Gartenarbeit im Mai: Was jetzt pflanzen, säen und pflegen

Im Mai beginnt im Garten die Hauptsaison: Mit wenigen gezielten Arbeiten legst du den Grundstein für üppige Blüten und eine reiche Ernte.

Hier erfährst du, welche Sommerblumen jetzt ins Freie dürfen, wie Gemüse stark anwächst und worauf du beim Auswintern von Kübelpflanzen achten solltest.

Gartenarbeit im Mai

Deine drei wichtigsten Aufgaben für einen blühenden Start

Genieße den frostfreien Garten

Im Mai kannst du dich endlich entspannen: Die kalten Nächte sind weitgehend vorbei und du musst kaum noch Angst vor Frost haben. Das ist die perfekte Zeit, um auch empfindliche Pflanzen hinauszustellen oder neu in die Erde zu setzen. Nutze das milde Wetter, um deine Balkon- und Gartenpläne aktiv anzugehen und deiner grünen Oase neuen Schwung zu verleihen.

Setze auf die richtigen Pflanzarbeiten

Dieser Monat ist wie geschaffen für neue Gartenprojekte – ob im Gemüsebeet, im Blumenbeet oder auf dem Balkon. Jetzt lässt sich fast alles pflanzen, was einen sonnigen Platz und warme Temperaturen liebt. Du kannst zum Beispiel Tomaten aussäen oder Jungpflanzen endlich aus dem Haus ins Freie setzen.

Möchtest du am liebsten sofort loslegen, findest du spannende Ideen im Beitrag zum Thema Tomaten vorziehen Tomaten vorzieh en: Zeitpunkt, Aussaat, Pikieren, Pflege oder erfährst mehr über den optimalen Start in die Gartensaison im Artikel über den Garten im April Garten im April: Was jetzt säen, pflanzen und pflegen.

Bereite alles für eine erfolgreiche Gartensaison vor

Wenn du dich jetzt um diese drei Schwerpunkte kümmerst, schaffst du die beste Basis für gesunde Pflanzen und eine reiche Ernte. Schnapp dir deine Gartenhandschuhe und genieße die frühlingsfrische Luft – dein Arbeitseinsatz im Mai zahlt sich garantiert aus!

Sommerblumen jetzt in Beet und auf dem Balkon pflanzen

Sobald der Mai beginnt, kannst du endlich Sommerblumen auf deinem Balkon oder im Gartenbeet pflanzen. Diese farbenfrohen Blüh- und Blattschmuckpflanzen stammen ursprünglich aus wärmeren Klimazonen und werden deshalb erst nach draußen gesetzt, wenn endgültig keine Frostgefahr mehr besteht. Fuchsien, Pelargonien, Begonien, Wandelröschen oder Fleißige Lieschen findest du momentan in vielen Märkten, Gärtnereien und Gartencentern.

Wichtige Tipps für die Auswahl der Pflanzen

Alle diese Pflanzen sind in den letzten Wochen in angenehm temperierten Gewächshäusern gewachsen und daher sehr empfindlich gegenüber Kälte. Ein plötzlicher Temperatursturz oder sogar nur eine kalte Nacht können deine Sommerblumen ernsthaft schädigen.

Es bringt also nichts, zu früh loszulegen – auch wenn manche Pflanzen schon rechtzeitig angeboten werden. Temperaturen unter zehn Grad reichen oft schon aus, damit sie in ihrem Wachstum stagnieren. Mit etwas Geduld belohnst du dich am Ende mit gesunden, dauerhaft blühenden Pflanzen.

So pflanzt du Sommerblumen optimal aus

Achte darauf, dass wirklich kein Spätfrost mehr droht. Die besten Tage für das Pflanzen sind warm und eher wolkig – starke Mittagshitze mögen die Jungpflanzen zu Beginn gar nicht. Verwende unbedingt lockere, nährstoffreiche Erde. Übrigens musst du alte Blumenerde aus Kästen oder Töpfen nicht gleich wegwerfen. Mische sie einfach im Verhältnis 1:1 mit frischer Erde und lockere sie dabei gut auf. Viele Wurzelreste kannst du zerkleinern und auf dem Kompost entsorgen.

Noch ein Tipp: Gib deiner Erde einen organischen Depotdünger mit – der versorgt die Pflanzen für mehrere Wochen zuverlässig. Falls du lieber flüssig düngst, reicht es, einmal pro Woche einen Blühpflanzendünger ins Gießwasser zu mischen. Sommerblumen brauchen viel Energie, weil sie bis in den Herbst hinein prächtig blühen sollen. Mit ausreichend Nährstoffen schaffst du die ideale Grundlage für ein wahres Blütenmeer.

