Garten auch bei Regen gießen

Garten auch bei Regen gießen

Wann ist das wirklich nötig?

Warum es manchmal sinnvoll ist, bei Regen zur Gießkanne zu greifen

Wenn es draußen regnet, freust du dich bestimmt, weil du denkst, jetzt ist für die Pflanzen erstmal alles getan. Viele gehen davon aus, dass Regen ausreicht, um die Beete gut zu versorgen. Tatsächlich stimmt das aber nicht immer. Je nach Regenmenge und weiteren Bedingungen kann es nötig sein, dass du deinen Garten auch nach einem Regenguss gießt, damit deine grünen Lieblinge nicht durstig bleiben.

Der Unterschied zwischen leichtem Regen und ausgiebigem Schauer

Nicht jeder Regenschauer dringt tief genug in den Boden vor. Gerade sanfter oder kurzer Regen benetzt oft nur die oberste Erdschicht, während die Wurzeln im Trockenen bleiben. Tiefwurzelnde Pflanzen wie Rosen, Lavendel oder Wein brauchen aber genau dort Feuchtigkeit. Bleibt der Boden nur oberflächlich nass, solltest du genauer hinschauen. Prüf mit den Fingern oder einem kleinen Spaten, wie feucht die Erde etwa 10 bis 15 Zentimeter unter der Oberfläche ist. Fühlt sich der Boden dort trocken an, brauchen deine Pflanzen zusätzlich Wasser – egal, ob es vorher getröpfelt hat.

Unterschiedlicher Wasserbedarf: Nicht jede Pflanze ist gleich durstig

Die Bedürfnisse der Pflanzen im Beet sind ganz verschieden. Tomaten, Gurken und Zucchini haben zum Beispiel einen besonders großen Durst. Auch viele Blühpflanzen wie Hortensien oder Rhododendren ziehen besonders viel Wasser aus dem Boden. Hat es nur wenig geregnet, schadest du deinem Gemüse und deinen Blumen, wenn du zu lange mit dem nächsten Gießen wartest. Hängende Blätter, Wachstumspausen oder gelbe Verfärbungen zeigen dir schnell, dass Feuchtigkeit fehlt und deine Pflanzen Nachschub brauchen.

Bodenart bestimmt, wie gut Wasser gespeichert wird

Der Gartenboden ist ein entscheidender Faktor beim Gießen. In Sandböden versickert Wasser besonders schnell, oft bevor es die tieferen Wurzelzonen erreicht. Lehmige Erde speichert das Wasser besser, kann aber bei starkem Regen zu Staunässe führen – das mögen viele Pflanzen gar nicht. Beobachte daher: Zieht das Regenwasser schnell ein und trocknet der Boden rasch wieder ab, hilft zusätzliches Gießen deinen Pflanzen enorm. Steht Pfützenwasser länger auf den Beeten, solltest du eher vorsichtig mit der Gießkanne sein, um keine Überwässerung zu riskieren.

Einfluss von Mulch

Mulch, Überdachungen und ihr Einfluss auf die Wasserversorgung

Auch Mulchschichten oder Überdachungen spielen beim Gießen im Regen eine Rolle. Mulch schützt die Erde zwar vor dem Austrocknen, kann aber dafür sorgen, dass leichter Regen nicht direkt an die Pflanzenwurzeln gelangt. Überdachte Terrassen oder Balkone halten ohnehin einen Großteil der Feuchtigkeit ab. Kontrolliere deshalb regelmäßig, wie feucht der Boden unter Mulch oder Überdachungen tatsächlich ist – und gieße bei Bedarf gezielt nach, damit deine Pflanzen gesund und kräftig wachsen.

Wie Mulch dir im Gartenalltag hilft

Wenn du deinen Garten gerne gesund und ordentlich halten möchtest, ist Mulch ein echter Verbündeter. Er sorgt dafür, dass der Boden nicht so schnell austrocknet und unterdrückt störendes Unkraut ganz natürlich. Allerdings kann eine besonders dicke Mulchschicht auch verhindern, dass Regenwasser bis zum Boden durchdringt. Das gleiche Problem hast du, wenn deine Pflanzen unter dichten Baumkronen oder in geschützten Gartenecken wachsen – dort kommt oft weniger Regen an. In solchen Situationen musst du das fehlende Wasser oft mit der Gießkanne ausgleichen.

Kontrolliere die Bodenfeuchte unter Mulch und Laub

Schau regelmäßig nach, wie feucht der Boden unter Mulch oder dichtem Laub tatsächlich ist. Fühlt sich der Boden trocken an, solltest du zusätzlich bewässern – nur so bleiben deine Pflanzen vital.

Gießen bei Sommerhitze – darauf solltest du achten

Im Sommer wird es manchmal so heiß, dass der Boden kaum Wasser speichern kann – Regen läuft dann häufig einfach ab, statt tief einzusickern. Windige Tage verstärken das Problem, da auch das Gießwasser schnell verdunstet oder verweht wird. Beobachte das Wetter genau: Wenn nach einem kurzen Schauer wieder Hitze und Sonne dominieren, solltest du auf jeden Fall zusätzlich gießen, um deine Pflanzen ausreichend mit Wasser zu versorgen.

Praktische Tipps für das richtige Gießen

Du musst Blumen und Rasen nicht jeden Tag gießen – aber wenn, dann ausgiebig und durchdringend.

Nutze für Blumenbeete lieber eine Gießkanne oder einen Tropfschlauch, statt den Rasensprenger, damit das Wasser wirklich direkt an die Wurzeln gelangt. Das schützt auch die Blätter vor Feuchtigkeit, die Pilzkrankheiten begünstigen kann.

Vermeide es, in der heißen Mittagssonne zu wässern. Greif lieber früh morgens zur Gießkanne – dann verdunstet weniger Wasser.

Regenwasser ist ideal zum Gießen – das tut nicht nur deinen Pflanzen gut, sondern auch der Umwelt.

Lockere die Beete regelmäßig mit einem Rechen auf. Dadurch kann das Wasser besser eindringen und deine Pflanzen profitieren optimal davon.

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