Gemüse im Garten natürlich düngen

Gemüse im Garten natürlich düngen

Küchenreste als natürlicher Dünger

Du musst nicht immer zu gekauftem Dünger greifen, um deine Gemüsepflanzen zu verwöhnen. Schau dich einfach in deiner eigenen Küche um: Viele Küchenabfälle, die normalerweise im Müll oder auf dem Kompost landen würden, eignen sich hervorragend, um deinen Garten auf ganz natürliche Weise zu versorgen. Wenn du darauf achtest, diese Schätze zu nutzen, tust du nicht nur deinen Pflanzen etwas Gutes, sondern handelst gleichzeitig besonders nachhaltig.

Mehr Nachhaltigkeit beim Gärtnern

Was oft als Abfall betrachtet wird, hat im Garten einen echten Wert. Nutze das, was bei dir zuhause übrig bleibt, und gib deinen Pflanzen damit einen natürlichen Nährstoffschub. Gerade im ökologischen Gartenbau ist dieses Prinzip unverzichtbar.

Du findest viele Anregungen rund um natürlichen Dünger und seine richtige Anwendung im Garten, etwa auf der Seite über natürlichen Dünger im Garten. So bringst du essbare Abfälle wieder sinnvoll in den Kreislauf zurück und trägst aktiv zu einem umweltfreundlicheren Garten bei.

Mehr Wertschätzung für Küchenreste

Wenn du lernst, Küchenabfälle gezielt einzusetzen, kannst du viel Geld sparen und zudem auf chemische Düngemittel verzichten. Viele dieser Reste sind viel zu wertvoll, um im Biomüll zu landen! Stattdessen kannst du sie direkt nutzen, um den Boden und damit dein Gemüse zu stärken. So werden aus vermeintlichen Abfällen echte Schätze für deinen Garten.

Jauche aus Brennnesseln und Beinwell selbst ansetzen

Die Herstellung deiner Pflanzenjauche

Ganz einfach kannst du deine Pflanzenjauche herstellen: Für etwa 10 Liter Wasser brauchst du rund ein Kilo frisches Pflanzenmaterial oder alternativ 150 Gramm getrocknete Brennnesseln oder Beinwell. Gib alles zusammen in ein großes Gefäß, das du für zwei bis drei Wochen an einen warmen Platz stellst.

Rühre die Mischung einmal täglich kräftig durch. Im Verlauf beginnt die Jauche zu gären und zu schäumen. Sobald keine Bläschen mehr aufsteigen, ist der Prozess abgeschlossen. Dann entfernst du die festen Pflanzenteile – das geht am besten mit einem Sieb.

Der strenge Geruch lässt sich gut abmildern, indem du etwas Gesteinsmehl, Lehmerde oder getrocknete Eichenblätter zugibst. Bevor du die Jauche im Garten verstreust, solltest du sie immer mit Wasser im Verhältnis 1:10 verdünnen.

Was bringt dir eine Jauche aus Brennnesseln und Beinwell?

Mit deiner selbstgemachten Jauche versorgst du deine Pflanzen auf natürliche Weise mit vielen Mineralien und wichtigen Nährstoffen. In den Brennnesseln steckt zum Beispiel ordentlich Stickstoff, wertvolles Kalium und Kieselsäure, das macht sie zu einer echten Power-Nahrung für dein Gemüse.

Beinwell enthält daneben noch Phosphat, Spurenelemente, Gerbstoffe und weitere Inhaltsstoffe, von denen viele Kulturen profitieren. Du kannst wirklich jede Beinwell-Art verwenden, um die Jauche anzusetzen und so deine Pflanzen zu unterstützen.

Tipp für deinen Garten

Wenn du gerne langfristig Beinwell vorrätig haben möchtest, lohnt sich der Kaukasus-Beinwell. Er ist nicht nur ein zuverlässiger Bodendecker, sondern zieht im Frühling massenhaft Hummeln an. So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: du hast grünes Material zum Ansetzen der Jauche und gleichzeitig einen nützlichen Helfer für die Bestäubung deiner Pflanzen im Garten.

Deine Pflanzen freuen sich über Brennnessel- und Beinwelljauche

Tomaten, Kartoffeln, Artischocken oder Kürbisse wachsen mit dieser natürlichen Nährstoffquelle besonders üppig. Mit pflanzlicher Jauche stärkst du das Wachstum und unterstützt eine reiche Ernte – und das alles ohne Chemie. Übrigens findest du auf dem Blog noch mehr Tipps für natürlichen Pflanzenschutz sowie eine ausführliche Anleitung, wie du Brennnesseljauche selbst herstellen kannst.

