Kohlweißling am Kohl erkennen und natürlich bekämpfen

Die Raupen des Kohlweißlings können Kohlpflanzen in wenigen Wochen kahl fressen. Ab Mai legt der Große Kohlweißling gelbe Eigelege an die Blattunterseiten; im August schadet oft die zweite Generation.

So schützt du deine Beete: Mischkultur mit Tomate oder Sellerie, Eigelege, Raupen und Puppen absammeln, Kulturen mit Insektenschutznetz (am besten aus Baumwolle) abdecken und mit Thymian, Wacholder oder Rainfarn spritzen.

Kohlweißling

Der Große Kohlweißling ( Pieris brassicae ): Dieser Schädling ist einer der bekanntesten Feinde der Kohlpflanze. Er legt im Mai seine gelb gefärbten Eier in kleinen Haufen an der Blattunterseite ab. Die nach 10 bis 14 Tagen auskriechenden Raupen fressen etwa 4 Wochen lang, verpuppen sich und nach weiteren 2 bis 3 Wochen, also im Juli, erscheint die zweite Schmetterlingsgeneration.

Die Raupen der zweiten Generation werden vor allem im August schädlich; oft können ganze Kohlfelder soweit abgefressen werden, dass nur die Blattrippen übrig bleiben. Noch häufiger kommt der kleine Kohlweißling vor.

Maßnahmen:

Mischkulturen mit Tomate oder Sellerie anlegen. Eigelege, Raupen und Puppen, die Kultur mit einem Insektenschutznetz (am besten aus Baumwolle) abdecken. Spritzen mit Thymian, Wacholder oder Rainfarn.

Befall sicher erkennen

Achte ab Mai auf gelbe Eihaufen an den Blattunterseiten – das kennzeichnet den Großen Kohlweißling. Beim Kleinen Kohlweißling liegen die Eier eher einzeln. Typische Symptome sind runde Fraßlöcher, angefressene Blattränder bis hin zu nur noch stehenden Blattrippen sowie dunkle Kotkrümel auf den Blättern und im Herz der Pflanzen. Die Falter sind weiß mit dunklen Flecken; die gesellig fressenden Raupen des Großen Kohlweißlings sind gelbgrün mit dunkler Zeichnung.

Befallszeit und Entwicklung

Nach der Eiablage im Mai schlüpfen die Raupen in 10 bis 14 Tagen, fressen etwa vier Wochen, verpuppen sich und nach weiteren zwei bis drei Wochen schlüpfen die Falter der nächsten Generation. Besonders die zweite Generation verursacht im August starke Schäden, daher solltest du in dieser Zeit engmaschig kontrollieren.

Natürliche Gegenmaßnahmen im Beet

Setze auf Mischkultur mit Tomate oder Sellerie, sammle Eigelege, Raupen und Puppen regelmäßig ab und entferne stark befallene Blätter. Decke die Kohlreihen direkt nach dem Pflanzen mit einem dicht schließenden Insektenschutznetz, am besten aus Baumwolle, ab und fixiere die Ränder bodendicht. Wiederhole Spritzungen mit Thymian-, Wacholder- oder Rainfarn-Auszügen in kurzen Abständen und benetze dabei besonders die Blattunterseiten. Ernte- und Pflanzenreste zeitnah aus dem Beet entfernen, damit sich keine Puppen halten.

Produkt-Tipp

Rainfarn

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