Pflaumenbohrer (Rhynchites cupreus) erkennen und bekämpfen

Fallen Zwetschgen, Kirschen, Aprikosen oder Mirabellen früh vom Baum, kann der Pflaumenbohrer die Ursache sein.

Hier liest du, woran du den Schädling im Mai erkennst und wie du ihn mit einfachen, bewährten Maßnahmen eindämmst.

Pflaumenbohrer

Der Pflaumenbohrer (Rhynchites cupreus):

Der Pflaumenbohrer lebt außer auf Zwetschen- und Pflaumenbäumen auch auf Kirsch-, Aprikosen- und Mirabellenbäumen. In die Früchte dieser Obst-Arten nagt er im Mai je ein kleines Loch und legt in jedes Loch ein Ei, insgesamt etwa 90 bis 100 Eier. Vorher beißt er den Fruchtstiel in der Mitte soweit durch, dass die Frucht bald danach zu Boden fällt. Die ausschlüpfenden Larven ernähren sich etwa 2 Wochen lang von dem Fruchtfleisch, verlassen dann die Früchte und verpuppen sich im Erdboden.

Maßnahmen:

Rechtzeitig im Frühjahr einen Insektenfanggürtel anlegen. Abgefallene Früchte, in denen sich die Larven befinden, sorgfältig einsammeln und vernichten.

So erkennst du den Pflaumenbohrer

Ab Mai ist der Käfer an Zwetschgen-, Pflaumen-, Kirsch-, Aprikosen- und Mirabellenbäumen aktiv. Typisch sind winzige Einstich- oder Fraßlöcher in jungen Früchten, oft nahe dem Stielansatz. Zusätzlich ist der Stiel teilweise angeknabbert, sodass noch grüne Früchte früh abfallen. Schneidest du eine gefallene Frucht auf, findest du häufig eine cremeweiße, fußlose Larve und braune Fraßgänge; nach rund zwei Wochen verlässt die Larve die Frucht und verpuppt sich im Boden.

Bekämpfen und eindämmen

Lege im zeitigen Frühjahr einen eng anliegenden Insektenfanggürtel am Stamm an und kontrolliere ihn regelmäßig. Schüttle an kühlen Morgen die Zweige über einem ausgelegten Tuch ab und sammle die Käfer ein. Sammle abgefallene Früchte täglich auf und entsorge sie sicher (nicht kompostieren). Halte die Baumscheibe frei von Bewuchs und lockere den Boden flach, damit Larven und Puppen an der Oberfläche vertrocknen oder von Vögeln aufgenommen werden.

Laufende Kontrolle

Prüfe ab Mai wöchentlich junge Früchte auf Einstichstellen und angeschnittene Stiele. Entferne befallene Früchte umgehend, damit die Larven nicht in den Boden gelangen. Durch maßvolles Auslichten der Krone behältst du den Überblick und kannst befallene Partien schneller erkennen und abernten.

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