Wasser im Garten sparen – 9 Tipps für heiße Tage
Überdenke deine Gießgewohnheiten
Gerade im Sommer kann das Gießen im Garten schnell ins Geld gehen. Wenn du Wasser und Kosten sparen willst, kommt es darauf an, nicht einfach wild drauflos zu wässern. Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend: Morgens und abends, wenn die Sonne noch nicht so stark scheint, verdunstet deutlich weniger Wasser. So profitierst du davon, dass das Gießwasser gezielt bis zu den Wurzeln deiner Pflanzen vordringt und nicht ungenutzt in der Mittagshitze verdampft.
Gönn deinem Rasen mehr Höhe
Ein sattgrüner Rasen muss gar nicht ständig gewässert werden – zumindest dann nicht, wenn du ihn nicht zu kurz schneidest. Stelle den Rasenmäher in den heißen Monaten einfach etwas höher, so bleibt das Gras länger, die Erde trocknet weniger schnell aus und du kannst bei seltenerem Wässern trotzdem auf ein schönes Grün zählen.
Mulchen für ein ausgeglichenes Bodenklima
Wenn du einen modernen Mäher hast, kannst du das Schnittgut auf dem Rasen liegenlassen – sogenanntes Mulchmähen. Diese Mulchschicht schützt den Boden vor starker Verdunstung. Auch Rindenmulch oder spezielle Mulchfolien sind eine echte Hilfe im Staudenbeet oder rund um Bäume und Sträucher, weil sie die Feuchtigkeit im Erdreich länger halten. Gerade im Gemüsegarten sorgt Mulchfolie für ein gleichmäßiges Mikroklima und unterstützt die Pflanzen beim Wachsen.
Standort und Pflanzenauswahl clever planen
Du hast die Wahl: Pflanzen, die besonders viel Wasser benötigen, wie Rhododendron oder Hortensie, fühlen sich schattiger wohler als in der prallen Sonne. Für heiße, sonnige Plätze eignen sich dagegen robuste Arten wie Steppenpflanzen oder typische Steingartenbewohner, die auch mit längerer Trockenheit gut zurechtkommen. Tiefwurzelnde Gehölze wie Rosen, Eiben oder Kirschlorbeer holen sich selbst in trockenen Phasen aus tieferen Bodenschichten noch Wasser. Wenn du unsicher bist, welche Pflanzen für deinen Garten optimal sind, hol dir den Rat aus einer Baumschule vor Ort. Noch mehr Inspiration für nachhaltige Gartenideen findest du übrigens in den 10 einfachen Tipps für nachhaltiges Gärtnern.
Regenwasser gezielt nutzen
Gerade für Rhododendren und Moorbeetpflanzen eignet sich Regenwasser mit seinem niedrigen pH-Wert oft besser als das kalkhaltige Wasser aus der Leitung. Eine Regentonne ist schnell aufgestellt und spart schon im kleinen Garten bares Geld. In größeren Gärten lohnen sich Zisternen mit viel Volumen oder gleich eine große Regenwasserspeicheranlage, die das Haus und den Garten versorgt.
Praktische Technik-Tipps für weniger Wasserverbrauch
Die richtige Ausrüstung macht das Gießen noch effizienter: Mit einem automatischen Bewässerungssystem, Zeitschaltuhren und Feuchtigkeitssensoren lässt sich der Verbrauch ganz nach Bedarf anpassen. In den Sommermonaten hilft dir das nicht nur, Wasser zu sparen – du hast auch mehr Zeit, um deinen Garten zu genießen.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du auch bei extremer Trockenheit das Beste aus deinem Garten herausholen kannst, dann schau dir die Empfehlungen zu Sommerblumen, die mit Trockenheit zurechtkommen an. Und falls jetzt der Startschuss für deine Sommerpflege gefallen ist, kannst du deine To-dos im Juni im Nutzgarten noch einmal durchgehen.
So pflegst du deine Gemüsebeete optimal
Greife regelmäßig zur Hacke oder zum Grubber, um dein Gemüsebeet gut in Schuss zu halten. Auf diese Weise hat Unkraut kaum eine Chance und du sorgst dafür, dass der Boden nicht so schnell austrocknet. Indem du die oberste Erdschicht lockerst, unterbrichst du die feinen Wasserkanäle und verhinderst unnötigen Wasserverlust. Am besten bearbeitest du den Boden nach ausgiebigen Regenfällen, wenn die Erde viel Feuchtigkeit aufgenommen hat und die Oberfläche etwas verschlämmt ist. Bio Dünger für Gemüse
Beim Gießen auf die Wurzelzone achten
Beim Bewässern deiner Beete solltest du nicht einfach mit einem feinen Sprühnebel über die Pflanzen gehen. Besser ist es, das Wasser gezielt direkt an die Wurzeln zu geben. So gelangt die Feuchtigkeit genau dorthin, wo sie gebraucht wird, und du vermeidest, dass sie auf den Blättern verdunstet. Häufiges, oberflächliches Gießen bringt wenig – wässere lieber seltener, dafür aber durchdringend, damit deine Pflanzen wirklich davon profitieren. Für noch mehr Tipps zum effizienten Gärtnern findest du Inspiration im Beitrag über Gartenarbeit im Frühling. Zum Wurzeldünger.
Die Wahl des richtigen Topfes
Auf Terrasse und Balkon sehen Terracotta-Töpfe zwar besonders schön aus, allerdings geht durch ihre poröse Oberfläche viel Wasser verloren. Der leichte Kühleffekt tut den Pflanzen zwar gut, bedeutet aber, dass du häufiger nachgießen musst – was auf Dauer ins Geld gehen kann. Überlege dir daher, ob du wasserliebende Kübelpflanzen nicht besser in glasierte Keramiktöpfe setzt, wenn du Wasser sparen möchtest. Achte außerdem stets darauf, ausreichend große Töpfe zu wählen, damit das Substrat an heißen Tagen nicht zu schnell austrocknet und deine Pflanzen stets versorgt sind. Noch hilfreiche Ratschläge für den Anbau unterschiedlichster Gemüsesorten findest du übrigens auch auf der Übersicht über Gemüse für Anfänger.