Spargelrost erkennen und vorbeugen: Symptome & Maßnahmen

Spargelrost ist eine Pilzkrankheit, die das Kraut schwächt und Blätter sowie Stängel vorzeitig absterben lässt. Hier erfährst du, wie du Befall erkennst und eindämmst.

Wichtig für den Zeitpunkt: Sporenflug von April bis Anfang Juni, sichtbare Anzeichen meist ab Juli. Warme, trockene Witterung fördert die Entwicklung.

Spargelrost erkennen und vorbeugen: Symptome & Maßnahmen

Wichtig bei Spargelrost erkennen und vorbeugen

  • Halte spargelrost erkennen und vorbeugen durch luftigen Standort und ausreichenden Pflanzabstand trocken.
  • Entferne befallene Blätter frühzeitig und gieße möglichst morgens bodennah.
  • Setze auf robuste Sorten und stärke gesunde Pflanzenteile gleichmäßig vor Spitzenbefall.

Spargelrost ( Puccinia asparagi ): Der Spargelrost tritt im Juli in Erscheinung. Auf den oberirdischen Pflanzenteilen entstehen helle Flecken und später darin braune Sporenlager. Die befallenen Blätter und Stängel sterben vorzeitig ab und die Spargelpflanzen werden so erheblich geschwächt.

Warme und trockene Witterung begünstigen die Entwicklung des Pilzes. Die Überwinterung erfolgt in Form der Wintersporen in dem trockenen Stroh. Zuerst werden die Junganlagen befallen. Sie spielen gewissermaßen die Vermittlerrolle, da z.Zt.

des Sporenfluges (April bis Anfang Juni) stechfreie Anlagen noch keine oberirdischen Sprosse aufweisen. Die Infektion der Altanlagen im Sommer erfolgt dann von den Junganlagen aus. Maßnahmen:

Pflanzabstände genügend groß wählen um ein schnelles Abtrocknen der Pflanzen zu gewährleisten. Nur vormittags gießen bzw. beregnen. Besser ist es, nur die Wurzeln zu gießen. Zur Blattstärkung Schachtelhalm oder Rainfarn spritzen. Frühzeitig kranke Pflanzenteile entfernen. Das Spargelkraut bis spätestens Ende November abschneiden und entsorgen. Keinesfalls darf es auf den Kompost. Bis Mitte März sollten auch die sogenannten „Stumpen“ entfernt sein.

Symptome rechtzeitig erkennen

Ab Juli zeigen die Fiedern des Spargelkrauts zunächst kleine, hellgrüne bis gelbliche Flecken. Kurz darauf bilden sich kissenförmige, rost- bis braunfarbene Sporenlager, die beim Darüberstreichen stauben; gegen Saisonende erscheinen oft dunkle, fest anhaftende Pusteln. Befallene Triebe vergilben, trocknen ein und brechen leicht. Achte besonders auf Junganlagen: Sie zeigen die ersten Punkte oft schon wenige Tage nach warm-trockenen Perioden und übertragen den Erreger auf Altanlagen.

Befallszeit und Bedingungen

Der Hauptsporenflug liegt von April bis Anfang Juni; sichtbare Anzeichen folgen meist ab Juli. Warme, trockene Witterung mit morgendlichem Tau, dichter Wuchs und windarme Lagen fördern den Pilz. Der Erreger überwintert als Sporen im trockenen Spargelstroh. Deshalb können Bestände im Folgejahr früh erneut infiziert werden – häufig aus benachbarten Junganlagen heraus.

Konkrete Maßnahmen im Beet

Halte die Bestände luftig und unkrautfrei, gieße morgens bodennah und vermeide abendliche Beregnung. Entferne erste befallene Triebspitzen und Fiedern sofort und entsorge sie über den Restmüll. Schneide das Kraut bis spätestens Ende November vollständig ab; Stängelreste („Stumpen“) bis Mitte März entfernen, nicht kompostieren. Stärke das Blattgewebe regelmäßig mit Brühen aus Schachtelhalm oder Rainfarn. Wähle standfeste, robuste Sorten, pflanze mit ausreichendem Abstand und achte auf ausgewogene Nährstoffversorgung ohne übermäßige Stickstoffgaben. Reinige Werkzeuge und trete nicht durch nasses Kraut, um Sporen nicht zu verschleppen.

Produkt-Tipp

Schachtelhalm