Kartoffeln im Laub pflanzen – so gelingt’s besonders unkompliziert
Mit Laub zu einer reichen Kartoffelernte
Vielleicht hast du schon von der Methode gehört, Kartoffeln unter Stroh oder Heu anzubauen. Aber wusstest du, dass das auch mit Laub ganz hervorragend klappt?
Einfache Methode für Hobbygärtner
Indem du anstelle von Stroh einfach trockenes Laub verwendest, schaffst du eine lockere, atmungsaktive Schicht für deine Kartoffelpflanzen. Das macht die Pflege besonders leicht und spart dir sogar Arbeit beim Unkrautjäten. Wer ohnehin Gemüse selbst anbauen möchte, findet übrigens unter einfache Tipps für den Gemüseanbau, die dich auch bei weiteren Gartenprojekten unterstützen können. Probier doch einfach mal aus, wie gut Kartoffeln im Laub gedeihen!
Was dir der Anbau von Laubkartoffeln bringt
Wenn du dich für Laubkartoffeln entscheidest, kannst du dir viel Arbeit im Garten sparen. Denn ein aufwändiges Umgraben entfällt komplett – du breitest das gesammelte Laub einfach direkt auf die Erde oder sogar auf den Rasen aus. Die Vorbereitung könnte also kaum unkomplizierter sein.
Warum das Ernten so kinderleicht ist
Während der Ernte musst du weder schweres Werkzeug einsetzen noch dich mit hartnäckig anhaftender Erde herumärgern. Die Knollen lassen sich ganz einfach aus dem lockeren Boden herausziehen und bleiben dabei fast sauber. So geht dir das Ernten besonders schnell von der Hand.
Gerade wenn du viele Laubbäume im Garten hast, kannst du das herabgefallene Laub wunderbar nutzen, statt es nur zu entsorgen. Auf diese Weise schließt du den Kreislauf im eigenen Garten und tust gleichzeitig etwas für die Bodenfruchtbarkeit. Weitere clevere Tipps findest du im Ratgeber zum pflegeleichten Garten.
Die Fläche später weiter nutzen
Nachdem du deine Laubkartoffeln geerntet hast, eignet sich das Beet ideal, um später Gemüse oder Stauden einzupflanzen. Das Beet ist gelockert und durch das Laub gut mit Nährstoffen versorgt. Tipps und Ideen für die nächste Saison findest du auch im Beitrag darüber, wie du einen erfolgreichen Selbstversorgergarten anlegen kannst.
Laub von Bäumen und Sträuchern, das besonders rasch verrottet
Wenn im Herbst die Blätter von Ahorn, Akazie, Birke, Buche oder Esche zu Boden fallen, zerfallen sie auf dem Kompost in überraschend kurzer Zeit. Auch das Laub von Hasel, Holunder, Linde und vielen Obstbäumen eignet sich bestens, um daraus nährstoffreichen Gartenkompost zu gewinnen. Robinie, Ulme und Weide zählen ebenfalls zu den Bäumen, deren Blätter im Vergleich zu vielen anderen Baumarten besonders schnell verrotten. Möchtest du wissen, wie du das Laub am besten nutzen kannst, findest du weitere Tipps rund um die Verarbeitung von Laub im Garten unter Laub im Garten richtig nutzen: Mulch, Kompost, Winterquartier.
Laub von bestimmten Bäumen für den Anbau von Laubkartoffeln lieber meiden
Warum du das Laub mancher Bäume nicht verwenden solltest
Wenn du eigene Laubkartoffeln im Garten anbauen möchtest, spielt die Wahl des richtigen Laubs eine große Rolle. Es gibt Baumarten, deren Blätter beim Verrotten viel Zeit brauchen. Sie zersetzen sich nur langsam und sind daher weniger geeignet, wenn du mit Laubmulch eine lockere Bodenstruktur fördern möchtest.
Diese Baumarten sind problematisch
Das Laub von Eiche, Gingko, Kastanie, Pappel, Platane, Walnuss und auch von Ziergehölzen wie Kirschlorbeer sollte besser nicht in deinem Beet landen. Ihre Blätter enthalten oft viele Gerbstoffe oder andere Substanzen, die den Verrottungsprozess verzögern und somit die Bodenqualität eher verschlechtern, als sie zu verbessern. Setze also lieber auf Laub, das schneller kompostiert wird.
Kartoffeln direkt in Laub anbauen – so klappt’s
Der optimale Start in die Saison
Im Herbst sammelt sich allerhand Laub im Garten an. Über die kalte Jahreszeit hinweg zersetzt es sich auf dem Kompost langsam und wird zur wertvollen Nährstoffquelle. Sobald der April zur Mitte neigt, kannst du das halb verrottete Laub in einer dünnen Schicht auf deinem Rasen oder einer Wiese verteilen. Schweres Umgraben ist nicht notwendig, aber schneide das Gras am besten recht kurz, damit es sich nicht später durch das Laub kämpft.
Wie viel Laub brauchst du?
Möchtest du etwa vier Quadratmeter bepflanzen, solltest du mit fünf Schubkarren voll Laub rechnen. Das gibt einen guten Richtwert, an dem du dich orientieren kannst. Für das Kartoffelbeet wähle einen Platz, der nicht zu trocken und nicht zu nass ist – optimal ist lockerer, dauerhaft leicht feuchter Boden. Reiner Sand oder schwere Lehmböden sind eher ungeeignet für diesen Anbauversuch.