So gelingt das Einpflanzen

Lass den Wurzelballen beim Einsetzen unbedingt zusammen und trockene Ballen solltest du vor dem Pflanzen einmal richtig durchwässern – am besten tauchst du sie dafür in einen Eimer Wasser. Trockene Ballen nehmen nach dem Einpflanzen nur schwer Feuchtigkeit auf, was oft zu vertrockneten Pflanzen führt, obwohl du regelmäßig gießt.

Gieße neue Blumenerde unbedingt gut an, damit sich deine Blumen rasch im neuen Zuhause verwurzeln können und gut gedeihen. Mehr praktische Tipps rund um die Gartenarbeit im Frühling findest du übrigens bei Gartenarbeit im Frühling und welche Pflegemaßnahmen im April wichtig sind, liest du im Beitrag Garten im April.

Gemüse im eigenen Garten: Jetzt aussäen und im Sommer genießen

Wann du mit dem Pflanzen loslegen solltest

Sobald die Nächte frostfrei sind und die Temperaturen angenehm warm werden, kannst du vorgezogene Gemüsepflanzen wie Tomaten, Gurken, Kürbisse, Zucchini, Paprika, Auberginen und sogar Melonen nach draußen setzen. Diese wärmeliebenden Arten fühlen sich in der Sonne stabil und danken es dir mit einer reichen Ernte. Noch mehr Ertrag bekommst du, wenn du sie im Gewächshaus oder Folientunnel anbaust – dort sind die empfindlichen Gemüse vor langen Regenphasen geschützt, was sie besonders mögen.

Das optimale Beet für dein Gemüse

Falls du lieber in deinem Gartenbeet oder auf dem Hochbeet pflanzt, achte darauf, dafür widerstandsfähige Sorten auszuwählen. Im Gartencenter findest du meist Hinweise an den Pflanzen, welche sich besonders für den Anbau unter freiem Himmel eignen.

Ziehst du deine Jungpflanzen aus Saatgut selbst, hilft dir ein Blick auf die Sortenbeschreibung – dort steht oft, ob die Sorte fürs Beet gedacht ist. Viele dieser Gemüsearten gehören zu den sogenannten Starkzehrern: Sie brauchen richtig viele Nährstoffe, weil sie nicht nur kräftiges Laub, sondern später auch viele leckere Früchte ausbilden.

So versorgst du dein Gemüse mit Nährstoffen und Wasser

Ein nährstoffreicher Boden ist die Basis für üppiges Wachstum. Am besten hast du bereits im Frühjahr reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist untergearbeitet. Falls nicht, kannst du auch jetzt noch mit einem organischen Dünger nachhelfen.

Oberflächlich eingearbeitet, wird dieser nach und nach durch das Gießen freigesetzt, so bekommen deine Pflanzen über Wochen die Energie, die sie brauchen. Gerade in den ersten Wochen nach dem Pflanzen ist der Wasserbedarf hoch.

Bei sommerlicher Hitze solltest du täglich – mindestens aber jeden zweiten Tag – kräftig wässern. Wichtig ist, dass nicht nur der Wurzelballen, sondern auch der umliegende Boden bis zu zwei oder drei Handbreiten tief durchfeuchtet wird.

Achte außerdem darauf, die Blätter bei starker Sonne nicht zu benetzen – das kann zu unschönen Blattverbrennungen führen.

Mulchen für gesunde Pflanzen

Eine lockere Mulchschicht um deine Gemüsepflanzen ist ideal, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Du kannst dazu Herbstlaub oder fein zerkleinerte Pflanzenreste verwenden, und auch Rasenschnitt eignet sich gut – aber immer nur dünn auftragen, maximal zwei Zentimeter, damit die jungen Wurzeln nicht überhitzen oder Schaden nehmen.

Warum Mischkultur deiner Ernte nützt

Wenn du verschiedene Gemüsearten bunt gemischt pflanzt, statt sie strikt in Reihen zu setzen, beugst du Schädlingsbefall gezielt vor. Außerdem sieht dein Beet so viel lebendiger aus. Tipps und Inspirationen rund um die perfekte Bepflanzung findest du auch auf der Seite zum Thema Hochbeet bepflanzen.

Die Aussaat im Mai direkt ins Freiland

Im Mai ist die ideale Zeit, um Samen von Gurken, Kürbis, Zucchini und Bohnen direkt in die Erde zu stecken. Lockere und mit Nährstoffen versorgte Erde ist dafür das A und O. Größere Saaten kannst du vor der Aussaat über Nacht ins Wasser legen, so keimen sie leichter und schneller.

Vergiss nicht, die Erde bis zum Auflaufen der Keimlinge gleichmäßig feucht zu halten – sonst lässt sich dein zartes Pflänzchen unnötig viel Zeit mit dem Sprießen. Wenn du wissen willst, welche Arbeiten jetzt im Garten noch wichtig sind, dann schau gern mal auf unserer Seite rund um den Garten im April vorbei.

