Rote Spinne an Obstbäumen erkennen und bekämpfen
Feine Saugschäden und vorzeitiger Blattfall schwächen Obstbäume – oft steckt die Rote Spinne (Paratetranychus pilosus) dahinter. Im Sommer treten Larven, erwachsene Tiere und rotgefärbte Sommereier gleichzeitig auf.
Auffällig im Winter: winzige, rotglänzende Eier bedecken die Rinde wie ein roter Belag. Mit Rindenpflege, Weißanstrich und stabiler Wasserversorgung hältst du den Befall in Schach.
Die Rote Spinne ( Paratetranychus pilosus ) wird durch ihr Saugen an den Blättern unserer Obstbäume schädlich. Bei stärkerem Befall kommt es zu vorzeitigem Blattfall: Im Laufe des Jahres treten mehrere Generationen auf, die sich so überschneiden, dass man im Sommer sämtliche Entwicklungsstadien nebeneinander vorfindet: Larven, ausgewachsene Tiere und die rotgefärbten Sommereier.
Die Überwinterung erfolgt im Eisstadium. Die nur 0,1 mm großen, rotglänzenden Wintereier finden sich oft in solchen Massen auf der Rinde, dass sie mit bloßem Auge als roter Belag gut zu erkennen sind.
Maßnahmen:Die Bekämpfung der Wintereier erfolgt durch Rindenpflege inkl. Weißanstrich. Zur Gesunderhaltung Brennnessel oder Rainfarn/Wermut spritzen. Pflanzen regelmäßig wässern, Baumscheibe mulchen und mit Kompost unter Zugabe von Bentonit (Gesteinsmehl) düngen.
Rote Spinne sicher erkennen
Feine, helle Saugpunkte lassen die Blätter matt und fleckig wirken; bei stärkerem Befall vergilben sie und fallen frühzeitig ab. Im Sommer findest du an einem Baum oft alle Stadien der Roten Spinne (Paratetranychus pilosus) nebeneinander: winzige Larven, bewegliche Tiere und rot gefärbte Sommereier. Prüfe ab dem Austrieb regelmäßig mit einer Lupe die Blattflächen. Im Winter weisen massenhaft rotglänzende, etwa 0,1 mm große Eier auf der Rinde – wie ein rötlicher Belag – eindeutig auf den Schädling hin.
Befallszeit und Entwicklung
Mehrere Generationen pro Jahr überlagern sich, die Hauptzeit liegt in den warmen Sommermonaten. Trockenheit fördert die Vermehrung und schwächt den Baum zusätzlich, sodass Saugschäden stärker durchschlagen. Überwintert wird im Eistadium an der Rinde; mit dem Austrieb schlüpfen die ersten Larven. Kontrolliere deshalb vom Frühjahr bis in den Spätsommer regelmäßig, um einen Anstieg rechtzeitig zu bemerken.
Gezielt handeln: Pflege und Bekämpfung
Entferne im Winter lose Rindenteile durch sorgfältige Rindenpflege und streiche anschließend die Stämme mit Weißanstrich, um die überwinternden Eier zu dezimieren. Halte die Wasserversorgung stabil, mulche die Baumscheibe und dünge mit reifem Kompost unter Zugabe von etwas Bentonit (Gesteinsmehl). Zur Stärkung in der Vegetationszeit kannst du Brennnessel- oder Rainfarn-/Wermut-Auszüge spritzen. Regelmäßige Kontrollen und gleichmäßige Pflege halten den Befall in Schach.