Tausendfüßer im Garten: erkennen und Erdbeeren schützen

Tausendfüßer zersetzen abgestorbenes Material – im Garten sind sie meist nützlich.

Manchmal knabbern sie jedoch an lebenden Pflanzen, besonders an Erdbeeren. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und gezielt fernhältst.

Tausendfüßer im Garten: erkennen und Erdbeeren schützen

Wichtig bei Insektenschädlingen im Garten

  • Kontrolliere Pflanzen in der typischen Aktivitätsphase des Schädlings regelmäßig auf erste Anzeichen.
  • Entferne befallenes Pflanzmaterial frühzeitig und entsorge es nicht auf dem Kompost.
  • Stärke Kulturpflanzen durch Standort, Pflege und Sauberkeit, damit sie Schäden besser überstehen.

Der Tausendfuß (Blanjulus guttulatus und andere Arten) tritt in verschiedenen Arten auf. Je nach der Art wird er 8 bis 18 mm lang und 0,3 bis 0,8 mm dick. Er besitzt 80 bis 90 Beinpaare und ist von gelblichweißer bis roter oder dunkelbrauner Färbung. Er ist hauptsächlich da zu finden, wo organische Stoffe in Verwesung übergehen; er befällt jedoch auch lebende Pflanzen. Seine Lieblingsspeise sind die Erdbeeren.

Maßnahmen:

Der Tausendfuß frisst vor allem verwesendes organisches Material und gehört so normaler-weise zu den Nützlingen. Von Erdbeeren kann man sie durch eine Strohunterlage fern halten. Im Gewächshaus sollte man keine unaufgeräumten, feuchten Winkel dulden, in denen er sich tagsüber aufhalten kann.

Tausendfüßer erkennen und Fraßbilder an Erdbeeren deuten

Tausendfüßer sind zylindrisch gebaut, bewegen sich langsam und rollen sich bei Störung spiralig ein; die Färbung reicht von hellgelblich bis dunkelbraun. Im Unterschied zu Schnecken hinterlassen sie keine Schleimspur. An Erdbeeren zeigen sie sich durch kleine, sauber aussehende Fraßvertiefungen oder oberflächlichen Schabefraß vor allem an Früchten, die den Boden berühren, seltener an Blattstielen. Tagsüber findest du die Tiere häufig unter Mulch, Brettern, Töpfen oder feuchten Laubansammlungen.

Typische Aktivitätsphasen und Kontrollzeitpunkte

Kontrolliere besonders in feuchten Witterungsphasen, nach Regen sowie in der Dämmerung und nachts. Von Frühjahr bis Herbst können in Beeten und an Erdbeerpflanzen Schäden auftreten. Im Gewächshaus oder Folientunnel nimmt der Befall zu, wenn es dauerhaft feucht ist und unaufgeräumte, schattig-feuchte Winkel als Verstecke vorhanden sind.

Erdbeeren schützen: praktische Maßnahmen

Halte reifende Früchte konsequent vom Boden fern: Lege eine trockene, lockere Strohunterlage unter die Trauben und erneuere sie bei Durchfeuchtung. Ernte reife und angefressene Früchte zeitnah ab und entsorge beschädigtes Material nicht auf dem Kompost. Gieße morgens und vermeide Staunässe; entferne dichte, feuchte Pflanzenreste als Verstecke. Im Gewächshaus lüfte regelmäßig, halte Ecken sauber und trocken und stelle keine feuchten Untersetzer stehen. Zum Absammeln kannst du abends Lockplätze wie feuchte Bretter auslegen und die darunter sitzenden Tiere morgens entfernen.