Tomaten erfolgreich im August nachreifen lassen

Mehr Ernte durch gezielte Pflege

Tomaten sind aus keinem Gemüsegarten wegzudenken – doch zum Ende des Sommers stellt sich oft die Frage, wie du möglichst viele deiner Tomaten noch voll ausreifen lassen kannst. Keine Sorge, mit ein paar einfachen Handgriffen gelingt dir das spielend leicht! Vor allem im August solltest du jetzt aktiv werden. Gartenexperten wie Monty Don raten, gerade jetzt gezielt die Pflanzen zu entlasten, damit deine grüne Tomatenernte eine Extraportion Energie in die Fruchtreife stecken kann.

Lebendige reife rote und grüne Tomaten an der Rebe in einem Garten.

Die wichtigsten Maßnahmen für reife Tomaten

Wenn du Ende August durch deinen Garten gehst, solltest du bei den Tomaten darauf achten, überschüssige Triebe und Blätter zu entfernen. So bekommen die Früchte mehr Licht und die Pflanze kann ihre Kraft gezielt an jene Tomaten geben, die schon angesetzt sind. Das verbessert die Chancen, dass selbst die spät gebildeten Tomaten bis zum Saisonende noch reif werden. Mit dieser Methode holst du das Beste aus deinem Tomatenbeet heraus.

Du willst wissen, welche Gartenarbeiten im Spätsommer und Frühherbst noch anstehen? Dann findest du in diesem Beitrag noch viele weitere praktische Tipps zum Thema Gartenarbeit im Herbst.

Das Beste aus deinem Sommergarten holen

Mit etwas Aufmerksamkeit und gezieltem Rückschnitt kannst du die Reife deiner Tomaten deutlich fördern. Bleib am Ball, und schon bald kannst du deine selbst geernteten und voll ausgereiften Tomaten genießen. Du möchtest noch wissen, was im August und September sonst alles im Beet zu tun ist? Dann wirf doch auch einen Blick auf den erweiterten Ratgeber zu Gartenarbeiten im Frühjahr, der viele hilfreiche Anregungen für das ganze Gartenjahr gibt.

Licht und Luft für deine Tomaten

Untere Blätter Schritt für Schritt entfernen

Um deinen Tomaten eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen, lohnt es sich, die unteren Blätter nach und nach abzunehmen. Auf diese Weise kommen die Sonnenstrahlen besser an die Früchte heran, und die Belüftung rund um die Pflanze verbessert sich deutlich. Gerade wenn du viele kräftige Tomatenpflanzen hast, ist es wichtig, für eine gute Luftzirkulation zu sorgen. So beugst du vor, dass sich in der feuchten Umgebung des dichten Blattwerks Krankheiten schnell ausbreiten.

Langsam vorgehen und älteres Laub zuerst entfernen

Du solltest dabei behutsam vorgehen und nie zu viele Blätter auf einmal abzupfen. Fokussiere dich auf die ältesten, unteren Blätter, die häufig ohnehin schon etwas schlaff wirken. Wenn du die Pflanze so nach und nach auslichtest, bleibt noch genug Blattwerk für die Fotosynthese erhalten, was für das Wachstum der Tomaten essenziell ist. Die Früchte bekommen zugleich mehr Licht und eine bessere Luftzufuhr, was ihnen beim Ausreifen hilft. Passende Tipps zur Pflege vieler Nutzpflanzen findest du in unserer Sammlung zu deinem Nutzgarten im Juni.

Im Spätsommer bewusster gießen – was du beachten solltest

Wenn der Sommer langsam in den Herbst übergeht, solltest du beim Gießen deiner Tomatenpflanzen das richtige Maß finden. Bleibt das Wetter mild und es gibt keine längere Trockenzeit oder Hitzewelle, kannst du ruhig etwas weniger wässern. Bei normalem Sommerwetter reicht es meist, regelmäßig, aber eher sparsam zur Gießkanne zu greifen. Denn wenn die Pflanzen nach einer trockenen Phase plötzlich viel Wasser bekommen, verarbeiten die Tomatenfrüchte das oft nicht schnell genug – die Folge: die Schale platzt unschön auf.

Viel wichtiger ist es, für eine gleichmäßige Feuchtigkeit und stabile Wassergaben zu sorgen. Lass dich auch beim Düngen nicht aus dem Konzept bringen: Deine Tomaten brauchen jetzt weiterhin ausreichend Nährstoffe. Empfehlenswert sind zum Beispiel Flüssigdünger auf Algenbasis oder ein selbst angesetzter Sud aus Beinwell. Mit den richtigen Nährstoffen förderst du das Blütenwachstum und sorgst dafür, dass deine Tomaten gesund ausreifen. Noch mehr Tricks und Hinweise findest du übrigens im Artikel über die optimale Nutzung deines Gewächshauses die besten Tipps für deine Pflanzen.

