Echter Mehltau an Weinreben: Symptome erkennen und vorbeugen

Ab Mai fällt an Weinreben oft ein weißgrauer Belag auf – Echter Mehltau (Oidium tuckeri). Der Pilz vermehrt sich über Sporen, schwächt die Pflanze, lässt Blätter absterben und kann Beeren aufplatzen lassen.

Mit passender Sortenwahl und guter Kulturführung senkst du das Risiko. Hier findest du die wichtigsten Anzeichen und zentrale Vorbeugemaßnahmen.

Echter Mehltau an Weinreben: Symptome erkennen und vorbeugen

Wichtig bei Echtem Mehltau an Reben

  • Kontrolliere ab Mai Blatt- und Beerenbelag wöchentlich und entferne befallene Triebspitzen frühzeitig.
  • Halte Reben am Spalier luftig, gieße morgens bodennah und dünge ausgewogen ohne späten Stickstoff.
  • Sammle Falllaub ein und wähle bei Neupflanzungen mehltautolerante Sorten.

Echter Mehltau der Reben (Oidium tuckeri): Der Echte Mehltau zeigt sich ab Mai. Die befallenen Pflanzenteile sind von einem weißgrauen Belag überzogen, in welchem die Fruchtkörper des Pilzes gebildet werden. Die Vermehrung erfolgt durch Sporen. Als Folge des Befalls sterben die Blätter ab. Die von dem Echten Mehltau infizierten Beeren platzen auf, so dass die Kerne freiliegen (Samenbruch).

Maßnahmen:

Mehltauresistente Sorten wählen, Pflanzabstände einhalten, Überdüngung vermeiden. Wiederholt vorbeugend mit PFLANZENARZT® Schachtelhalm & Hafer 1 l zur Pflanzenstärkung spritzen.

Praxis im Überblick

Pflanzenmaterial grob vorbereiten, mit Wasser bedeckt fermentieren lassen, regelmäßig umrühren, abseihen, verdünnen und die Lösung im Wurzelbereich ausbringen.

Symptome und Risikophasen

Ab Mai erscheint auf Blattoberseiten, jungen Trieben und Beeren ein trocken abwischbarer grau-weißer Belag. Kritisch ist die Phase von kurz vor der Blüte bis zur Beerengröße Erbsen; warm-trockene Tage mit taufeuchten Nächten begünstigen Infektionen.

Gezielt vorbeugen und behandeln

Kontrolliere ab Austrieb wöchentlich und entferne befallene Triebspitzen. Halte die Rebe luftig am Spalier, gieße morgens bodennah und dünge ausgewogen. Sammle Falllaub ein und wähle bei Neupflanzungen mehltautolerante Sorten. Bei Bedarf kann vorbeugend Schachtelhalm zur Pflanzenstärkung eingesetzt werden.