Rosenzikade an Rosen erkennen und bekämpfen: Symptome & Maßnahmen

Zeigen Rosenblätter oben eine weißliche Sprenkelung, steckt oft die Rosenzikade dahinter – und nicht die Rote Spinne. So erkennst du den Unterschied und handelst rechtzeitig.

Mit wenigen, gezielten Schritten stoppst du den Schaden: stark befallene Triebe entfernen, träge erwachsene Zikaden absammeln, Nützlinge fördern und regelmäßig mit Brennnessel spritzen zur Blattstärkung.

Rosenzikade

Die Rosenzikade (Typhlocyba rosae):

Zeigen die Rosenblätter auf der Oberseite eine weißliche Sprenkelung, ist entweder die Rote Spinne oder die Rosenzikade der Urheber. Die Saugstellen des zuletzt genannten Schädlings, von dem hier die Rede sein soll, sind etwas gröber als die der Spinnenmilben.

Stark geschädigte Blätter gehen zugrunde. Die Zikaden bzw. ihre Larven sitzen auf der Blattunterseite. Die Larven ähneln Blattläusen. Die gelbgrünen, 3 mm großen, geflügelten Zikaden verfügen über ein gutes Springvermögen.

Im Jahr treten zwei Generationen auf. Die Überwinterung erfolgt im Eistadium. Die Eier werden an die Rosentriebe abgelegt.

Maßnahmen:

Stark befallene Triebe entfernen. Die erwachsenen Tiere sind träge und können gefangen oder zerdrückt werden. Nützlinge fördern. Regelmäßig mit Brennnessel spritzen zur Blattstärkung.

Befall erkennen und typische Zeitfenster

Kontrolliere ab dem Austrieb im Frühjahr regelmäßig junge Triebspitzen: Dort sammeln sich die ersten Blattlauskolonien, Blätter kräuseln sich, und es entsteht klebriger Honigtau. Dunkler Rußtaupilz auf dem Honigtau sowie reger Ameisenverkehr am Stamm sind deutliche Hinweise. Später im Jahr verbreiten geflügelte Blattläuse den Befall weiter auf Nachbarpflanzen.

Nützlinge gezielt unterstützen

Fördere Marienkäfer, Florfliegen, Schwebfliegen und Schlupfwespen, indem du blühende Kräuter und Stauden stehen lässt und auf breite Insektizidanwendungen verzichtest. Spüle kleine Kolonien früh morgens mit kräftigem Wasserstrahl von den Trieben oder knipse stark befallene Triebspitzen aus – so bleiben genügend Beutetiere für Nützlinge, ohne die Pflanze stark zu schwächen.

Weißanstrich, Leimringe und Kräuter-Anwendungen richtig nutzen

Trage an Obstbäumen den Weißanstrich im Spätherbst bis Winter auf Stamm und stärkere Äste auf, um Rindenspalten zu glätten und überwinternden Eiern die Bedingungen zu verschlechtern. Bringe Leimringe im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb an und halte sie klebrig sowie überbrückungsfrei, damit Ameisen die Blattläuse nicht „pflegen“. Für Kräuter-Auszüge: Brennnessel-Kaltansatz (z. B. 1 kg frische Brennnesseln in 10 l Wasser, 12–24 h ziehen lassen, 1:10 verdünnt sprühen) und Rainfarn-Abkochung abends auf Blattunterseiten aufbringen; pralle Sonne meiden.

Produkt-Tipp

Brennnessel

Weitere passende Ratgeber: Blattläuse natürlich vorbeugen und bekämpfen.