Achtung beim Ahornkauf: Zitrusbockkäfer, ein gefräßiger eingewanderter Schädling!

Achtung beim Ahornkauf: Zitrusbockkäfer, ein gefräßiger eingewanderter Schädling!

Gehe langsam um die Pflanze herum und prüfe Stamm, Äste, Veredlungsstelle und den Bereich direkt über der Erde. Achte zuerst auf rundliche Ausbohrlöcher, die etwa bleistiftdick sind. Solche Löcher wirken glattwandig, und oft findest du darunter feines, helles Bohrmehl wie Sägemehl. Dieses Material liegt manchmal im Topf, auf dem Blatthocker oder zwischen der Rinde und dem Topfrand.

Suche außerdem nach eingedrückten, leicht ovalen Narben oder Rissen in der Rinde. Das können Eiablagestellen sein. An den Blättern siehst du bei frischem Käferbesuch manchmal halbmondförmige Fraßkerben an den Blatträndern oder am Blattstiel. Und wenn einzelne junge Triebe welken, obwohl der Ballen feucht ist, dann kann das – neben anderen Ursachen – ein Hinweis auf Fraß im Holz sein.

Achtung beim Ahornkauf: Zitrusbockkäfer, ein gefräßiger eingewanderter Schädling!

Gegen den Zitrusbockkäfer (Anoplophora chinensis) gibt es keine chemischen Mittel zur Bekämpfung. Die einzige wirksame Methode ist das sofortige Fällen, Roden und fachgerechte Verbrennen des befallenen Baumes, um die Larven abzutöten und eine Ausbreitung zu verhindern

Wenn du einen japanischen Ahorn kaufen willst, dann schau bitte ganz genau hin, denn der sogenannte Zitrusbockkäfer ist ein eingeschleppter Holzschädling und er kann auch Ahorne befallen. Er frisst im Holz, und er hinterlässt Spuren, und er ist meldepflichtig.

Darum lohnt sich ein ruhiger Blick schon im Gartencenter, denn so vermeidest du Ärger, Kosten und den Verlust deiner neuen Lieblingspflanze. Ausführliche Hinweise zur Meldepflicht und zu typischen Anzeichen findest du hier: Zitrusbockkäfer erkennen: Meldepflicht, Anzeichen, Schutz .

Woran du einen verdächtigen Ahorn erkennst

Gehe langsam um die Pflanze herum und prüfe Stamm, Äste, Veredlungsstelle und den Bereich direkt über der Erde. Achte zuerst auf rundliche Ausbohrlöcher, die etwa bleistiftdick sind. Solche Löcher wirken glattwandig, und oft findest du darunter feines, helles Bohrmehl wie Sägemehl. Dieses Material liegt manchmal im Topf, auf dem Blatthocker oder zwischen der Rinde und dem Topfrand.

Suche außerdem nach eingedrückten, leicht ovalen Narben oder Rissen in der Rinde. Das können Eiablagestellen sein. An den Blättern siehst du bei frischem Käferbesuch manchmal halbmondförmige Fraßkerben an den Blatträndern oder am Blattstiel. Und wenn einzelne junge Triebe welken, obwohl der Ballen feucht ist, dann kann das – neben anderen Ursachen – ein Hinweis auf Fraß im Holz sein.

So prüfst du im Gartencenter Schritt für Schritt

Fasse den Stamm knapp über dem Ballen an und klopfe leicht dagegen, und schau, ob feines Bohrmehl zu Boden rieselt. Hebe den Topf kurz an und kontrolliere den Untersetzer, denn dort sammelt sich oft Material, das beim Transport herausgefallen ist. Sieh dir Schnittstellen und alte Verletzungen an: Sind sie sauber und gut vernarbt, oder sind dort Löcher, Risse und Krümel? Gehe auch an die Rückseite der Pflanze, denn genau dort übersieht man Hinweise leicht.