 

Reife Tomaten rechtzeitig pflücken

Warum es wichtig ist, den richtigen Erntezeitpunkt zu kennen

Gerade am Ende des Sommers lohnt es sich besonders, Deine Tomatenpflanzen gut im Blick zu behalten. Überprüfe am besten alle paar Tage, ob einzelne Früchte schon vollkommen ausgereift sind, und nimm diese dann vorsichtig ab – idealerweise samt Stiel. So schützt Du sowohl die Pflanze als auch die noch grüne Tomaten vor Verletzungen.

Woran Du erkennst, dass Deine Tomaten reif sind

Ob Du bereits zum Erntekörbchen greifen kannst, hängt von mehreren Faktoren ab: Die Entwicklung ist nicht nur von der Sorte abhängig, sondern auch vom Wetter und der Größe der Früchte. Beispielsweise färben sich kleine Cherrytomaten in der Regel schneller und können früher gepflückt werden als große Fleischtomaten.

Mehr Platz und gesunde Pflanzen durch regelmäßige Ernte

Wenn Du Deine Tomaten regelmäßig erntest, schaffst Du Platz für die nachfolgenden Früchte und verhinderst gleichzeitig, dass überreife Tomaten zu lange an der Pflanze bleiben. Auf diese Weise sorgst Du für ein gesundes Wachstum und kannst über die Saison hinweg immer wieder frische Tomaten genießen. Übrigens: Falls Du Lust auf die eigene Anzucht hast, findest Du Tipps zum Aussäen und Vorziehen von Tomaten auf unserer Webseite.

Grüne Tomaten im Haus nachreifen lassen

Warum Tomaten nach der Ernte weiter reifen

Du gehörst zu den Glücklichen, die auch noch nach der Erntezeit vollreife Tomaten genießen können: Tomaten entwickeln nach dem Pflücken weiterhin das Reifegas Ethylen, welches die Früchte selbst abgeben und so den Reifungsprozess beschleunigen. Auf diese Weise kommen sie noch nach der Ernte zur vollen Reife – ein echter Vorteil, den nicht viele Gemüsesorten bieten.

Was du bei kühlen Temperaturen tun solltest

Gerade gegen Ende des Sommers oder bei angekündigtem schlechten Wetter bleiben im Garten oft viele Tomaten grün an der Pflanze hängen. Sobald die Tage deutlich kühler werden und weniger Sonnenstunden anstehen, kannst du die unreifen Früchte einfach abernten. Leg die noch festen, unversehrten Tomaten bei Zimmertemperatur – das sind etwa 18 bis 20 Grad – nebeneinander auf ein Tablett oder in eine Kiste. Such dir dafür einen warmen Platz im Haus; direkte Sonne brauchen die Tomaten dafür gar nicht.

So kannst du die Reifung zusätzlich anregen

Wenn du den Reifevorgang ein wenig beschleunigen möchtest, kannst du die Tomaten in Papier wickeln oder zusammen mit einem Apfel lagern. Der Apfel gibt ebenfalls Ethylen ab, wodurch die Tomaten noch schneller nachreifen. So sicherst du dir auch bei weniger optimalem Wetter eine schmackhafte Ernte deiner eigenen Tomaten zu Hause.

Für alle, die noch mehr aus ihrer Erntezeit herausholen möchten, lohnt sich auch ein Blick darauf, wie du dein Gewächshaus optimal für Tomaten und andere Pflanzen nutzt.

Geschmackliche Unterschiede bei nachgereiften Tomaten

Was du beim Nachreifen grüner Tomaten beachten solltest

Wenn du grüne Tomaten zum Nachreifen ins Haus holst, ist es besser, sie erst einmal ruhen zu lassen und nicht sofort zu probieren. Denn in noch unreifen Tomaten steckt das Alkaloid Solanin, das während der Nachreife immer mehr abgebaut wird.

Warum das Aroma variiert

Von der Süße und dem intensiven Geschmack her können Tomaten, die du im Haus nachreifen lässt, zwar lecker werden – doch meist sind sie den an der Pflanze vollständig ausgereiften Tomaten leicht unterlegen. Das typische, aromatische Profil ist bei später geernteten Früchten nicht immer so stark ausgeprägt.

Sonneneinstrahlung am Ende der Saison

Gerade zum Saisonende, wenn die Pflanzen oft weniger Sonnenlicht abbekommen, macht sich das auch in der Textur und dem Aroma deiner Tomaten bemerkbar. Dann kann es sein, dass die Früchte ein bisschen wässriger schmecken als gewohnt. Falls du noch mehr über die richtige Pflege und den optimalen Erntezeitpunkt für dein Gemüse erfahren möchtest, schau gern in unseren Beitrag zum Thema Gemüsegarten im Juli.