Falscher Mehltau an Reben: erkennen, vorbeugen, handeln

Gelbgrüne Blattflecken, später weißer Belag auf der Blattunterseite und vertrocknende Trauben? Falscher Mehltau kann Reben von Mai bis Anfang September stark schwächen.

Hier liest du, wie du die Anzeichen sicher einordnest und mit einfachen Maßnahmen vorbeugst: gute Durchlüftung, richtig gießen, Pflanzen stärken und befallenes Material früh entfernen.

Falscher Mehltau an Reben: erkennen, vorbeugen, handeln

Wichtig bei Falscher Mehltau an Reben

  • Halte falscher mehltau an reben durch luftigen Standort und ausreichenden Pflanzabstand trocken.
  • Entferne befallene Blätter frühzeitig und gieße möglichst morgens bodennah.
  • Setze auf robuste Sorten und stärke gesunde Pflanzenteile gleichmäßig vor Spitzenbefall.

Falscher Mehltau der Reben ( Plasmopara [Peronospora] viticola ): Der Mehltau-Pilz tritt von Mitte Mai bis Anfang September auf den verschiedensten Teilen der Reben auf. Er ist an gelbgrünen Flecken auf der Oberseite der Blätter zu erkennen, einige Tage später bildet sich auf der Blattunterseite weißlicher Schimmelrasen.

Schließlich kräuseln sich die Blätter, vertrocknen und fallen ab. Die befallenen Beeren haben zunächst einen flaumigen Schimmelüberzug, später schrumpfen sie ganz zusammen und werden braun (sogenannte Lederbeeren). Maßnahmen:

Mehltauresistente Züchtungen anpflanzen, für gute Durchlüftung und ausreichend große Pflanzabstände sorgen. Nicht von oben gießen, den Boden locker halten und nicht zu stark mit Stickstoff düngen. Wiederholt vorbeugend mit Schachtelhalm zur Pflanzenstärkung spritzen. Kranke Pflanzen/-teile frühzeitig entfernen.

Symptome sicher erkennen und kritische Phasen

Typisch sind gelblich bis olivgrüne, durchscheinende Flecken auf der Blattoberseite („Ölflecken“); bei feuchtwarmer Witterung bildet sich auf der Blattunterseite in den Morgenstunden ein weißer, flaumiger Belag. Später rollen sich Blätter ein und fallen ab. Blütenstände und junge Beeren bis etwa Erbsengröße sind besonders gefährdet; befallene Trauben schrumpfen und werden lederbraun. Das Hauptbefallsfenster liegt von Mitte Mai bis Anfang September und verschärft sich nach Regenphasen und warmen, feuchten Nächten – kontrolliere Reben dann engmaschig.

Vorbeugen durch Standort und Pflege

Erziehe Reben luftig am Spalier oder an einer Pergola, halte ausreichende Pflanzabstände ein und lichte die Traubenzone nach der Blüte vorsichtig aus, ohne stark zu entblättern. Gieße morgens bodennah, vermeide nasse Blätter über Nacht, halte den Boden locker und dünge stickstoffarm. Setze, wo möglich, auf robuste Sorten. Entferne im Herbst abgefallenes Laub und vertrocknete Beeren, damit weniger Erreger überwintern. In feuchtwarmen Perioden kannst du die Reben regelmäßig mit Schachtelhalm-Auszügen zur Stärkung benetzen.

Schnell handeln bei ersten Anzeichen

Entferne befallene Blätter, Triebspitzen und Traubenteile umgehend und entsorge sie nicht auf dem Kompost. Achte danach auf gute Durchlüftung der Laubwand und passe die Bewässerung an: lieber seltener, dafür durchdringend und stets bodennah am Morgen. Reinige Werkzeuge nach dem Schnitt. Prüfe die Reben bei anhaltend feuchter Witterung alle wenigen Tage und wiederhole stärkende Spritzungen, damit gesunde Pflanzenteile geschützt bleiben.

Produkt-Tipp

Schachtelhalm

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