Schädlinge in Überwinterungstöpfen: Vorbeugen und Bekämpfen

Beim Einräumen deiner Kübelpflanzen reisen oft unbemerkt Schädlinge in Erde und Laub mit. Drinnen finden sie ideale Bedingungen und schwächen deine Pflanzen.

Mit wenigen Kontrollen vor dem Einräumen und sanften Maßnahmen verhinderst du das. So erkennst du Trauermücken, Spinnmilben und Schildläuse früh und handelst rechtzeitig.

Ungeziefer aus Überwinterungstöpfen vertreiben

Kurz erklärt

Beim Einräumen ins Winterquartier schleppst du leicht Schädlinge aus den Töpfen ein. Mit genauer Kontrolle, Abbrausen und einem 30‑minütigen Wasserbad vertreibst du viele Tiere schon vor dem Umzug.

Wichtig bei Schädlinge im Garten

  • Hebe vor dem Einräumen Laub oder Mulch von der Erdoberfläche ab und kontrolliere die Erde auf Larven, Asseln und Tausendfüßer.
  • Stelle den Topf etwa 30 Minuten in eine Wanne mit Wasser; sammle die aus der Erde fliehenden Tiere ab und lasse den Topf gut abtropfen.

Warum wandern Schädlinge mit in die Überwinterung?

Viele Pflanzenfreunde holen ihre nicht winterharten Pflanzen im Herbst ins Haus, damit sie die kalte Jahreszeit gut überstehen. Doch beim Einräumen der Töpfe vergessen wir oft, dass in der Erde, an den Wurzeln oder an den Blättern kleine Mitbewohner sitzen. Diese können beispielsweise Spinnmilben, Trauermücken, Schildläuse, aber auch Ameisen sein. Die Tiere nutzen die milden Bedingungen im Innern, um sich weiter zu vermehren und schädigen damit oft die Pflanzen oder machen uns im Haus das Leben schwer.

Welche typischen Schädlinge verstecken sich in den Töpfen?

Häufig findet man in Blumenerde Trauermückenlarven, die sich von Pflanzenteilen ernähren. Auch Asseln oder Tausendfüßer verstecken sich gern im feuchten Substrat. An den Blattrückseiten oder Trieben sitzen mitunter Schildläuse oder Spinnmilben. Diese Tiere schaden den Pflanzen nicht nur, sie sind auch lästig in der Wohnung. Deshalb ist es sinnvoll, die Töpfe vor dem Einzug genau zu kontrollieren und zu behandeln.

Wie kannst du wirkungsvoll vorbeugen?

Der wichtigste Schritt: Schau dir die Pflanzen und die Erde sehr genau an. Hebe Laub oder Mulch von der Oberfläche ab und prüfe, ob Larven oder kleine Tiere sichtbar sind. Befindet sich Ungeziefer an den Pflanzen, kannst du die Pflanze vorsichtig abbrausen – das entfernt viele Schädlinge. Einige Profis stellen den Topf vor dem Einräumen für eine halbe Stunde in eine Wanne mit Wasser. Viele Tiere verlassen daraufhin die Erde, weil sie das Wasser nicht mögen oder drohen zu ersticken.

Weitere Tipps für gesunde Überwinterungstöpfe

Du kannst befallene Blätter am besten gleich abschneiden und entsorgen – das verhindert die Vermehrung der Schädlinge. Reinigung der Töpfe von außen, zum Beispiel mit Wasser und etwas Schmierseife, hilft, Eier und Larven zu entfernen. Während der Überwinterung solltest du deine Pflanzen regelmäßig kontrollieren und bei ersten Anzeichen erneut behandeln. Achte auf genügend Licht und nicht zu viel Gießen, denn feuchte Erde begünstigt Trauermücken.

Zusammenfassung

Mit etwas Aufmerksamkeit und natürlichen Mitteln kannst du verhindern, dass sich ungewollte Mitbewohner aus den Pflanztöpfen in der Wohnung breitmachen.

Im Video bekommst du noch Tipps, wie du Schnecken aus deinen Töpfen lockst und wie Wermut helfen kann.

Quelle: MDR

Ungeziefer aus Überwinterungstöpfen vertreiben

Weitere Tipps

Gieße während der Überwinterung sparsam und lasse die oberste Erdschicht vor dem nächsten Gießen antrocknen, damit sich Trauermücken nicht vermehren.