Rhabarber im Garten: pflanzen, pflegen und richtig ernten
Du willst jahrelang aromatischen Rhabarber ernten? Mit dem passenden Standort und wenig Aufwand gelingt dir eine robuste, ertragreiche Staude.
Entscheidend sind Licht, Wasser und der richtige Erntezeitpunkt. Hier erfährst du, wie du Fehler vermeidest und die Pflanze dauerhaft vital hältst.
Wichtig bei Standort, Wasserbedarf und Erntefenster bei Rhabarber
- Mehrjährig und standorttreu: Rhabarber bleibt oft über 8 Jahre am Platz – deine dauerhafte, helle Standortwahl prägt den Ertrag.
- Licht und Wasser als Ertragsfaktoren: Sonnig bis halbschattig fördert kräftige Stiele; mit viel Sonne steigt durch die großen Blätter die Verdunstung – dein Gießbedarf nimmt zu.
Wenn du dich dazu entschließt, Rhabarber in deinem Garten anzupflanzen, steht dir ein unkompliziertes Projekt bevor – vorausgesetzt, du gehst ein paar Fehlern aus dem Weg. Mit der richtigen Herangehensweise kannst du dich Jahr für Jahr an köstlichem Rhabarberkompott, Rhabarberkuchen und vielem mehr erfreuen.
Der ideale Ort für deinen Rhabarber
Rhabarber kommt zwar auch mit etwas Schatten zurecht, doch zu dunkel sollte der Standort nicht sein. Damit die kräftigen, saftigen Stängel optimal gedeihen, bietet sich ein sonniger bis halbschattiger Platz an – beispielsweise unter dem lockeren Blätterdach von Obstbäumen.
Überlege dir gut, wo du die Pflanze unterbringst. Sie bleibt nämlich viele Jahre am gleichen Standort, oft sogar mehr als acht Jahre. Je heller der Platz, desto besser fällt später die Ernte aus. Bedenke aber: Je mehr Sonne die Pflanze abbekommt, desto wichtiger ist es, sie in heißen Sommerwochen regelmäßig zu gießen.
Über die großen Blätter verdunstet nämlich jede Menge Wasser.
Geduld beim Ernten zahlt sich aus
Bei Rhabarber braucht es ein wenig Geduld, bevor du dich an den ersten Stangen bedienen kannst. Lass die Pflanze im ersten Jahr in Ruhe wachsen. Im zweiten Jahr ist Zurückhaltung ebenfalls angesagt: Ernte höchstens ein paar wenige Stängel.
Erst ab dem dritten Jahr darfst du dann richtig zugreifen, vorzugsweise von Anfang April bis etwa Ende Juni. Am besten pflückst du nur die kräftigsten Blattstiele und lässt immer etwa ein Drittel der Stängel stehen. Diese verbleibenden Blätter sammeln über den Sommer wertvolle Reserven für die kräftige, langlebige Pflanze.
So bleibt deine Staude vital und schenkt dir auf lange Sicht eine reiche Ernte. Wenn du dich generell für Gemüse im eigenen Garten interessierst, findest du weitere Tipps unter Gemüse anbauen für Anfänger.
Rhabarber richtig ernten
Auch bei der Ernte gibt es einen wichtigen Kniff: Schneide die Stängel nicht ab! Greife die Rhabarberstiele möglichst tief und drehe sie leicht, bevor du sie nach oben herausziehst. So vermeidest du Fäulnis an der Pflanze. Die großen Blätter kannst du mit einem scharfen Messer abtrennen und direkt als Mulchmaterial rund um die Staude verteilen – das tut dem Boden gut. Brich nie alle Stiele auf einmal ab, sondern pflück immer wieder etwa ein Drittel der vorhandenen Blattstiele, optimalerweise alle zehn Tage.
Mit diesen Tricks gedeiht dein Rhabarber prächtig und beschert dir viele Jahre lang eine üppige Ernte. Möchtest du noch mehr darüber erfahren, welche Arbeiten im Frühling anstehen, schau dir auch die Empfehlungen zum Garten im April an.
Weitere Tipps
Drehe die Stiele am Grund leicht und ziehe sie heraus; ernte alle 10 Tage nur die kräftigsten und lasse etwa ein Drittel stehen. Schneide die Blätter sofort ab und nutze sie als Mulch rund um die Staude.
Produkt-Tipp
Weitere passende Ratgeber: Garten im April, Balkongemüse im Juni.