Maulwurfsgrille im Garten: Lebenszyklus & Bekämpfung

Maulwurfsgrillen unterhöhlen Beete und schädigen Wurzeln – oft unbemerkt. In vielen Gärten treten sie vom Mai bis in den Herbst auf.

Hier erfährst du ihren Lebenszyklus und was du jetzt konkret tun kannst: einfache Fallen im Frühjahr und schonende Maßnahmen bei starkem Befall.

Maulwurfsgrille

Die Maulwurfsgrille ( Gryllotalpa vulgaris ): Die Maulwurfsgrille, auch Werre genannt, ist weit verbreitet. Sie gräbt in Gärten, Feldern. Wiesen und Wäldern unterirdische Gänge, wobei sie an den Wurzeln großen Schaden anrichtet.

Die Maulwurfsgrille erscheint vom Mai bis in den Herbst. Im Juni/Juli gräbt das Weibchen vom flachen Erdgang aus einen kleinen Stollen in die Tiefe. Dort wählt es ein eirundes, höhlenartiges Nest und legt darin etwa 200 Eier.

Nach etwa drei Wochen (im Juli) schlüpfen die Jungen, die einer bleichen Ameise ähneln. Sie bleiben 3 bis 4 Wochen beisammen, häuten sich zum ersten Male, zerstreuen sich im Boden und beginnen ihren verderblichen Fraß. Zweite Häutung Ende August; dritte Ende September.

In diesem Zustand überwintert die Larve tiefer im Boden. Letzte Häutung im Mai bis Juni des folgenden Jahres. Nun erscheint das fertige Geschlechtstier. Maßnahmen:

Von April bis Mai Marmeladengläser ebenerdig eingraben. Die Tiere fallen auf ihren nächtlichen Wanderungen in die Gefäße und können an den glatten Wänden nicht wieder hochkrabbeln. Die Fallen regelmäßig kontrollieren und Nützlinge frei lassen. Bei starkem Auftreten die Gänge mit Wasser fluten.

Befall erkennen: typische Spuren und Zeitraum

Maulwurfsgrillen unterhöhlen Beete knapp unter der Oberfläche. Du siehst flache, lockere Ganglinien, stellenweise nachgebende Erde und plötzlich welkende oder umkippende Jungpflanzen, obwohl der Boden feucht ist. Angehobene Pflanzen lassen oft angefressene oder abgerissene Wurzeln erkennen. Die aktivste Zeit im Garten reicht von Mai bis in den Herbst; ab Juli verursachen vor allem die Jungtiere vermehrt Fraßschäden, bevor sie tiefer im Boden überwintern und im folgenden späten Frühjahr als erwachsene Tiere erscheinen.

Fallen im Frühjahr wirkungsvoll platzieren

Ab April bis Mai gräbst du mehrere saubere Marmeladengläser bündig mit der Bodenoberfläche an Beeträndern oder entlang vermuteter Laufwege ein. Auf ihren nächtlichen Wanderungen fallen die Tiere in die Fallen und kommen an den glatten Wänden nicht wieder heraus. Kontrolliere täglich, lasse Nützlinge frei und setze gefangene Maulwurfsgrillen außerhalb der Beete aus. Lasse die Fallen für zwei bis drei Wochen stehen und versetze sie bei ausbleibendem Fang einige Schritte, um aktive Bereiche besser abzudecken.

Schonend eingreifen bei starkem Auftreten

Lokalisierte Hauptgänge (weiche, leicht einsinkende Streifen im Boden) kannst du gezielt mit kräftigem Wasser fluten, vorzugsweise abends; die Tiere kommen dann an die Oberfläche und lassen sich absammeln und umsetzen. Schütze vor allem Keimlinge und frisch gesetzte Pflanzen: setze vorzugsweise vorgezogene Exemplare mit kräftigem Wurzelballen, drücke den Boden nach dem Pflanzen gut an und kontrolliere während Juni bis September regelmäßig auf neue Gänge, um sie frühzeitig zu unterbrechen.

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