Wenn dich etwas stutzig macht, dann frage nach der Herkunft, nach dem Lieferdatum und nach der letzten Schädlingskontrolle. Und wenn dein Bauchgefühl sagt „lieber nicht“, dann nimm eine andere Pflanze, denn das ist die sicherste und günstigste Vorsorge.

Bei Verdacht: richtig handeln und nichts riskieren

Du solltest eine Pflanze mit klaren Verdachtsmomenten nicht kaufen. Teile deine Beobachtung dem Personal mit, damit die Pflanze professionell geprüft wird. Hast du erst zu Hause Auffälligkeiten entdeckt, dann stelle die Pflanze sofort separat, bewege sie nicht weiter und informiere die zuständige Stelle. Warum das so wichtig ist und wie du Anzeichen sicher einordnest, liest du kompakt in Zitrusbockkäfer erkennen: Meldepflicht, Anzeichen, Schutz.

Manchmal verwechseln Hobbygärtner Fraßlöcher auch mit anderen Holzschädlingen. Ein Beispiel aus dem Obstgarten ist hier gut erklärt: Blausieb im Apfelbaum. So lernst du typische Spuren zu unterscheiden, und du triffst ruhige, kluge Entscheidungen.

Nach dem Kauf: sicher ankommen lassen und sorgfältig pflegen

Stelle deinen neuen Ahorn zu Hause erst einmal einige Wochen separat auf, und zwar mit etwas Abstand zu anderen Gehölzen. Lege ein weißes Papier oder ein Tuch unter den Topf, denn so siehst du sofort, ob Bohrmehl oder Käferkrümel fallen. Kontrolliere dabei regelmäßig Stamm, Astgabeln und den Boden um den Topf.

Gute Pflege stärkt die Pflanze, und Stress schwächt sie. Gieße mit Gefühl, und verwende möglichst abgestandenes Leitungswasser oder Regenwasser, denn damit vermeidest du Kalkstress und plötzliche Reaktionen der Wurzeln. Eine hilfreiche Lektüre dazu ist dieser Beitrag: Kein frisches Leitungswasser für Pflanzen!.

Gegen häufige Blattfresser oder saugende Insekten an Junglaub – also nicht gegen den meldepflichtigen Holzbohrer – kannst du bei Bedarf sanft und gezielt vorgehen. Für solche Fälle eignet sich ein biologisches Pflanzenpräparat wie Bio-Pflanzenspray Rainfarn & Wermut 500ml, das du nach Etikett anwendest. Nutze solche Hilfen immer ergänzend zur sorgfältigen Kontrolle, denn Vorbeugung und Aufmerksamkeit sind bei Gehölzen der wichtigste Schutz.

Weitere kleine, aber wirksame Kauf-Tipps

Kaufe lieber kompakte, gut verzweigte Ahorne mit kräftigem Stamm, denn sie vernarben Schnittstellen besser und sie sind meist robuster. Vermeide Pflanzen mit viel losem Rindenmaterial am Fuß oder mit stark beschädigten Töpfen, denn dort sammeln sich Risse, in denen Schädlinge unbemerkt sitzen könnten. Prüfe den Ballen: Er sollte fest verwurzelt sein, aber nicht steinhart. Und wähle einen ruhigen Transport, denn harte Stöße lösen manchmal erst das Bohrmehl, das du dann zu Hause entdeckst.

Wenn du beim Kauf ruhig prüfst, klare Verdachtszeichen kennst und neue Pflanzen kurz getrennt beobachtest, dann schützt du deinen Garten gleich doppelt: Du bewahrst deine Bäume vor einem gefährlichen Holzschädling, und du sparst dir später viel Arbeit. Und wenn einmal etwas unklar ist, dann frage lieber nach und wirf einen Blick in die verlinkten Beiträge – so bleibst du gelassen und triffst gute Entscheidungen für deinen Ahorn und deinen Garten.

Siehe auch: Zitrusbockkäfer erkennen: Meldepflicht, Anzeichen, Schutz

Quelle: MDR um 4