Stachelbeerspanner erkennen und bekämpfen: Maßnahmen im Jahreslauf

Der Stachelbeerspanner (Abraxas grossulariata) schädigt Stachelbeeren: erst kleine Fraßlöcher, später fressen die Räupchen im Frühjahr an jungen Blättern.

Mit dem richtigen Timing hältst du den Befall im Zaum: Falter fliegen Juli bis August und legen Eier an die Blattunterseite. Laub einsammeln, von April bis Juni Raupen und Kokons ablesen, Schmierseifenbrühe spritzen, Eigelege im Juli entfernen.

Stachelbeerspanner

Der Stachelbeerspanner ( Abraxas grossulariata ): auch Harlekin genannt, fliegt im Juli bis August. Seine Eier legt er in kleinen Gruppen an die Unterseite der Blätter zwischen die Rippen. Die nach 2 bis 3 Wochen ausschlüpfenden Räupchen nagen kleine Löcher in die Blätter, spinnen sich dann in einem Blatt ein und lassen sich mit diesem zu Boden fallen, um zu überwintern.

Im Frühjahr begeben sich die Raupen auf die jungen Blattriebe, um sich von den Blättern zu ernähren. Später im Juni erfolgt die Verpuppung, wobei sich die Raupe an einem Blatt oder Stängel mit wenigen Fäden festspinnt. Maßnahmen:

Da die jungen Räupchen zwischen abgefallenen Blättern überwintern, sammelt man diese ein und entsorgt sie. Von April bis Juni Raupen und Kokons von den Büschen ablesen. Es kann mit Schmiersei-fenbrühe gespritzt werden. Im Juli bei der Ernte sollten an der Blattunterseite gefundene Eigelege entfernt werden.

Befall sicher erkennen

Ab April zeigen junge Blätter erst punkt- und fensterartige Fraßstellen, später bleibt oft nur das Blattgerippe stehen. Frische Kotkrümel auf Blättern und Boden verraten aktiven Raupenfraß. Die Raupen sind gelblich-weiß mit schwarzen Flecken und schwarzem Kopf. Im Juni findest du lockere, weißliche Kokons an Blättern oder Trieben. Während der Erntezeit (Juli/August) sitzen die gelblichen Eigelege in kleinen Gruppen geschützt an der Blattunterseite zwischen den Rippen; die erwachsenen, auffällig gescheckten Falter fliegen in dieser Zeit.

Gezielt handeln im Jahreslauf

Herbst/Winter: sämtliches Falllaub unter den Sträuchern gründlich aufsammeln und entsorgen. Frühling (April–Mai): Sträucher wöchentlich kontrollieren; Schüttelprobe auf ein helles Tuch erleichtert das Auffinden – Raupen konsequent ablesen. Bei stärkerem Befall Blattunterseiten gründlich mit 1–2 % Schmierseifenlösung benetzen; Anwendung bei trockener Witterung am Abend, nach 7–10 Tagen wiederholen. Alternativ lässt sich ein Präparat mit Bacillus thuringiensis gegen junge Raupen einsetzen (nur nach Anleitung). Juni: nach Kokons an Blättern und Trieben suchen und entfernen; befallene, zusammengesponnene Blätter nicht kompostieren. Juli/August: Eigelege an der Blattunterseite entdecken und abstreifen bzw. zerdrücken, um den Schlupf zu verhindern.

Sträucher pflegen, Kontrolle erleichtern

Buschig-dichte Bereiche regelmäßig auslichten, damit du die Blattunterseiten gut erreichst und Gespinste schneller findest. Unter den Sträuchern sauber halten, damit überwinternde Blattpakete nicht liegen bleiben. Nützlinge fördern (z. B. durch blühende Begleitpflanzen und den Verzicht auf breit wirkende Insektizide) – Vögel und Schlupfwespen reduzieren Raupen und Eigelege spürbar.

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