Apfelmehltau erkennen und eindämmen: Symptome, Vorbeugung, Maßnahmen
Mehliger Belag und eingerollte Blätter am Apfelbaum? Häufig steckt Apfelmehltau (Podosphaera leucotricha) dahinter, der auch Blütentriebe befällt und den Baum schwächt.
Wer die Anzeichen früh sieht, kann gezielt handeln: befallene Triebspitzen im Frühjahr entfernen und verbrennen, zur Stärkung mit Schachtelhalm spritzen und beim Kauf resistente Sorten wählen.

Wichtig bei Apfelmehltau erkennen und eindämmen
- Halte apfelmehltau erkennen und eindämmen durch luftigen Standort und ausreichenden Pflanzabstand trocken.
- Entferne befallene Blätter frühzeitig und gieße möglichst morgens bodennah.
- Setze auf robuste Sorten und stärke gesunde Pflanzenteile gleichmäßig vor Spitzenbefall.
Apfelmehltau (Podosphaera leucotricha):
Im Frühjahr finden wir an Apfelbäumen vereinzelt Triebbüschel, deren Blätter wie mit Mehl überstäubt erscheinen und zusammengerollt sind. Auch können die Blütentriebe von dem Echten Mehltau befallen werden. Das erkrankte Gewebe vertrocknet und stirbt ab. Der Mehltau überwintert in den Knospen, die bereits im vergangenen Sommer infiziert wurden. Starker Befall kann zu einer erheblichen Schwächung des Baumes führen.
Maßnahmen:
Der Echte Mehltau ist ein Schönwetterpilz, der sich vor allem in den schwülwarmen Sommerwochen ausbreitet. Vorbeugend zur Pflanzenstärkung mit Schachtelhalm spritzen. Durch Abschneiden und Verbrennen der befallenen Triebspitzen im Frühjahr lässt sich der Mehltau eindämmen. Beim Kauf sollten resistente Sorten bevorzugt werden.
Symptome sicher erkennen
Apfelmehltau zeigt sich zuerst am jungen Austrieb: Auf Blättern und Triebspitzen liegt ein weißlich-mehliger Belag, die Blätter bleiben klein, rollen sich nach oben ein und wirken spröde. Befallene Blütenbüschel erscheinen ebenfalls mehlig, öffnen sich schlecht und vertrocknen. Bei starkem und frühem Befall können sich an jungen Früchten später raue, netzartige Stellen bilden; Triebe bleiben insgesamt kurz und schwach.
Befallszeit und Entwicklung
Der Erreger überwintert in bereits im Vorjahr infizierten Knospen. Kurz nach dem Austrieb im Frühjahr treten die ersten „Fahnen-Triebe“ mit weißem Belag auf. In warmen, trockenen bis schwülwarmen Phasen breitet sich der Pilz rasch weiter aus, anhaltender Regen bremst ihn. Dichte, schattige Kronen und weiches, stark stickstoffbetontes Wachstum begünstigen einen Massenbefall und schwächen den Baum zusätzlich.
Vorbeugung und gezielte Maßnahmen
Halte den Baum durch Auslichtungsschnitte, sonnigen Standort und ausreichenden Pflanzabstand luftig; gieße morgens bodennah und dünge ausgewogen, ohne Stickstoffüberschüsse. Kontrolliere ab dem Knospenaufbruch regelmäßig und schneide befallene Triebspitzen früh und wiederholt 15–20 cm ins gesunde Holz zurück; Schneidwerkzeuge zwischendurch desinfizieren und Schnittgut nicht kompostieren. Zur Stärkung kannst du ab dem Frühjahr mehrmals mit Schachtelhalm spritzen; bei Neupflanzungen helfen robuste, mehltau-tolerante Sorten, den Druck dauerhaft zu senken.
Produkt-Tipp
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