Apfelblattsauger (Psylla mali) erkennen und eindämmen

Klebriger Honigtau und weißlicher Wachsflaum an Blättern und Blüten deuten oft auf den Apfelblattsauger (Psylla mali) hin.

Hier liest Du, woran Du den Befall im Jahresverlauf erkennst und wie Du stark betroffene Triebe richtig entfernst.

Apfelblattsauger (Psylla mali) erkennen und eindämmen

Der Apfelblattsauger (Psylla mali) ist ein gefährlicher Schädling der Apfelbäume. Aus den im Herbst an kleineren Zweigen der Bäume abgelegten Eiern schlüpfen im Frühjahr vor dem Aufbrechen der Knospen die Larven. Diese halten sich zunächst unter den Knospenschuppen, dann am Ende der Blatt- und Blüten-stiele, zuletzt, mit viel Wachs und Honigtau umgeben, an Blättern und Blüten auf, die schließlich durch den Saftentzug absterben. Im Jahr tritt nur eine Generation auf.

Stark befallene Zweige herausschneiden (nicht kompostieren).

So erkennst Du den Apfelblattsauger im Jahresverlauf

Bereits ab dem Winter findest Du die überwinternden, gelblichen Eier kettenartig an dünnen Zweigen nahe der Knospen. Vor dem Knospenaufbruch schlüpfen die Larven und sitzen zunächst unter den Knospenschuppen, danach an Blatt- und Blütenstielen. Später zeigt sich typischer weißlicher Wachsflaum und klebriger Honigtau auf jungen Blättern und Blüten; diese verkrümmen, verkleben und können absterben. Häufig treten Ameisen sowie dunkler Rußtau auf dem Honigtau auf. Der stärkste Schaden fällt rund um die Blütezeit an, es entwickelt sich nur eine Generation pro Jahr.

Befall eindämmen: gezielt schneiden und entsorgen

Kontrolliere ab Spätwinter bis zum Austrieb Kurztriebe auf Eigelege und entferne betroffene Triebe frühzeitig. Während Knospen- und Blütezeit schneidest Du stark verklebte, von Wachsflaum überzogene Triebe bis ins gesunde Holz zurück und entsorgst das Schnittgut sicher (nicht kompostieren). Arbeite an trockenen Tagen, reinige Deine Werkzeuge nach dem Schnitt und vermeide es, befallene Partien durch die Krone zu ziehen, damit sich Honigtau nicht weiter verteilt.

Bestand stabil halten und Befall im Blick behalten

Kontrolliere im Herbst und Winter die dünnen Zweige auf die typischen Eierschnüre in Knospennähe und markiere befallene Partien für den Rückschnitt. Eine luftige, gut belichtete Krone trocknet schneller ab und macht es Honigtau und Larvenstandorten weniger günstig. Schone Nützlinge wie Florfliegen, Schwebfliegen und Marienkäfer durch zurückhaltende Eingriffe und blühende Begleitpflanzen, damit natürliche Gegenspieler den Befall zusätzlich eindämmen.

Weitere passende Ratgeber: Apfelschalenwickler (Capua reticulana) erkennen & bekämpfen, Schwammspinner (Lymantria dispar) erkennen und bekämpfen, Weidenbohrer.

Symptome sicher erkennen

Suche ab dem Winter gelbliche, kettenartige Eigelege an dünnen Zweigen in Knospennähe. Vor und während des Knospenaufbruchs sitzen flache, gelbgrüne Larven zuerst unter den Knospenschuppen, später an Blatt- und Blütenstielen. Typisch sind weißlicher Wachsflaum und klebriger Honigtau auf jungen Blättern und Blüten; diese verkrümmen, verkleben und können absterben. Häufig laufen Ameisen auf den Trieben, und dunkler Rußtau überzieht den Honigtau. Anders als Blattläuse bilden Apfelblattsauger keine dichten Kolonien an Triebspitzen; die adulten Tiere springen oder fliegen beim Berühren rasch auf.

