Zitronenbaum überwintern

Zitronenbaum überwintern

Wie kommt der Zitronenbaum über den Winter? Hier die grundlegenden Tipps vom Pflanzenarzt Rene Wadas.

Warum der Zitronenbaum im Winter besondere Pflege braucht

Der Zitronenbaum stammt ursprünglich aus warmen Regionen, wie etwa dem Mittelmeerraum. Dort hat er es meistens schön sonnig und frostfrei. In unseren Breiten hingegen wird es im Winter oft richtig kalt – das kann dem Zitronenbaum ganz schön zusetzen. Damit dein Baum gesund bleibt und im nächsten Jahr wieder kräftig wächst und blüht, ist das richtige Überwintern besonders wichtig. Zitronenbäume sind zwar robust, aber eben nicht frosthart. Sobald die Temperaturen unter fünf Grad Celsius fallen, fangen die Probleme an. Deshalb solltest du ihn im Herbst gut vorbereiten und rechtzeitig ins Winterquartier bringen.

Der richtige Zeitpunkt und die Vorbereitung zum Überwintern

Achte im Herbst gut auf das Wetter. Sobald die Nächte dauerhaft kälter werden und sich der erste Nachtfrost ankündigt, ist es höchste Zeit, den Zitronenbaum hereinzuholen. Die meisten Pflanzenärzte – wie Rene Wadas – empfehlen, den Zitronenbaum schon bei Temperaturen unter zehn Grad ins Haus oder den Wintergarten zu stellen. Bevor du ihn hereinholst, schau dir den Baum genau an: Entferne alles, was krank oder beschädigt aussieht. Auch vertrocknete oder gelbe Blätter solltest du abschneiden. Am besten kontrollierst du auch gleich, ob sich Schädlinge wie Schildläuse oder Spinnmilben auf dem Baum versteckt haben.

Das ideale Winterquartier für deinen Zitronenbaum

Der Zitronenbaum mag es im Winter hell und kühl – das ist wichtig, damit er möglichst wenig Blätter verliert und keine Schädlinge sich ausbreiten können. Ein unbeheizter Wintergarten, ein helles Treppenhaus oder ein Frostschutzhaus sind ideal. Die Temperatur sollte zwischen fünf und zehn Grad liegen. Je kühler der Raum, desto weniger Licht braucht der Zitronenbaum. Wird es wärmer als zehn Grad, braucht er unbedingt viel Licht – durch große Fenster oder sogar Zusatzbeleuchtung. Im Wohnzimmer bei 20 Grad hat es der Zitronenbaum dagegen schwer: Es ist zu warm und oft zu dunkel. Das führt zu Blattverlust und Schwäche.

Gießen und Pflegen im Winter – weniger ist mehr

Im Winter ruht dein Zitronenbaum und wächst kaum. Deshalb braucht er auch viel weniger Wasser als im Sommer. Prüfe alle ein bis zwei Wochen die Erde: Fühlt sie sich trocken an, kannst du wieder gießen, aber nur so viel, dass sie leicht feucht bleibt. Staunässe mag der Zitronenbaum überhaupt nicht – das führt schnell zu Wurzelfäule. Die Luft sollte frisch sein, also am besten regelmäßig lüften. Gedüngt wird jetzt nicht, das kannst du wieder ab März oder April machen, wenn der Baum aus dem Winterquartier ins Freie darf.

Schädlinge und Krankheiten rechtzeitig erkennen

Beim Überwintern sind Zitronenbäume anfällig für Schädlinge, besonders bei trockener Heizungsluft. Kontrolliere Blätter und Triebe regelmäßig auf kleine Tiere oder klebrige Stellen. Entdeckst du etwas, kannst du mit einer sanften Seifenlauge abwischen oder im Fachhandel biologische Mittel gegen Schädlinge wählen. Achte darauf, dass der Standort nicht zu warm wird, denn das begünstigt den Befall.

Wann darf der Zitronenbaum wieder nach draußen?

Im Frühjahr, sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind (meist ab Mitte Mai), darf der Zitronenbaum langsam wieder ins Freie. Gewöhne ihn langsam an das Sonnenlicht, damit keine Sonnenbrandschäden entstehen: Stelle ihn die ersten Tage an einen geschützten, halbschattigen Platz und erst später in die volle Sonne.

Fazit

Mit ein wenig Aufmerksamkeit und den richtigen Schritten übersteht dein Zitronenbaum den Winter problemlos und bedankt sich im Sommer mit kräftigem Wachstum, gesunden Blättern und duftenden Blüten. Halte dich an die Tipps aus dem MDR um vier und dem Pflanzenarzt Rene Wadas – so hast du lange Freude an deinem Zitronenbaum!

 

Quelle: MDR um vier

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