Tipps zur richtigen Fläche
Du kannst das Laub auch ganz einfach auf ein vorbereitetes Beet geben und deine Kartoffeln darin pflanzen. Oder du nutzt ein vorhandenes Hochbeet – hier findest du übrigens jede Menge Inspiration und Tipps im Artikel über das Hochbeet bepflanzen im Beitrag zum Hochbeet. Besonders spannend kann aber auch die Kartoffelernte auf der Wiese sein: Nach der Saison hast du dort einen lockeren Boden, den die Kartoffeln fast von allein umgearbeitet haben. Wenn dir deine Rasenfläche am Herzen liegt, bleib lieber beim Beet.
Kartoffeln pflanzen – so geht’s Schritt für Schritt
Lege die Kartoffeln in Reihen mit etwa 30 Zentimeter Abstand direkt auf das Laub. Anschließend bedeckst du sie mit einer mindestens 20 Zentimeter dicken Schicht Laub. Im Laufe der Saison sackt das Laub etwas zusammen – gib dann einfach wieder frisches Material obendrauf. Die Kartoffeln müssen während der gesamten Wachstumszeit gut unter der Laubdecke verborgen bleiben. Das entspricht dem Anhäufeln im klassischen Gemüsebeet.
Gießen und Pflege der Laubkartoffeln
Regnet es wenig, solltest du deine Kartoffeln gelegentlich zusätzlich wässern, damit das Laub feucht bleibt. Nur dann verrottet das Material optimal, und die Pflanzen können sich mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgen. Trocknet das Laub zu sehr aus, fehlen den Kartoffeln wichtige Wachstumsimpulse und der Wind kann die Laubschicht leichter verwehen.
Wenn du jetzt auf den Geschmack gekommen bist, findest du viele nützliche Hinweise und Anbautipps im speziellen Beitrag über das Thema Kartoffeln im Garten zu selbst angebauten Kartoffeln.
Laubkartoffeln ernten: So nutzt du Fläche und Laub clever weiter
Der ideale Moment für die Ernte
Sobald der richtige Zeitpunkt für die Ernte gekommen ist, kannst du deine Kartoffeln ganz unkompliziert aus dem Boden holen, ohne große Mühe und ohne anstrengendes Graben. Die Erde lässt sich leicht beiseiteschieben und schon hast du deine Kartoffeln in der Hand.
Das Kartoffellaub sinnvoll verwenden
Zu diesem Zeitpunkt ist das alte Kraut meist schon kräftig verrottet. Du kannst es wunderbar als schützende Mulchschicht im Staudenbeet oder unter Bäumen und Sträuchern ausbreiten. Damit sorgst du nicht nur für bessere Bodenfeuchte, sondern lieferst wichtigen natürlichen Pflanzenschutz ganz ohne Chemie für deinen Garten. Mehr Tipps dazu findest du auch unter natürlicher Pflanzenschutz.
Wann du mit der Aussaat beginnen solltest
Für eine üppige Blütenpracht ist der richtige Zeitpunkt entscheidend. Schaue am besten auf die Sortenempfehlungen auf den Samentüten, denn manche Pflanzen lieben es warm, während andere schon mit den ersten Sonnenstrahlen des Frühjahrs klarkommen. Bedenke: Auch späte Fröste können deine Saat gefährden. Daher solltest du abwarten, bis der letzte Frost vorbei ist, bevor du mit der Aussaat loslegst.
Diese Tipps helfen dir bei der Aussaat
Am besten bereitest du die Erde gut vor, indem du sie lockerst und von Steinen oder Wurzeln befreist. Die Samen kommen je nach Sorte nur ein paar Millimeter unter die Erde. Wenn du das Saatgut leicht andrückst und alles vorsichtig angießt, steht dem Keimen nichts mehr im Weg. Ein feiner Wasserstrahl und ausreichend Feuchtigkeit sind wichtig, damit die Keimlinge gut wachsen. Solltest du auf der Suche nach weiteren Anregungen sein, lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Möglichkeiten der Gemüsegartengestaltung.
Was du beim späteren Umgang mit den Jungpflanzen beachten solltest
Nach dem Keimen brauchen die jungen Pflänzchen genügend Licht und frische Luft. Wenn sie zu eng stehen, pikierst du sie am besten vorsichtig um und gibst ihnen genug Platz, damit sie kräftig werden. Vergiss nicht, regelmäßig zu gießen – aber Staunässe solltest du vermeiden.
Wenn du auf die richtige Pflege achtest
Mit etwas Geduld, Liebe und Pflege werden deine Blumen oder Gemüsearten dich nach ein paar Wochen mit sattem Grün und bunten Blüten überraschen. Regelmäßiges Unkrautjäten, gelegentliches Düngen sowie ein achtsamer Blick auf Schädlinge gehören dazu, damit du lange Freude an deinem Garten hast. Noch mehr Inspiration und Tipps, wie du deinen Garten ideal pflegst, findest du übrigens auf unserer Seite zum Gartentipps sammeln.
Weitere Tipps für einen erfolgreichen Garten
Wenn du wissen willst, wie du Gartenabfälle wie Laub und Rasenschnitt im Winter sinnvoll nutzt, findest du hilfreiche Infos im Beitrag über Kompost im Winter: Laub, Rasenschnitt und Frost optimal nutzen. So startest du optimal ins neue Gartenjahr.