Gezielt handeln: schneiden, reinigen, Nützlinge stärken

Kontrolliere ab Spätwinter Kurztriebe und entferne befallene Partien frühzeitig; während der Knospen- bis Blütezeit schneidest Du stark verklebte, von Wachsflaum überzogene Triebe bis ins gesunde Holz zurück. Entsorge das Schnittgut sicher und nicht über den Kompost. Arbeite an trockenen Tagen, reinige Werkzeuge nach dem Schnitt und ziehe befallene Triebe nicht durch die Krone. Früh im Frühjahr lassen sich Larven und Honigtau mit einem kräftigen Wasserstrahl von jungen Trieben abspülen. Bremse Ameisen mit Leimringen am Stamm, damit natürliche Gegenspieler besser wirken. Halte die Krone luftig, gib Stickstoffdünger nur maßvoll und fördere blühende Begleitpflanzen, um Nützlinge wie Florfliegen, Schwebfliegen und Marienkäfer zu unterstützen; verzichte rund um die Blüte auf breit wirkende Maßnahmen.

Kontroll- und Befallszeit im Überblick

Dezember bis März: Eigelege an dünnen Zweigen sichtbar. März/April: Schlupf vor dem Knospenaufbruch; Larven zunächst unter Knospenschuppen. April bis Mai: Besiedlung von Blatt- und Blütenstielen, weißer Wachsflaum und Honigtau nehmen zu. Rund um die Blüte: stärkster Schaden, verkrümmte und verklebte Jungblätter, absterbende Blütenbüschel, oft mit Ameisen und Rußtau. Später im Frühjahr klingt der Befall ab; es entwickelt sich nur eine Generation pro Jahr. Ab Herbst legen die Weibchen erneut Eigelege an den jungen Zweigen ab – jetzt befallene Bereiche für den Rückschnitt markieren.

Bereits ab dem Winter findest Du die überwinternden, gelblichen Eier kettenartig an dünnen Zweigen nahe der Knospen. Vor dem Knospenaufbruch schlüpfen die Larven und sitzen zunächst unter den Knospenschuppen, danach an Blatt- und Blütenstielen. Später zeigt sich typischer weißlicher Wachsflaum und klebriger Honigtau auf jungen Blättern und Blüten; diese verkrümmen, verkleben und können absterben. Häufig treten Ameisen sowie dunkler Rußtau auf dem Honigtau auf. Der stärkste Schaden fällt rund um die Blütezeit an, es entwickelt sich nur eine Generation pro Jahr.

Kontrolliere ab Spätwinter bis zum Austrieb Kurztriebe auf Eigelege und entferne betroffene Triebe frühzeitig. Während Knospen- und Blütezeit schneidest Du stark verklebte, von Wachsflaum überzogene Triebe bis ins gesunde Holz zurück und entsorgst das Schnittgut sicher (nicht kompostieren). Arbeite an trockenen Tagen, reinige Deine Werkzeuge nach dem Schnitt und vermeide es, befallene Partien durch die Krone zu ziehen, damit sich Honigtau nicht weiter verteilt.

Kontrolliere im Herbst und Winter die dünnen Zweige auf die typischen Eierschnüre in Knospennähe und markiere befallene Partien für den Rückschnitt. Eine luftige, gut belichtete Krone trocknet schneller ab und macht es Honigtau und Larvenstandorten weniger günstig. Schone Nützlinge wie Florfliegen, Schwebfliegen und Marienkäfer durch zurückhaltende Eingriffe und blühende Begleitpflanzen, damit natürliche Gegenspieler den Befall zusätzlich eindämmen.

Weitere passende Ratgeber: Apfelschalenwickler (Capua reticulana) erkennen & bekämpfen, Schwammspinner (Lymantria dispar) erkennen und bekämpfen, Weidenbohrer.