Bäume für den Klimawandel

Bäume für den Klimawandel

Zukunftsbäume – welche Arten mit Hitze, Trockenheit und Sturm besser zurecht kommen

Bäume sind wichtig – für die Natur, das Klima und für uns Menschen. Aber die Klimaerwärmung macht vielen Arten zu schaffen. Wenn du einen Baum pflanzen willst – ob im Garten, Park oder Wald –, lohnt es sich, robuste Arten zu wählen, die mit Hitze, Trockenheit und Wind gut zurechtkommen.

Warum viele Bäume in Not sind

Die Sommer werden heißer und trockener. Das bringt viele Bäume an ihre Grenzen. Untersuchungen zeigen, dass nur wenige Bäume noch einen gesunden Kronenzustand haben. Besonders schlimm ist es bei Fichten, die ursprünglich aus feuchten, kühlen Regionen stammen. Sie vertragen Trockenheit nicht – viele sind schon abgestorben.
Damit wir in Zukunft besser gewappnet sind, brauchen wir Baumarten, die mit den neuen Bedingungen gut umgehen können.

Robuste Baumarten für den Klimawandel

Diese Arten gelten als besonders widerstandsfähig gegen Hitze, Trockenheit und starke Winde:

Laubbäume

• Baumhasel (Corylus colurna) – kommt mit Hitze und Stadtklima gut klar
• Elsbeere (Sorbus torminalis) – liebt Wärme, passt zu trockenen Böden
• Feldahorn (Acer campestre) – verträgt Trockenheit, ist frosthart und stadtklimafest
• Hainbuche (Carpinus betulus) – lässt sich gut schneiden, robust bei Hitze und Trockenheit
• Speierling (Sorbus domestica) – sehr trockenheitsresistent

Nadelbäume

• Schwarzkiefer (Pinus nigra) – widerstandsfähig, auch bei schlechten Böden
• Zedernarten (z. B. Cedrus libani) – brauchen Platz, sind aber sehr trockenheitsverträglich

Obstgehölze

• Feige (Ficus carica) – gut an warme Standorte angepasst
• Mandeln (Prunus dulcis) – ideal für Weinbauklima, sehr trockenheitsresistent
• Maulbeere (Morus alba/nigra) – liebt Wärme, verträgt Trockenstress gut

Bäume für den Klimawandel

Pflegehinweis für Jungbäume bei Trockenheit:

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Stadtbäume im Klimastress

In der Stadt haben es Bäume besonders schwer. Neben Hitze und Trockenheit gibt es weitere Probleme:
• Luftverschmutzung
• Verdichtete und versiegelte Böden
• Nährstoffmangel
• Streusalz im Winter
• Hundeurin
• Schäden durch Bauarbeiten
• Wenig Licht wegen hoher Gebäude
Zudem ist es in Städten oft bis zu zehn Grad wärmer als im Umland – das sogenannte Stadtklima setzt die Bäume zusätzlich unter Stress.

Warum Stadtbäume trotzdem unverzichtbar sind

Trotz aller Herausforderungen leisten Stadtbäume viel:
• Sie kühlen die Umgebung
• Sie filtern Feinstaub
• Sie spenden Schatten
• Sie bieten Lebensraum für Tiere
• Sie speichern Wasser
• Sie helfen, Überschwemmungen zu verhindern
• Sie verbessern die Luftqualität und unser Wohlbefinden

Neue Krankheiten und Schädlinge

Wenn Bäume geschwächt sind, haben Krankheiten und Schädlinge leichtes Spiel. Wichtige Probleme sind:
• Ahorn-Rußrindenkrankheit – ein Pilz, der nach Dürre besonders gefährlich wird
• Asiatischer Laubholzbockkäfer – zerstört selbst gesunde Bäume, bei Befall müssen alle Bäume im Umkreis gefällt werden
Weitere Schädlinge:
• Eichenprozessionsspinner
• Gespinstmotten
• Bakterien wie Pseudomonas syringae bei Kastanien

Obstbäume besonders betroffen

Auch Obstbäume leiden unter dem Klimawandel:
• Die Winter sind kürzer, die Bäume treiben früher aus
• Späte Fröste im Frühjahr können Triebe und Blüten erfrieren lassen
• Obstbäume blühen nur einmal im Jahr – bei Frost fällt die Ernte aus

Was kann man tun?

Eine Möglichkeit ist Frostschutzberegnung: Die Blüten werden mit Wasser besprüht, das beim Gefrieren Wärme abgibt. Das hilft, verbraucht aber viel Wasser.
Eine andere Lösung sind spätblühende Sorten. Sie blühen nach dem Frost – haben aber weniger Zeit, um ihre Früchte reifen zu lassen.

Die Zukunft der Obstbäume

Früher nutzte man oft schwachwüchsige Unterlagen. Diese machen kleine, pflegeleichte Bäume – aber ihre Wurzeln bleiben oberflächlich.
Besser sind in Zukunft starkwüchsige Unterlagen. Sie bilden tiefere Wurzeln, kommen besser an Wasser und sind insgesamt robuster. Kleine Apfelbäume werden also seltener – dafür gibt es kräftigere Bäume, die besser mit Trockenheit klarkommen.

Was heißt überhaupt „veredeln“?

Beim Veredeln wird eine gewünschte Sorte mit einer passenden Wurzel – der sogenannten Unterlage – verbunden. Am unteren Stamm sieht man meist eine Verdickung, das ist die Veredelungsstelle.
Die Unterlage beeinflusst, wie groß der Baum wird, wie lange er lebt und wie standfest er ist.
Veredelungsmethoden
Apfelbaum veredeln im Sommer
Obstbaumschnitt

Was kannst Du konkret tun?

• Gieße junge Stadtbäume in deiner Nähe – am besten mit 15 Litern Wasser alle paar Tage
• Informiere dich über robuste Baumarten für deinen Garten oder deine Streuobstwiese
• Erzähle anderen davon – zum Beispiel Nachbarn mit Garten
• Mach bei Pflanzaktionen in deiner Region mit

Bäume für den Klimawandel