3 wichtige Gartenaufgaben im Spätsommer
Lavendel jetzt richtig zurückschneiden
Wenn die Hochsommerhitze langsam nachlässt, ist es an der Zeit, sich um den Lavendel zu kümmern. Mit den Jahren wird der Halbstrauch an seiner Basis immer holziger und wirkt dadurch oft unordentlich. Möchtest du, dass dein Lavendel schön kompakt bleibt, solltest du ihn im Spätsommer kräftig schneiden. Nimm dir eine Heckenschere und kürze alle Triebe nach der Blüte großzügig um etwa ein Drittel ein. Am leichtesten geht das, wenn du die Stängel vorher zu einem kleinen Zopf zusammenbindest. Im späten Winter oder zu Beginn des Frühjahrs steht dann noch ein weiterer Rückschnitt an, bei dem du die sommerlichen Neutriebe ungefähr um zwei Drittel einkürzt. Wichtig: Schneide den Lavendel nicht zu tief ins alte Holz hinein, da er von dort meist nicht mehr neu austreibt. Die jetzt abgeschnittenen Triebspitzen kannst du wunderbar als Stecklinge in feuchte Erde setzen und neue Pflanzen ziehen.
Obst zum richtigen Zeitpunkt ernten
Gegen Ende des Sommers hängen deine Obstbäume und Beerensträucher voller Früchte. Besonders Äpfel, Birnen, aber auch Himbeeren reifen jetzt nach und nach aus. Damit du den besten Geschmack genießen kannst, warte ab, bis das Obst seine typische Sortenfarbe und den charakteristischen Duft ausgebildet hat. Pflückst du zu früh, entgehen dir volle Aromen. Vorsicht bei Birnen: Hängen sie zu lange, werden sie schnell mehlig. Äpfel und Birnen geben dir mit der dunklen Farbe ihrer Kerne einen guten Hinweis auf die Reife, was du am einfachsten bei heruntergefallenem Fallobst überprüfst. Als zusätzliche Methode eignet sich die Kipp-Probe: Hebe eine Frucht an und biege sie am Stiel vorsichtig um etwa 90 Grad. Löst sie sich mit Stiel vom Zweig, ist der richtige Erntezeitpunkt gekommen. Bleibt sie hängen, warte noch ein wenig ab. Noch mehr saisonale Tipps für deine Gartenernte im Spätsommer findest du auch im Beitrag über deinen Nutzgarten im Juni.
Spätsommer ist Gründüngungszeit
Im Spätsommer hast du die perfekte Gelegenheit, abgeerntete Gemüsebeete mit Gründüngungspflanzen zu besäen. So sorgst du dafür, dass sich der Boden bis zum Frühjahr wieder regeneriert und fruchtbar bleibt. Auf diese Weise beugst du sowohl der Auslaugung als auch der Bildung von Nährstofflücken vor. Je nach Aussaattermin und Pflanzenauswahl verbesserst du zudem die Bodengare und bereitest die Flächen optimal für die nächste Saison vor. Wenn du Tipps für typische Gemüsearten zum Nachsäen suchst, kannst du dir eine Übersicht der besten Sorten und hilfreiche Tricks bei Gemüse anbauen für Anfänger holen.
Mit diesen Gartenarbeiten im Spätsommer setzt du die richtigen Akzente und schaffst beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche nächste Saison.
Was du über Gründüngung wissen solltest
Gründüngung – Mehr als nur Dünger
Vielleicht bist du durch den Begriff Gründüngung schon einmal irritiert worden, denn dabei geht es gar nicht um das klassische Düngen im Sinne von Nährstoffzufuhr. Stattdessen setzt du spezielle Pflanzen ein, um den Boden deines Gartens zu verbessern. Diese Pflanzen lockern durch ihre tiefen Wurzeln selbst schwere Böden auf, schützen die Erde vor Austrocknung und arbeiten an einer dichten Bodenbedeckung. Mit der Zeit bilden sie wertvollen Humus und bieten Bodenlebewesen beste Voraussetzungen.
So unterstützt du deine Gartenerde nachhaltig
Pflanzt du Gründüngung, durchwachsen die kräftigen Wurzeln den Boden und sorgen dafür, dass Wasser besser abfließen kann und mehr Luft an die Erde gelangt. Sobald die Pflanzen absterben oder du sie abmähst, bleiben die Wurzelkanäle erhalten. Ein Umgraben erübrigt sich damit häufig – das spart nicht nur Zeit, sondern auch Rückenarbeit. Die Pflanzenreste auf dem Boden dienen nach dem Absterben als Humusspender und Nährstoffquelle für Mikroorganismen.
Wenn du besondere Nährstoffe in deiner Gartenerde wünschst, greife zu Sorten wie Lupinen, Klee oder weiteren Schmetterlingsblütlern. Sie sind Spezialisten darin, mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und im Boden anzureichern. Davon profitieren später auch andere Pflanzen in deinem Garten.
Wie du Gründüngung richtig aussäst
Für die Aussaat von Gründüngung suchst du dir am besten abgeerntete Beete oder Flächen aus, auf denen noch keine Pflanzen wachsen. Es genügt, wenn die Erde locker und möglichst frei von Unkraut ist. Mit einer Grabegabel oder einer Harke kannst du die Erde feinkrümelig vorbereiten. Die Saat streust du anschließend von Hand oder mit dem Streuwagen gleichmäßig aus, drückst die Samen leicht an und achtest darauf, dass der Boden bis zur Keimung feucht bleibt.
Wenn du wissen möchtest, wie du den Boden zusätzlich von Unkraut freihältst und so ideale Bedingungen für die Gründüngung schaffst, findest du mehr Tipps bei den natürlichen Methoden gegen unerwünschte Beikräuter natürliche Methoden gegen Unkraut.