Gemüse im Spätsommer richtig düngen

Wann lohnt sich das Düngen im Spätsommer?

Damit dein Gemüse bis in den Herbst gesund bleibt, ist es wichtig, genau auf die Pflanzen zu achten. Schau dir deine Gemüsepflanzen im August und September gut an: Wenn die Blätter schon schlapp werden und die Pflanze ihr Wachstum einstellt, kannst du mit weiterem Dünger aufhören. Wirkt dein Gemüse dagegen noch kräftig und entwickeln sich noch Früchte, dann freut es sich über eine Extraportion Nährstoffe. Vor allem Fruchtgemüse wie Tomaten oder Paprika sowie winterharte Kohlarten profitieren von einer letzten Düngergabe am Ende des Sommers.

Ein Korb voller frischem Gemüse und Obst, darunter Zucchini, Trauben, Tomaten und Zwiebeln

Welcher Dünger ist jetzt der richtige für dein Gemüse?

Im Spätsommer brauchen deine Gemüsepflanzen schnell verfügbare Nährstoffe. Flüssigdünger auf organischer Basis oder fein gemahlenes Hornmehl sind hier ideal, denn sie wirken rasch – vorausgesetzt, es ist feucht genug oder du gießt regelmäßig. Hornspäne oder andere grobkörnige Dünger kannst du jetzt besser stehen lassen, da sie zu langsam zersetzen. Auch frischen Mist solltest du im Herbst meiden, weil er für diese Jahreszeit ungeeignet ist. Achte beim Düngen unbedingt darauf, den Boden nicht mit Stickstoff zu überladen, denn das schadet den Pflanzen und belastet das Grundwasser. Lieber maßvoll düngen statt zu viel – so haben Früchte die besten Bedingungen zum Ausreifen. Weitere Tipps zur umweltfreundlichen Pflege findest du auch im Beitrag zum natürlichen Pflanzenschutz.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die letzte Spätdüngung?

Die letzten Düngergaben solltest du am besten Anfang September abschließen. Diese Versorgung reicht deinen Pflanzen bis zur Frostgrenze vollkommen aus. Nach der finalen Düngung empfiehlt es sich, bei Tomaten die Triebspitzen oberhalb der letzten Fruchtstände zu kappen – so stecken sie ihre Energie in die vorhandenen Früchte und nicht mehr ins Wachsen. Lass dabei ruhig noch ein bis zwei Blätter als Schutz dran, das hilft beim Nachreifen.

Welche Gemüsesorten kannst du noch düngen?

Dazu gehören unter anderem Tomaten, Zucchini, Gurken, Paprika und Auberginen. Diese wärmeliebenden Pflanzen benötigen in der Regel einen sonnigen Standort sowie eine ausreichende Versorgung mit Wasser und Nährstoffen. Grünkohl, Rosenkohl, Knollensellerie, Pastinaken, Rote Bete und Steckrüben sind besonders gut an kühlere Temperaturen angepasst und können teilweise bis weit in den Herbst oder Winter hinein geerntet werden.

 

Welche Gemüsesorten solltest du nicht mehr düngen?

Bestimmte Gemüsesorten, wie etwa Kürbisgewächse, brauchen im August und September keinen Dünger mehr. Die Pflanzen konzentrieren sich jetzt nur noch aufs Ausreifen, weiteres Düngen wäre überflüssig. Auch genügsame Sorten wie Herbstsalate oder Schwarzwurzeln schöpfen noch genug Nährstoffe aus dem Boden. Gleiches gilt für Obststräucher sowie Stauden im Garten: Sie beginnen nun ihre Ruhephase und werden nicht mehr gedüngt, damit sie sich auf den Winter vorbereiten können.

Wenn du deinen Garten für die kommende Saison optimal vorbereiten möchtest, sieh dir doch auch die Tipps für die Gartenarbeit im Herbst an.

Mehr Anregungen für eine reiche Ernte kannst du außerdem beim Thema Hochbeet bepflanzen finden.