Brennnesseljauche selber machen: Herstellung, Anwendung, Dosierung

Du willst deine Pflanzen natürlich stärken und Schädlinge ohne Chemie in Schach halten? Brennnesseljauche liefert Nährstoffe wie Kalium und Eisen und fördert die Abwehr.

Hier erfährst du, wie du sie in wenigen Schritten ansetzt, richtig verdünnst (1:10) und sicher auf Blatt und Boden anwendest – für kräftiges Wachstum im Beet und Topf.

Brennnesseljauche selber machen: Herstellung, Anwendung, Dosierung

Warum solltest du Brennnesseljauche verwenden?

Brennnesseljauche ist ein bewährtes Hausmittel für den Garten und wird von vielen Hobbygärtnern als natürlicher Dünger und Pflanzenstärkungsmittel eingesetzt. Sie enthält wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff, Kalium, Eisen und Kieselsäure. Diese fördern ein kräftiges Pflanzenwachstum und stärken die Widerstandskraft gegen Krankheiten und Schädlinge.

Besonders Starkzehrer wie Tomaten, Gurken oder Kürbisse profitieren von der nährstoffreichen Pflanzenjauche. Gleichzeitig kann Brennnesseljauche dabei helfen, Blattläuse und andere Schädlinge fernzuhalten. Ein weiterer Vorteil: Pflanzenschutz und Düngung funktionieren ganz ohne chemische Zusätze.

Wenn du regelmäßig Brennnesseljauche herstellen möchtest, lohnt es sich, Brennnesseln an einer versteckten Stelle im Garten wachsen zu lassen. Die Große Brennnessel ist außerdem eine wichtige Futterpflanze für viele Insekten und trägt so zur Artenvielfalt im Garten bei.

Wie stellst du Brennnesseljauche selbst her?

Die Herstellung von Brennnesseljauche ist einfach und kostengünstig. Du benötigst:

Schneide die Brennnesseln klein und gib sie in das Gefäß. Übergieße alles mit Wasser, sodass alle Pflanzenteile bedeckt sind. Anschließend rührst du die Mischung gründlich um.

Damit sich der starke Geruch reduziert, kannst du etwas Gesteinsmehl, Kompost oder Lehmerde hinzufügen. Decke das Gefäß luftdurchlässig ab, zum Beispiel mit einem Jutesack, damit die Jauche während der Gärung atmen kann.

Die Mischung sollte nun etwa 10 bis 14 Tage an einem sonnigen, aber nicht zu heißen Ort ziehen. Rühre die Jauche täglich um. Sobald keine Blasen mehr aufsteigen, ist die Brennnesseljauche fertig.

Unterschied zwischen Jauche und Brühe

Pflanzenjauchen entstehen durch die Gärung von Pflanzenteilen in Wasser und besitzen eine starke Düngewirkung.

Eine Pflanzenbrühe wird dagegen nur kurz angesetzt: Die Pflanzenteile ziehen höchstens 24 Stunden im Wasser und werden anschließend kurz aufgekocht. Brühen dienen vor allem als Pflanzenstärkungsmittel und sollten möglichst frisch verwendet werden.

Wie wendest du Brennnesseljauche an?

Vor der Anwendung solltest du die Brennnesseljauche durch ein Tuch oder Sieb filtern, damit keine Pflanzenteile Sprühdüsen verstopfen.

Zur Anwendung wird die Jauche immer verdünnt:

  • Verhältnis 1:10 mit Wasser als Dünger
  • zum Gießen direkt an die Pflanzen
  • zum Sprühen gegen Schädlinge auf Blätter und Stängel

Besonders bei Blattläusen oder Mehltau kann Brennnesseljauche unterstützend wirken. Beim Sprühen solltest du beachten, dass behandelte Blätter anschließend nicht direkt verzehrt werden sollten.

Zusammenfassung

Brennnesseljauche ist ein vielseitiges und natürliches Mittel für den Garten. Sie versorgt Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen, stärkt ihre Abwehrkräfte und kann Schädlinge auf natürliche Weise reduzieren. Gleichzeitig ist sie einfach selbst herzustellen und eine nachhaltige Alternative zu chemischen Düngern und Pflanzenschutzmitteln.

 

Quelle: ARD BUFFET

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