Kohleule am Kohl: Schadbild erkennen und wirksam bekämpfen

Dein Kohl zeigt Fraßspuren oder hohle Köpfe? Häufig ist die Kohleule (Mamestra brassicae) die Ursache: Sie legt Eier an Kohl, und vor allem die zweite Larvengeneration frisst sich bis ins Herz („Herzwurm“) – oft mit Fäulnisfolgen.

Mit gezielten Schritten kannst du den Schaden begrenzen: konsequent tagsüber und nachts absammeln, Mischkulturen mit Tomate oder Sellerie, Boden regelmäßig lockern und bei Bedarf mit Rainfarn oder Wermut spritzen.

Kohleule

Die Kohleule (Mamestra brassicae):

Die Kohleule tritt im Jahr meistens in zwei Generationen auf. Die Eiablage erfolgt an Kohlpflanzen. Schädlich werden vor allem die Larven der zweiten Generation. Sie fressen zunächst außen an den Blättern, dringen später aber in die Kohlköpfe ein („Herzwurm“). Sie verursachen dort Fraßschaden und mindern den Wert des Kohls erheblich. Nicht selten tritt auch noch Fäulnis hinzu. Die Färbung der Raupen schwankt zwischen grau-braun und grün. Die Falter selbst sind sehr unscheinbar.

Maßnahmen:

Frühzeitiges Ablesen der Eier und Raupen tagsüber und nachts von den Pflanzen und im Boden (Umkreis von 20 cm). Mischkulturen mit Tomate oder Sellerie anlegen. Öfter hacken und den Boden locker halten. Spritzen mit Rainfarn oder Wermut.

Schadbild sicher erkennen

Typisch sind buchten- und lochartige Fraßstellen an den Außenblättern. Später findest du Bohrlöcher in den Köpfen, bräunliche Kotkrümel (Frass) im Herz und ausgehöhlte Bereiche bis zum „Herzwurm“. Häufig folgt Fäulnis mit modrigem Geruch. Die Raupen variieren von grau-braun bis grün und sind meist dämmerungs- und nachtaktiv; tagsüber verstecken sie sich an der Pflanze oder im Boden nahe dem Strunk.

Befallszeit und Entwicklung

Die Kohleule tritt meist in zwei Generationen auf. Ab Frühsommer werden die Eier an den Blattunterseiten abgelegt. Die erste Larvengeneration frisst vor allem außen an den Blättern. Den größten Schaden verursacht die zweite Generation im Spätsommer, wenn sich die Köpfe bilden: Die Raupen bohren sich in den Kohl ein und zerstören das Herz.

Bekämpfung und Vorbeugung

Kontrolliere deine Pflanzen regelmäßig und sammle Eier und Raupen konsequent ab – auch nachts mit Taschenlampe. Halte den Boden durch häufiges Lockern und Hacken krümelig, um Verstecke zu stören. Decke Beete direkt nach dem Pflanzen mit engmaschigen Kulturschutznetzen ab und schließe die Ränder dicht. Setze auf Mischkulturen mit Tomate oder Sellerie, achte auf luftige Pflanzabstände und entferne befallene Blätter sowie Ernte- und Schnittreste sofort aus dem Beet. Bei Bedarf kannst du mit Auszügen aus Rainfarn oder Wermut spritzen und die Anwendung nach starken Regenfällen wiederholen.

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