Garten im Urlaub So überstehen Balkon und Garten deine Urlaubszeit

Garten im Urlaub

So überstehen Balkon und Garten deine Urlaubszeit

Ein paar Wochen Sommerurlaub – herrlich. Wären da nicht die Sorgen um den Garten oder die bepflanzte Terrasse. Wer gießt? Und wie überleben empfindliche Pflanzen die Hitze? Mit guter Vorbereitung und ein paar Tricks klappt das auch ohne täglichen Einsatz.

Pflanzen nicht „verziehen“

Pflanzen, die regelmäßig nur oberflächlich gegossen werden, bilden flache Wurzeln – und sind damit anfälliger für Trockenheit. Besser: seltener, aber durchdringend wässern. Wer das schon im Frühjahr so macht, trainiert die Pflanzen dazu, tiefer zu wurzeln. So kommen sie länger ohne Wasser aus – ideal für die Urlaubszeit.

Balkonpflanzen brauchen mehr Aufmerksamkeit

Auf dem Balkon ist der Platz für Wurzeln begrenzt. Töpfe und Kästen trocknen schneller aus, gerade bei praller Sonne. Hier hilft oft nur häufigeres Gießen – oder technische Unterstützung.

Verdunstung verringern: Mulch & Hacke

Eine Schicht aus Mulch, Rasenschnitt oder Rindenmaterial schützt den Boden vor dem Austrocknen. Vorher gut wässern, dann bleibt die Feuchtigkeit länger gespeichert. Zusätzlich kann Hacken helfen: Es unterbricht die Bodenkanäle, durch die Wasser an die Oberfläche aufsteigen und verdunsten würde. Die Kombination aus Mulchen und Hacken spart Wasser – und Zeit.

Wasserbedarf ist nicht bei allen gleich

Mediterrane Kübelpflanzen wie Oliven oder Zitrusgewächse kommen mehrere Tage ohne Wasser aus. Geranien oder Petunien dagegen sind durstig – sie brauchen bei Hitze tägliche Pflege. Aber: zu viel Wasser ist genauso schädlich wie zu wenig. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule.

Morgens gießen ist besser als abends

Feuchtigkeit über Nacht fördert Pilzkrankheiten. Am besten ist es, in den frühen Morgenstunden zu gießen – dann können die Pflanzen das Wasser effektiv nutzen, bevor die Hitze kommt.

Urlaubsvertretung richtig einweisen

Wenn Nachbarn oder Freunde einspringen, sollten sie wissen: Nicht täglich gießen, sondern nur nach Bedarf. Viele machen es zu gut – und schaden den Pflanzen damit unbewusst. Lieber checken: hängen die Blätter? Dann ist Gießen dran.

Smarte Bewässerungslösungen

Für längere Abwesenheiten gibt es clevere Hilfen: automatische Bewässerungssysteme mit Zeitschaltuhr oder Sensoren, die bei trockener Erde Wasser freigeben. Für Töpfe eignen sich Tonkegel oder Tonkugeln, die Wasser langsam abgeben. Wer’s kreativ mag, kann auch eine Plastikflasche mit gelochtem Deckel kopfüber in den Topf stecken – funktioniert ebenfalls.

Pflanzen sehen nach dem Urlaub schlapp aus?

Kein Grund zur Panik: Viele Pflanzen werfen bei Trockenheit ihr Laub ab, um Energie zu sparen. Das ist kein Todesurteil. Nach ein paar kräftigen Wassergaben, etwas Rückschnitt und einer Portion Dünger treiben sie meist wieder aus.

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