Gurkenmehltau erkennen, vorbeugen und bekämpfen

Weiße Flecken auf Gurkenblättern, die sich rasch ausbreiten? Bei trockenem, warmem Wetter tritt Gurkenmehltau (Erysiphe cichoriacearum) besonders häufig auf.

Hier erfährst du, wie du Symptome früh erkennst und mit einfachen, bewährten Maßnahmen vorbeugst und eingreifst – von Sortenwahl bis Pflanzenstärkung.

Gurkenmehltau erkennen, vorbeugen und bekämpfen

Wichtig bei Mehltau

  • Pflanze nicht zu dicht und sorge für gute Luftzirkulation zwischen den Blättern.
  • Gieße morgens bodennah und entferne stark befallene Blätter frühzeitig.
  • Stärke Pflanzen gleichmäßig, weil ausgewogen ernährte Kulturen weniger anfällig sind.

Gurkenmehltau (Erysiphe cichoriacearum): Das Auftreten des Gurkenmehltaus wird durch trockenes, warmes Wetter begünstigt. Auf den Blättern zeigen sich zunächst weiße Flecken, die schließlich ineinandergreifen und einen geschlossenen Überzug bilden. Die befallenen Blätter sterben vorzeitig ab.Maßnahmen:

Mehltau-resistente Sorten wählen, nicht zu dicht pflanzen, stark treibende Dünger (mit viel Stickstoff) vermeiden, Treibhäuser gut durchlüften und Mischkulturen mit Knoblauch anlegen. Zur Pflanzenstärkung Schachtelhalm spritzen. Mit Steinmehl oder Algenkalk stäuben. Kranke Blätter und Pflanzenteile frühzeitig abschneiden und entsorgen.

 

Gurkenmehltau sicher erkennen

Erste Anzeichen sind kleine, mehlig-weiße Punkte auf der Oberseite älterer Blätter. Der Belag lässt sich anfangs leicht abwischen, breitet sich bei trocken-warmem Wetter rasch zu größeren Flächen aus und überzieht schließlich ganze Blätter. Im Verlauf vergilben die Blätter, werden braun und trocknen ein; Triebe schwächeln und der Ertrag sinkt. Im Freiland tritt der Pilz meist ab Juni/Juli verstärkt auf, im Gewächshaus oft früher. Zur Abgrenzung: Falscher Mehltau zeigt gelblich-eckige Flecken und einen grauen Belag auf der Blattunterseite, vor allem bei feucht-kühler Witterung.

Vorbeugen im Beet und Gewächshaus

Pflanze mit ausreichend Abstand und leite Gurken an Rankhilfen, damit die Blätter schneller abtrocknen. Gieße morgens direkt an die Wurzel und vermeide Spritzwasser auf dem Laub. Dünge ausgewogen und verzichte auf stark stickstoffbetonte Gaben; kaliumbetonte Nährstoffe festigen das Gewebe. Lüfte das Gewächshaus konsequent. Setze mehltaurobuste Sorten und kombiniere sie in Mischkultur mit Knoblauch. Zur Stärkung eignen sich regelmäßige Anwendungen mit Schachtelhalm sowie ein feiner Belag aus Steinmehl oder Algenkalk bei gefährdetem Wetter.

Maßnahmen beim Befall

Kontrolliere während Hitzeperioden täglich. Schneide befallene Blätter frühzeitig bis ins gesunde Gewebe zurück und entsorge sie über den Restmüll; nicht auf dem Beet oder im Hauskompost belassen. Halte den Bestand luftig und sorge für trockene Blattoberflächen. Bei starkem Befall ganze Ranken oder einzelne Pflanzen entfernen, um die Ausbreitung zu stoppen. Räume Pflanzenreste vollständig ab und plane am Standort eine Anbaupause von mindestens drei Jahren für Kürbisgewächse.

Symptome sicher erkennen

Gurkenmehltau zeigt sich zuerst als kleine, weißlich-mehlige Flecken vor allem auf den Blattoberseiten, die sich rasch ausdehnen und zu einem zusammenhängenden Belag verschmelzen. Der Belag lässt sich zunächst leicht abwischen, betroffene Blätter vergilben, rollen sich ein und vertrocknen vorzeitig. Typisch ist das Auftreten bei trocken-warmem Wetter; im Unterschied zu anderen Blattkrankheiten beginnt der Befall überwiegend auf der Oberseite der Blätter.

Typische Befallszeit und Ausbreitung

Am häufigsten tritt Gurkenmehltau ab dem Hochsommer auf, wenn warme Tage und trockene Phasen mit kühleren Nächten zusammentreffen. Wind trägt die Sporen weit, dichte Bestände und stehende Luft im Gewächshaus beschleunigen die Ausbreitung. Meist werden ältere Blätter zuerst infiziert, von wo sich der Belag zügig auf jüngere Pflanzenteile ausbreitet.

Vorbeugen und gezielt eingreifen

Setze auf mehltauresistente Sorten, luftige Pflanzabstände und Rankhilfen; lüfte Gewächshäuser konsequent. Gieße morgens bodennah und gleichmäßig, vermeide stickstoffbetonte Düngergaben und fördere die Kaliumversorgung. Pflanze nicht zu dicht und nutze Mischkulturen mit Knoblauch. Kontrolliere den Bestand regelmäßig, entferne befallene Blätter frühzeitig und entsorge sie, nicht auf dem Kompost. Zur Stärkung kannst du Schachtelhalm spritzen (in Intervallen von etwa 7–10 Tagen) und nach abgetrocknetem Laub fein mit Steinmehl oder Algenkalk stäuben.

Produkt-Tipp

Schachtelhalm