Blattrippenstecher erkennen und wirksam bekämpfen (Rhynchites pauxillus)

Vertrocknende, früh abfallende Blätter? Möglicherweise steckt der Blattrippenstecher dahinter.

Er bohrt am Übergang von Blattstiel zur Mittelrippe und legt dort Eier ab. Die Larven fressen die Mittelrippe, das Blatt trocknet aus und fällt ab.

Kurz erklärt

Den Blattrippenstecher erkennst du an kleinen Bohrlöchern am Übergang von Blattstiel zur Mittelrippe und an vorzeitig vertrocknenden, abfallenden Blättern. Fanggürtel für überwinternde Käfer und das Abklopfen im Frühjahr reduzieren den Befall wirksam.

Blattrippenstecher erkennen und wirksam bekämpfen (Rhynchites pauxillus)

Wichtig bei Blattrippenstecher erkennen und wirksam bekämpfen (Rhynchites pauxillus)

  • Eier werden von unten in den Blattstiel direkt an der Mittelrippe abgelegt; die Larven fressen die Mittelrippe aus und kappen die Saftzufuhr des Blattes.
  • Typisches Schadbild bei dir: Blätter vertrocknen und fallen früh ab, bevor die Larven ihre Fraßstelle verlassen und sich in der Erde verpuppen.
  • Junge Käfer erscheinen im Herbst oder Frühjahr; überwinternde Käfer nutzen Fanggürtel gern als Unterschlupf – ein wichtiges Zeitfenster zur Bestandsreduktion.

Der Blattrippenstecher (Rhynchites pauxillus):

Der Käfer bohrt von unten in den Blattstiel, an der Stelle, wo er in die Mittelrippe des Blattes übergeht, kleine Löcher. In diese werden die Eier abgelegt. Die entstehenden Larven fressen die Mittelrippe aus und unterbinden so dem Blatt die Saftzufuhr: Die Folge hiervon ist, dass das Blatt vertrocknet und abfällt. Die Larven verlassen danach ihre Fraßstellen und verpuppen sich in der Erde. Im Herbst oder Frühjahr erscheint dann der junge Käfer.Maßnahmen:

Ein Insektenfanggürtel ist anzulegen, der von den überwinternden Käfern gern als Unter-schlupf angenommen wird. Im Frühjahr empfiehlt sich das Abklopfen der Käfer auf untergelegte Tücher. Befalle Blätter einsammeln und entsorgen (nicht über den Kompost).

Blattrippenstecher sicher erkennen

Achte auf plötzlich welkende Einzelblätter in sonst gesundem Laub. Typisch ist ein kleines, rund-ovales Loch an der Unterseite des Blattstiels genau am Übergang zur Mittelrippe. Häufig fallen betroffene Blätter noch grün zu Boden; beim Aufbrechen ist die Mittelrippe innen ausgehöhlt oder braun ausgenagt. Im Unterschied zu Trockenstress sind meist nur verstreute Blätter betroffen, nicht ganze Triebe.

Befallszeit und Lebenszyklus

Erwachsene Käfer werden mit dem Austrieb im Frühjahr aktiv und bohren zur Eiablage am Übergang von Blattstiel zur Mittelrippe. Von Frühling bis in den Sommer entstehen so die typischen Schadbilder. Die Larven fressen nur in der Mittelrippe, die Saftzufuhr reißt ab, das Blatt vertrocknet und fällt vorzeitig. Anschließend verpuppen sich die Larven in der Erde. Junge Käfer erscheinen im Herbst oder erst im folgenden Frühjahr und überwintern als Käfer in geschützten Verstecken, die auch von Fanggürteln angenommen werden.

Wirksame Maßnahmen im Garten

Lege ab Spätsommer Fanggürtel an und belasse sie bis ins Frühjahr; kontrolliere und entsorge den Fang regelmäßig. Klopfe im Frühjahr an kühlen Morgen die Äste über einem Tuch ab und sammle die herunterfallenden Käfer auf. Sammle auffällig welkende sowie abgefallene Blätter zeitnah ein und entsorge sie nicht über den Kompost. Halte den Bereich unter den Gehölzen sauber (Laub und Schnittgut entfernen), um Entwicklungs- und Überwinterungsplätze zu reduzieren. Wiederhole Kontrollen während Austrieb und Frühsommer in kurzen Abständen.

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