Erbsenwickler erkennen & bekämpfen: Vorbeugen im Beet

Angebohrte Hülsen, ausgehöhlte Samen und krümelige Fraßspuren? Oft steckt der Erbsenwickler dahinter: Zur Blüte legt er Eier an junge Hülsen, die Larven fressen 1–4 Samen.

So gehst du gezielt vor: sehr früh oder sehr spät säen, windbewegte Standorte wählen, Mischkultur mit Tomaten setzen und bei Bedarf mit Rainfarn oder Wermut spritzen.

Erbsenwickler erkennen & bekämpfen: Vorbeugen im Beet

Der Erbsenwickler (Grapholitha nigricana): Der durch die Larven des Erbsenwicklers verursachte Schaden ist allgemein bekannt: Der Wickler fliegt zur Zeit der Erbsenblüte und legt seine Eier an den jungen Hülsen der Erbsenpflanzen ab. Die daraus schlüpfenden Räupchen fressen sich in die Hülsen ein und ernähren sich von den Samen. Jede Raupe befällt 1 bis 4 Samen. Nach ca. 3 Wochen sind die Raupen ausgewachsen. Sie verlassen die Erbsen und spinnen sich im Boden ein. Die Verpuppung erfolgt erst im Frühjahr.

Maßnahmen:

Sehr früh oder sehr spät aussäen, damit die Blüte nicht mit der Flugzeit der Falter zusammenfällt. Beete in offener, windbewegter Lage sind weniger gefährdet. Mischkulturen mit Tomate sind günstig. Spritzen mit Rainfarn oder Wermut.

Schadsymptome sicher erkennen

Typisch sind kleine Bohrlöcher an jungen Hülsen, krümelige Kotspuren im Inneren und ausgehöhlte, mehlig wirkende Samen. Oft findest du ein rundes Austrittsloch an der Hülse, wenn die Larve sie verlassen hat. Beim Palen fallen verschmutzte Hülsen mit Fraßgängen und 1–4 angefressenen Erbsen auf. Die Raupen sind hell bis cremefarben mit dunklerem Kopf; der Schaden beginnt kurz nach der Blüte, wenn die ersten Hülsen ansetzen.

Flug- und Befallszeit im Blick behalten

Die Falter fliegen zur Erbsenblüte (je nach Region meist späte Frühjahrs- bis Frühsommerwochen) und legen Eier an junge Hülsen. Nach dem Schlupf fressen die Larven etwa drei Wochen in der Hülse, lassen sich danach zu Boden fallen und überwintern dort eingesponnen; die Verpuppung erfolgt erst im folgenden Frühjahr. Warmes, windstilles Wetter begünstigt die Eiablage. Pheromonfallen eignen sich zur Kontrolle des Falterflugs, um Maßnahmen zeitlich abzustimmen.

Konkrete Maßnahmen im Beet

Säe sehr früh oder sehr spät, damit die Blüte nicht mit der Hauptflugzeit zusammenfällt; staffele Sätze für weniger Risiko. Wähle offene, windbewegte Lagen und setze Mischkultur mit Tomaten. Decke Bestände ab Knospenbildung/Blühbeginn mit einem engmaschigen Kulturschutznetz ab und halte es bis zum Ende des Hülsenansatzes geschlossen. Spritze bei Bedarf zur Blüte mit Rainfarn- oder Wermut-Auszügen, wiederhole die Anwendung im Abstand von 7–10 Tagen und benetze besonders die jungen Hülsen. Lies verdächtige Hülsen frühzeitig ab und entsorge sie im Restmüll. Räume nach der Ernte Pflanzenreste ab, lockere die Bodenoberfläche leicht und wechsle das Erbsenbeet für mindestens drei Jahre, um überwinternde Puppen zu unterbrechen.

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