Zitrus, Oleander und andere exotische Kübelpflanzen: Worauf du im Mai achten solltest

So gelingt der Start nach dem Winterquartier

Viele exotische Kübelpflanzen, zum Beispiel Zitrusbäumchen, Oleander oder Wandelröschen, haben die kalten Monate sicher im Winterquartier verbracht. Jetzt kannst du sie endlich wieder auf Balkon oder Terrasse stellen. Damit sie kräftig und üppig in die neue Saison starten, sind einige Pflegearbeiten jetzt besonders wichtig.

Rückschnitt für gesundes Wachstum

Im Frühling solltest du alle abgestorbenen oder vertrockneten Triebe an deinen Pflanzen abschneiden. Gerade Blühwunder wie Fuchsien und Pelargonien freuen sich, wenn du sie um ein gutes Drittel bis zur Hälfte einkürzt. Dadurch werden sie nicht nur kompakter, sondern setzen auch mehr Blüten an.

Immergrüne Exoten wie der Oleander oder Zitrusbäume brauchen dagegen meist nur einen leichten Formschnitt. Beim Oleander gilt: Die Knospen für seine prächtigen Blüten wachsen am Holz des letzten Jahres. Deshalb solltest du ihn nur sachte stutzen, damit du dich im Sommer an vielen Blüten erfreuen kannst.

Umtopfen – wann ist es Zeit dafür?

Wenn du das Gefühl hast, deine Kübelpflanze platzt fast aus ihrem Topf, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt für einen neuen, größeren Behälter. Eine frische Kübelpflanzenerde mit mineralischen Anteilen sorgt dafür, dass das Gießwasser gut abläuft und die Wurzeln nicht im Nassen stehen.

Gleichzeitig speichert Ton die Feuchtigkeit, was dir das Gießen erleichtert. Zitrusbäume und Schmucklilien kommen allerdings erstaunlich lange mit wenig Platz aus und dürfen ruhig ein bisschen enger stehen. Du willst wissen, wie du mit wenig Aufwand prächtige Kübelpflanzen erhältst?

Lass dich von den Tipps aus einem attraktiven und pflegeleichten Garten inspirieren: Tipps für den attraktiven Garten ohne viel Aufwand.

Dünger sorgt für prächtige Pflanzen

Im Mai ist es Zeit, deine Kübelpflanzen mit einem Depotdünger zu versorgen. Jedes Mal, wenn du gießt, werden die wichtigen Nährstoffe freigesetzt und stehen deinen Pflanzen zur Verfügung. Stellst du fest, dass deine Zitruspflanzen gelbe Blätter bekommen, dann hilft ein spezieller Zitrusdünger. Ein solcher Dünger liefert unter anderem Eisen, das die Blattfarbe verbessert.

Schädlinge nach dem Winter erkennen und entfernen

Nach der Überwinterung kommt es oft vor, dass sich Schädlinge wie Schildläuse, Wollläuse oder Spinnmilben auf deinen Pflanzen eingenistet haben. Schaue gezielt auf die Blattunterseiten und in die Blattachseln, denn dort verstecken sich diese Plagegeister besonders gern.

Häufig reicht es, die befallenen Pflanzenteile einfach zu entfernen, denn sobald deine Exoten draußen stehen, regulieren Regen, Sonne und frische Luft das Problem oft von selbst. Nur bei starkem Befall solltest du über weitere Maßnahmen nachdenken.

Mit etwas Geduld und der richtigen Pflege regenerieren sich die meisten Kübelpflanzen schnell wieder und bedanken sich schon bald mit kräftigem Wachstum.

Möchtest du noch mehr über passende Gartenarbeiten in den verschiedenen Jahreszeiten erfahren? Dann findest du zusätzliche Tipps rund um das Thema Garten im April unter diesem Link.

Was du im Mai noch pflanzen solltest

Im Mai ist ein idealer Zeitpunkt, um Dahlienknollen, Gladiolen und Canna in die Erde zu bringen. Die farbenfrohen Schönheiten fühlen sich sowohl im Gartenbeet als auch in großen Pflanzgefäßen auf Balkon oder Terrasse wohl.

Besonders die ungefüllten Sorten schenken Bienen und anderen Bestäubern wertvollen Nektar. Doch auch wenn du dich für prachtvoll gefüllte Blüten entscheidest, brauchst du kein schlechtes Gewissen zu haben, denn diese klassischen Pflanzen gehören seit langem zu unseren Gartentraditionen.

Wichtig ist nur, dass du zusätzlich auch insektenfreundliche Blumen und Kräuter einplanst – so finden sowohl du als auch die fleißigen Besucher immer etwas zum Genießen. Falls du noch Inspiration rund um den Frühlingsgarten suchst, wirf gerne einen Blick auf die Tipps zu Gartenarbeit im Frühli ng.

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