Kaffeesatz: Kraftpaket für Boden und Kompost

Kaffeesatz ist eine tolle natürliche Quelle für Stickstoff, Schwefel und Phosphor – alles, was deine Pflanzen lieben. Auch für deinen Kompost ist Kaffeesatz echtes Powerfood, Regenwürmer werden davon regelrecht angelockt und sorgen für wertvollen Humus. Übrigens: Nicht nur Kaffeesatz, auch Teeblätter – besonders von grünem oder schwarzem Tee – sind prima für Gewächse, die saure Erde bevorzugen.

Für diese Pflanzen ist Kaffeesatz besonders geeignet

Möchtest du deinen Heidelbeeren, Hortensien oder Rhododendren etwas Gutes tun, kannst du sie regelmäßig mit Kaffeesatz versorgen. Diese Pflanzen danken es dir mit kräftigem Wachstum.

Wenn du deinen Boden zusätzlich verbessern möchtest, erfährst du im Beitrag über das natürliche Optimieren von Gartenböden mehr darüber, wie du Humus aufbaust und den pH-Wert auf deine Pflanzen abstimmst: natürliche Möglichkeiten zur Bodenverbesserung.

Eierschalen im Garten clever verwenden

So gehst du vor

Sammle deine Eierschalen nach dem Kochen und achte darauf, dass keine Eiweißreste mehr an der Schale kleben. Am besten lässt du sie kurz im Ofen mitbacken – das hält Schädlinge fern und erleichtert das anschließende Zerkleinern. Danach zerdrückst oder mörserst du die Schalen, damit sie sich im Beet rascher auflösen und ihre wertvollen Nährstoffe freigeben.

Warum Eierschalen für deinen Garten sinnvoll sind

Eierschalen sind eine natürliche Kalziumquelle und fördern insbesondere das Wachstum von Pflanzen, die auf kalkreiche Erde stehen. Sie verbessern die Bodenqualität und sorgen dafür, dass deine grünen Lieblinge besonders kräftig gedeihen.

Diese Pflanzen lieben Eierschalen

Besonders glücklich machst du mit den zerkleinerten Schalen zum Beispiel Rosmarin, Schnittlauch oder auch Zistrosen und Lenzrosen. Diese Arten profitieren am meisten vom Extra-Kalzium in der Erde.

Wenn du dich noch genauer darüber informieren möchtest, was du im Frühjahr im Garten anpacken kannst, findest du praktische Tipps unter Garten im April: Was jetzt säen, pflanzen und pflegen. Auch rund ums Hochbeet bepflanzen und natürliche Nährstoffversorgung wirst du dort fündig.

Kartoffelwasser – Ein natürlicher Dünger aus der Küche

So nutzt du das Wasser von Pellkartoffeln im Garten

Hast du Wasser übrig, in dem du Pellkartoffeln gekocht hast? Gieß es nicht weg! Stattdessen füllst du es einfach in eine Schale oder Kanne um. Achte darauf, dass das Wasser vollkommen salzfrei bleibt. Lass es gut auskühlen, bevor du es direkt – ohne zu verdünnen – für deine Pflanzen verwendest.

Deshalb lohnt sich Kartoffelwasser als Dünger

Im Kochwasser von Pellkartoffeln stecken viele wichtige Nährstoffe, besonders Kalium und wertvolle Vitamine. All diese Stoffe lösen sich beim Kochen aus der Schale der Kartoffeln ins Wasser. Genau diese Schale sorgt also für die Düngepower. Mit herkömmlich geschälten Kartoffeln klappt der Trick übrigens nicht und du brauchst auch keine Sorge vor einer Überdüngung zu haben – das ist mit Kartoffelwasser praktisch ausgeschlossen.

Diese Pflanzen lieben das nahrhafte Kartoffelwasser

Tomaten sind absolute Fans von zusätzlichem Kalium, sie danken es dir mit kräftigem Wuchs und reicher Ernte. Aber auch Zimmerpflanzen genießen die natürliche Nährstoffzufuhr aus kaltem Kartoffelwasser. Noch mehr Tipps, wie du Gemüse unkompliziert selbst anbauen kannst, findest du auf der Seite Gemüse anbauen leicht gemacht: 11 Sorten für Anfänger + Tipps.