Gartenlaubkäfer erkennen und vorbeugen: Schäden an Rasen, Rosen und jungen Äpfeln

Braune Flecken im Rasen und angefressene Rosenblätter im Frühsommer? Häufig ist der Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola) die Ursache.

Hier liest du, wann er auftritt, wie du Schäden sicher erkennst – auch an jungen Apfelfrüchten – und welche Vorbereitung vor der Neuanlage wirklich hilft.

Gartenlaubkäfer erkennen und vorbeugen: Schäden an Rasen, Rosen und jungen Äpfeln

Wichtig beim Gartenlaubkäfer

  • Die Käfer sind vor allem im Mai und Juni aktiv – kontrolliere Rosen, Obstbäume und Rasenflächen in dieser Zeit regelmäßig.
  • Bräunliche Rasenstellen entstehen oft durch Larven unter der Erde; prüfe verdächtige Flächen, indem du den Rasen anhebst oder spatest.
  • Vor Neupflanzung oder Neusaat die Fläche gründlich über Kreuz fräsen, um Larven und Wurzelreste zu reduzieren.

Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola)

Sehen dem Maikäfer ähnlich, sind aber nur etwa halb so groß. Am häufigsten sind sie im Mai und im Juni auf Wiesen zu beobachten. Von diesen wandern sie in Gärten und zu Obstbäumen. Fressen an oberirdischen Teilen verschiedener Pflanzen wie Rosenblättern und jungen Apfelfrüchten. Larven leben unterirdisch und sehen denen des Maikäfers ebenfalls ähnlich. Befallene Rasenflächen weisen bräunliche, vertrocknete Stellen auf. Gräser deren Wurzeln geschädigt wurden, verkümmern oder sterben ab.

Maßnahmen:

Beste Methode ist vor Neupflanzung bzw. Neusaat die Fläche gründlich über Kreuz zu fräsen.

Befallszeit und Erkennen

Gartenlaubkäfer sind vor allem im Mai und Juni aktiv, oft an warmen Nachmittagen und Abenden. Du findest die etwa halb so großen „Maikäfer-Zwillinge“ mit bronzefarbenen Flügeldecken und grünlich schimmerndem Kopf/Brust an Rosen, Obstbäumen und auf Rasenflächen. Die Larven (engerlingsartig, C-förmig, weiß mit braunem Kopf) leben im Boden und schädigen Graswurzeln.

Typische Schäden sicher zuordnen

Im Rasen zeigen sich nesterweise bräunliche, vertrocknete Stellen; das Gras lässt sich samt Wurzeln leicht anheben, darunter findest du lockere Erde und oft Larven. An Rosen treten gezackte Randfraßspuren und „skelettierte“ Blattpartien auf. Junge Äpfel weisen flache Fraßstellen auf, die später korkig vernarben; kleine Früchte können sich verformen oder früh abfallen.

Konkrete Maßnahmen und Vorbeugung

Kontrolliere im Mai/Juni mehrmals pro Woche Rosen, Obstbäume und Rasen; sammle Käfer morgens oder abends ab und schüttle Sträucher über ein Tuch aus. Prüfe verdächtige Rasenflächen per Spatenprobe und hebe Soden an, um Larven zu entfernen. Halte den Rasen in der Flugzeit nicht zu kurz, schließe Lücken rasch durch Nachsaat. Vor Neupflanzung oder Neusaat die Fläche gründlich über Kreuz fräsen und dabei Larven sowie Wurzelreste entfernen; anschließend zügig einsäen, damit wenige offene Bodenstellen für die Eiablage bleiben.

Weitere passende Ratgeber: Engerlinge im Rasen, Organischer Tannendünger, Spargelfliege erkennen und natürlich bekämpfen.