Erbsenmehltau erkennen und vorbeugen: Symptome & Maßnahmen

Weißer, mehlartiger Belag auf Erbsenblättern – besonders im Sommer? So findest du schnell heraus, ob es Erbsenmehltau (Erysiphe polygoni) ist.

Du erfährst, warum warm-trockenes Wetter den Pilz begünstigt, wie du den Schaden realistisch einschätzt und welche Schritte jetzt wirklich sinnvoll sind.

Erbsenmehltau erkennen und vorbeugen: Symptome & Maßnahmen

Kurz erklärt

Weißer, mehlartiger Belag auf Erbsenblättern im Juni weist auf Erbsenmehltau (Erysiphe polygoni) hin, der vor allem bei warm-trockenem Wetter auftritt.

Wichtig bei Erbsenmehltau erkennen und vorbeugen

  • In warm-trockenen Sommern begegnest du Erbsenmehltau häufiger; der Pilz kommt ohne Blattnässe aus.
  • Du erkennst den Verlauf an gelblichen Partien, die zu einem weißen, mehligen Belag mit später sichtbaren dunklen Wintersporenlagern werden.

Krankheitsbild und Entwicklung des Erbsenmehltau

Der Erbsenmehltau wird durch den Pilz Erysiphe polygoni verursacht und tritt vor allem im Sommer an Erbsenpflanzen auf. Besonders häufig beobachtest du den Befall im Juni, wenn sich auf den Blättern ein typischer weißer, mehlartiger Belag bildet. Dieser Belag besteht aus dem Pilzgeflecht, das sich auf der Blattoberfläche ausbreitet und die Pflanze schwächt.

Zu Beginn der Infektion erscheinen die befallenen Blattbereiche gelblich. Mit der Zeit überzieht der Pilz die gesamte Blattfläche mit einem weißen, pudrigen Belag. Im weiteren Verlauf bilden sich darin dunklere Strukturen, die sogenannten Wintersporenlager. Diese sind mit bloßem Auge gut erkennbar und dienen dem Pilz zur Überdauerung bis zur nächsten Saison.

Der Befall beeinträchtigt die Photosyntheseleistung der Pflanze deutlich. Dadurch wächst die Erbse schwächer, und die Hülsenbildung kann reduziert sein. Trotz des auffälligen Erscheinungsbildes tritt der Schaden meist erst relativ spät in der Vegetationsperiode auf.

Bedingungen für den Befall

Der Erbsenmehltau bevorzugt warmes und eher trockenes Wetter. Anders als viele andere Pilzkrankheiten benötigt er keine hohe Blattnässe, um sich auszubreiten. Gerade diese Eigenschaft führt dazu, dass er oft in stabilen Sommerperioden auftritt.

Maßnahmen und Umgang im Garten

Da die Infektion häufig erst spät in der Entwicklung der Erbsen auftritt, sind umfangreiche Gegenmaßnahmen meist nicht mehr notwendig. Besonders frühe Sorten entgehen dem starken Befall, da sie vor der Hauptinfektionsphase geerntet werden.

Du solltest dennoch regelmäßig kontrollieren und befallene Pflanzenteile frühzeitig entfernen. Schneide erkrankte Blätter ab und entsorge sie außerhalb des Gartens, um eine weitere Ausbreitung der Sporen zu verhindern.

Fazit

Der Erbsenmehltau wirkt zwar auffällig, verursacht aber meist nur begrenzte Schäden. Mit frühen Sorten und konsequenter Entfernung befallener Blätter hältst du den Befall gut unter Kontrolle.

Weitere Tipps

Schneide befallene Blätter zeitnah ab und entsorge sie außerhalb des Gartens (am besten im Restmüll), damit Wintersporen nicht überdauern.

Ergänzend passt dazu Erdbeermehltau erkennen, vorbeugen und natürlich bekämpfen. Für die nächsten Schritte ist auch Blattbrand an Gurken erkennen und vorbeugen (Corynespora melonis). Wenn du das Thema vertiefen möchtest, lies Pfirsich-Kräuselkrankheit.

Wichtig bei Pilzkrankheiten

  • Pilz- und Bakterienkrankheiten breiten sich besonders leicht bei feuchtem Laub und dichter Bepflanzung aus.
  • Entferne krankes Pflanzenmaterial zeitnah und arbeite mit sauberem Werkzeug, damit sich der Befall nicht weiter verteilt.
  • Luftige Standorte und bodennahes Gießen senken den Infektionsdruck deutlich.