Tomaten-Braunfäule: Symptome erkennen, vorbeugen und bekämpfen
Graugrüne Flecken auf den Blättern, später braune, ungenießbare Früchte – in feuchten Sommern schlägt die Tomaten-Braunfäule (Phytophthora infestans) oft zu.
Hier erfährst du, wie du Symptome sicher erkennst und mit Abstand zu Kartoffeln, Abdeckung, robusten Sorten und Pflanzenstärkung (Rhabarber, Brennnessel, Schachtelhalm) wirksam vorbeugst.

Wichtig bei Tomaten
- Entferne bei tomaten befallenes Laub oder Früchte zeitnah und arbeite mit sauberem Werkzeug.
- Sorge für schnelles Abtrocknen nach Regen, weil feuchtes Pflanzenmaterial Pilze begünstigt.
- Stärke gesunde Pflanzenteile vorbeugend und vermeide unnötig dichte, schlecht belüftete Standorte.
Braunfäule der Tomaten ( Phytophthora infestans ): Die Blätter zeigen das gleiche Krankheitsbild wie es auch bei der Kartoffel in Erscheinung tritt. Auf der Blattoberfläche entstehen graugrüne Flecken, in deren Bereich auf der Blattunterseite die Sporenlager erscheinen.
Die Blätter sterben später ab. Der Pilz geht auch auf die Früchte über, die bereits in noch vollkommen grünem Zustand infiziert werden können. Sie werden braunfaul und sind nicht mehr verwendbar.In feuchten Sommern wird man ohne geeignete Bekämpfungsmaßnahmen keine gesunden Tomaten ernten.
Maßnahmen:
Tomaten nicht in Nachbarschaft zu Kartoffeln pflanzen. Widerstandsfähige Sorten wählen. Die Kulturen gegen zu viel Nässe abdecken. Zur Pflanzenstärkung mit Rhabarber, Brennnessel oder Schachtelhalm spritzen. Kranke Blätter sofort entfernen und entsorgen. Nach der Ernte alle Rückstände entsorgen und Stützpfähle reinigen.
Symptome sicher erkennen
Erste Anzeichen zeigen sich oft an den unteren, bodennahen Blättern nach Regen oder starkem Tau: graugrün bis wassergetränkt wirkende Flecken, die sich rasch ausbreiten. Auf der Blattunterseite kann sich bei feuchter Witterung ein grauweißer Sporenrasen bilden; die Blätter welken und sterben ab. An Stängeln treten bräunliche, längliche Nekrosen auf. Die Früchte entwickeln harte, braune, eingesunkene Stellen, die später weichfaul werden und ungenießbar sind.
Befallszeit und Ausbreitung
Besonders gefährdet sind Tomaten in feucht-kühlen Phasen des Sommers, wenn Blätter über viele Stunden nass bleiben. Der Erreger breitet sich innerhalb weniger Tage aus; Sporen gelangen mit Spritzwasser und Wind von Pflanze zu Pflanze. Die Nähe zu Kartoffeln fördert Infektionen, da beide Kulturen vom gleichen Erreger befallen werden. Entferne befallenes Material vollständig, damit keine weiteren Infektionsquellen bestehen bleiben.
Vorbeugen und konsequent handeln
Halte ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen, binde Triebe luftig auf und entferne regelmäßig überflüssige Seitentriebe, damit Blätter schnell abtrocknen. Decke die Kultur gegen Regen ab und gieße morgens bodennah, ohne das Laub zu benetzen; Mulch reduziert Spritzwasser vom Boden. Setze robuste Sorten, pflanze nicht neben Kartoffeln und spritze zur Stärkung vorbeugend mit Auszügen aus Rhabarber, Brennnessel oder Schachtelhalm. Schneide befallene Blätter und Früchte sofort ab, entsorge sie nicht auf dem Kompost, reinige Werkzeuge und Stützpfähle gründlich und entferne nach der Ernte alle Pflanzenreste.