Brennfleckenkrankheit an Bohnen: Symptome, Ursachen, Maßnahmen
Braune, eingesunkene Flecken auf Bohnenhülsen, dazu vorzeitiger Blattfall? Hinter solchen Schäden steckt oft die Brennfleckenkrankheit, ein Pilz, der besonders Buschbohnen befällt und sogar Samen infizieren kann.
Hier erfährst du, wie du Befall sicher erkennst und durch Sortenwahl, Fruchtfolge, ausreichenden Reihenabstand und Schachtelhalm-Spritzungen vorbeugst – und was im Ernstfall zu tun ist.

Wichtig bei Brennfleckenkrankheit an Bohnen
- Entferne bei brennfleckenkrankheit an bohnen befallenes Laub oder Früchte zeitnah und arbeite mit sauberem Werkzeug.
- Sorge für schnelles Abtrocknen nach Regen, weil feuchtes Pflanzenmaterial Pilze begünstigt.
- Stärke gesunde Pflanzenteile vorbeugend und vermeide unnötig dichte, schlecht belüftete Standorte.
Brennfleckenkrankheit der Bohne (Colletotrichum lindemuthianum): Die Brennfleckenkrankheit ist eine Pilzkrankheit, die vor allem die Buschbohnen befällt. Auf den Hülsen bilden sich braune Vertiefungen, die von einem dunklen Rand eingeschlossen werden. Auch kann die Krankheit auf Stängel und Blätter und auf den Samen übergehen. Die Infektion erfolgt entweder über das befallene Saatgut oder durch verseuchten Boden. Starker Befall führt zu vorzeitigem Blattfall
Maßnahmen:
Resistente Sorten bevorzugen, weitere Fruchtfolge einhalten und nicht zu engen Reihenabstand wählen. Vorbeugend mit Schachtelhalm spritzen. Bei feuchtem Wetter nicht in befallenen Beständen arbeiten, dass man mit Wassertropfen die Pilzsporen verschleppen würde. Befallene Keimlinge und Pflanzenrückstände entsorgen.
Symptome und Befallszeit
Typisch sind runde bis längliche, eingesunkene, braun bis schwarz verfärbte Flecken auf den Hülsen, oft mit dunklem Rand. An Stängeln erscheinen längliche Nekrosen, an Blättern feine, entlang der Blattadern liegende Flecken; Keimlinge können schwarzfleckig werden und absterben. Befallene Samen zeigen dunkle Verfärbungen, besonders am Nabel, und keimen schlecht. Der Pilz tritt vom Auflaufen bis zur Ernte auf, besonders bei anhaltend feucht-kühler Witterung und Spritzwasser durch Regen oder Beregnung.
Vorbeugen im Beet
Verwende gesundes, zertifiziertes Saatgut und gewinne kein Saatgut aus befallenem Bestand. Halte eine Anbaupause von mindestens 3–4 Jahren am gleichen Bohnenstandort ein. Plane ausreichenden Reihenabstand für gute Durchlüftung, gieße morgens bodennah und halte das Laub trocken; eine Mulchschicht reduziert Spritzwasser vom Boden. Achte auf maßvolle Stickstoffdüngung und halte Beete unkrautfrei. Vorbeugend kannst du Schachtelhalm-Auszüge in feuchten Phasen spritzen, um gesunde Pflanzenteile zu stärken.
Maßnahmen im Ernstfall
Kontrolliere den Bestand regelmäßig und entferne befallene Hülsen, Blätter oder ganze Pflanzen frühzeitig; entsorge das Material nicht auf dem Kompost, sondern über den Restmüll. Arbeite nicht in nassen Beständen, um Sporen nicht zu verschleppen. Desinfiziere Schnittwerkzeuge zwischen den Pflanzen (z. B. mit Alkohol), reinige Erntekisten und bearbeite zuerst gesunde Reihen. Markiere betroffene Flächen für die künftige Fruchtfolge und räume nach der Ernte alle Pflanzenreste gründlich ab.
Produkt-Tipp
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