Gefährliche Gartenfehler im Sommer

Gefährliche Gartenfehler im Sommer

Diese Fehler können Pflanzen ernsthaft schaden

Der Sommer lädt zum Verweilen im Garten ein – doch nicht jede Aktivität tut deinen Pflanzen gut. Manche gut gemeinte Maßnahme schadet mehr, als sie nützt. Und in manchen Fällen kann falsches Verhalten sogar richtig teuer werden.

Falscher Standort = frühes Pflanzen-Aus

Pflanzen brauchen passende Bedingungen: Licht, Schatten, Windschutz, und vor allem den richtigen Boden. Werden sie an einen ungeeigneten Platz gesetzt, kümmern sie schnell – besonders bei starker Sonneneinstrahlung oder ständigem Zug. Kübelpflanzen leiden besonders unter direkter Hitze, da sie im begrenzten Erdvolumen schneller austrocknen. Wer hier nicht aufpasst, muss oft neu kaufen.

Gieß-Fehler vermeiden

Im Sommer zählt nicht die Häufigkeit, sondern die Gründlichkeit: Besser zweimal pro Woche kräftig wässern als täglich ein bisschen. So gelangt das Wasser in tiefere Bodenschichten und regt die Pflanzen an, dort nach Feuchtigkeit zu suchen – das macht sie hitzeresistenter. Tagsüber zu gießen ist hingegen ineffizient: Ein Großteil verdunstet, bevor die Pflanzen ihn nutzen können. Ideale Gießzeiten: früh morgens oder spät abends.

Hecke schneiden? Im Sommer meist tabu

Zwischen März und September ist das starke Zurückschneiden oder Entfernen von Hecken gesetzlich untersagt – sie dienen in dieser Zeit als Brutstätte für Vögel und Rückzugsort für viele Tiere. Wer dennoch zur Schere greift und erwischt wird, riskiert Bußgelder bis zu 50.000 Euro. Kleine Formschnitte sind erlaubt, aber nur mit Rücksicht auf mögliche tierische Bewohner.

Rasen nicht zu kurz schneidenGefährliche Gartenfehler im Sommer

Ein häufiger Fehler: den Rasen im Sommer zu tief mähen. Dadurch trocknet der Boden schneller aus, was zu unansehnlichen braunen Flecken führt. Eine Schnitthöhe von etwa fünf bis sieben Zentimetern schützt vor Verdunstung und hilft dem Rasen, Hitzewellen besser zu überstehen.

Fallobst regelmäßig entfernen

Reifes Obst, das zu Boden fällt, sollte nicht liegen bleiben. Es beginnt schnell zu gären und zieht Schädlinge wie Wespen, Maden und sogar Ratten an. Außerdem kann der Rasen unter dem verrottenden Obst leiden. Deshalb: spätestens alle zwei Tage einsammeln.

Gewächshaus: Hitze mit Köpfchen regulieren

Auch wenn viele Pflanzen Wärme lieben – im Sommer kann es im Gewächshaus schnell zu heiß werden. Dann drohen Hitzestress und Pilzbefall. Abhilfe schafft regelmäßiges Lüften. Eine dauerhaft geöffnete Luke oder ein automatisches Belüftungssystem schützt Pflanzen und Ernte. Oder Schattierfarben

Insekten nicht vertreiben, sondern schützen

Ob Biene, Schmetterling oder Hummel – Insekten gehören in einen gesunden Garten. Sie bestäuben Pflanzen, sorgen für Artenvielfalt und stärken das Ökosystem. Statt sie zu bekämpfen, sollte man ihnen Lebensraum bieten: mit Blühpflanzen, wilden Ecken und ohne chemische Keulen. Schädlinge dürfen bekämpft werden – aber gezielt, nicht pauschal.

Gefährliche Gartenfehler im Sommer