Kraut- und Knollenfäule an Kartoffeln erkennen & vorbeugen
Braune Blattflecken und faulende Knollen kosten schnell die Ernte. Die Kraut- und Knollenfäule breitet sich bei feuchtem Wetter rasant aus – besonders bei Frühkartoffeln.
Hier erfährst du, wie du die Krankheit früh erkennst und mit bewährten Kulturmaßnahmen vorbeugst und den Befall eindämmst.

Wichtig bei Kraut- und Knollenfäule an Kartoffeln erkennen & vorbeugen
- Entferne bei kraut- und knollenfäule an kartoffeln erkennen & vorbeugen befallenes Laub oder Früchte zeitnah und arbeite mit sauberem Werkzeug.
- Sorge für schnelles Abtrocknen nach Regen, weil feuchtes Pflanzenmaterial Pilze begünstigt.
- Stärke gesunde Pflanzenteile vorbeugend und vermeide unnötig dichte, schlecht belüftete Standorte.
Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel
(Phytophthora infestans):
Der gleiche Pilz, der bei Tomaten die Kraut- und Braunfäule verursacht, befällt auch das Kartoffelkraut und geht später auch auf die Knollen über. Gefährdet sind vor allem die Frühkartoffeln. Meistens nimmt der Befall vom Blattrand her seinen Ausgang.
Es zeigen sich braune Flecken, in deren Bereich blattunterseits bei feuchtem Wetter ein Schimmelrasen entsteht. Es sind die Sporenträger des Pilzes, die die Pilzsporen bilden. Diese werden durch Wind und Regen verbreitet und infizieren neue Blätter.
In den Boden gelangt, können sie auch die Knollen anstecken.
Maßnahmen:
Widerstandsfähige Sorten wählen. Tomaten und Kartoffeln sowie Früh- und Spätkartoffeln möglichst weit auseinander anbauen. Um ein schnelles Abtrocknen zu gewährleisten, die Pflanzenreihen in Hauptwindrichtung anlegen. Sobald sich die Reihen schließen, viermal im Abstand von einer Woche mit Algenkalk oder Gesteinsmehl (Bentonit) stäuben. Zur Pflanzenstärkung mit Brennnessel oder Schachtelhalm spritzen. Befallenes Kraut ausreißen und entsorgen. Sauber und nicht zu spät abernten und Pflanzenrückstände entsorgen.
Symptome sicher erkennen
Erste Anzeichen zeigen sich oft am Blattrand als blassgrüne, wassergetränkte Flecken, die schnell braun bis schwarz werden; auf der Blattunterseite bildet sich bei feuchtem Wetter ein weißlicher Sporenrasen. Stängel können längliche, dunkelbraune Nekrosen bekommen, ganze Triebe welken rasch. An Knollen erscheinen graubraune, feste Flecken; schneidest du sie auf, ist das Gewebe darunter rötlichbraun verfärbt und wird später durch Folgebefall weichfaulig.
Typische Befallszeit und Ausbreitung
Gefährdungsphasen liegen besonders ab Juni bei feucht-kühlem Wetter (etwa 12–20 °C) und langer Blattnässe, etwa nach Tau oder Gewitter. Nach Reihenschluss breitet sich der Erreger in dichten Beständen rasant aus. Sporen werden mit Wind und Spritzwasser verschleppt; über befallenes Laub und Boden gelangen sie zu den Knollen. Überwinternde Quellen sind u. a. liegengebliebene Knollen („Ehrenpflanzen“) und nicht entsorgte Pflanzenreste.
Konkrete Kulturmaßnahmen zur Vorbeugung und Eindämmung
Setze auf resistente Sorten und weite Fruchtfolge (3–4 Jahre ohne Kartoffeln/Tomaten auf derselben Fläche). Halte Abstand zwischen Tomaten und Kartoffeln sowie zwischen Früh- und Spätkartoffeln; pflanze luftig in Hauptwindrichtung. Entferne Ehrenpflanzen, nutze gesundes Pflanzgut und häufle hoch an, damit Knollen bedeckt bleiben. Bewässere morgens (möglichst bodennah), vermeide dichte Bestände und fördere schnelles Abtrocknen. Ab Reihenschluss regelmäßig, wie beschrieben, mit Algenkalk oder Gesteinsmehl stäuben und zur Stärkung Brennnessel- oder Schachtelhalmbrühe spritzen. Befallenes Laub umgehend entfernen (nicht kompostieren) und Werkzeuge reinigen. Vor der Ernte das Kraut 1–2 Wochen vorher entfernen, trocken und sauber ernten und alle Pflanzenreste sicher entsorgen.