshinweise für Netzschwefel
Netzschwefel wird mit Wasser verdünnt und auf die Pflanzen gesprüht, bis sie tropfnass sind. Da Schwefel nicht systemisch wirkt (die Pflanze nimmt ihn nicht auf), ist eine gleichmäßige Benetzung entscheidend. Regnet es kurz nach der Anwendung, muss die Behandlung wiederholt werden. Die Bildung gelblicher Schwefelflecken auf den Blättern ist unbedenklich und ein Hinweis auf ausreichende Benetzung.
Zusätzliche Unterstützung mit natürlichen Mitteln
Zur Stärkung der Pflanze und zusätzlichen Abwehr von Schädlingen kannst du das PFLANZENARZT® Rainfarn & Wermut einsetzen. Die enthaltenen Bitterstoffe, ätherischen Öle und sekundären Pflanzenstoffe machen die Gurken widerstandsfähiger gegen Milben und Pilze. Alternativ oder ergänzend hilft auch der PFLANZENARZT® Garten Cleaner mit Orangenöl, der Spinnmilben effektiv bekämpft, indem er ihre Wachsschicht zerstört und sie austrocknet.
Zusätzlich kannst du mit SchachtBio Ackerschachtelhalm-Spray vorbeugen: Die enthaltene Kieselsäure stärkt das Pflanzengewebe und macht es weniger anfällig für Pilzinfektionen.
Fazit
Eine Kombination aus Netzschwefel, Pflanzenstärkungsmitteln wie Rainfarn/Wermut und Orangenöl-Präparaten bietet eine wirkungsvolle, biologische Strategie gegen Mehltau und Spinnmilben an Gurken – ganz im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes.
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Quelle: MDR um vier
