Kartoffeln anbauen: Pflanzzeit, Anbau im Beet und Kübel, Pflege & Ernte
Du willst eigene Kartoffeln ernten, weißt aber nicht, wann und wie du startest? Hier findest du die wichtigsten Schritte für Beet, Hochbeet, Kübel und Pflanzsack.
Mit richtiger Pflanzzeit, lockerer Erde und regelmäßigem Anhäufeln wachsen gesunde Knollen. So sparst du Pflegeaufwand und holst zuverlässig eine gute Ernte.
Kurz erklärt
Pflanze zertifizierte Saatkartoffeln in lockere, nährstoffreiche Erde an einem sonnigen Platz und häufle die Triebe später an – so bleiben die Knollen dunkel und entwickeln sich kräftig.
Wichtig beim Kartoffeln anbauen
- Pflanze ab Mitte April (in milden Lagen ab Anfang April) Saatkartoffeln in Reihen etwa 10 cm tief in gelockerte, mit Kompost angereicherte Erde und bedecke sie wieder.
- Beginne mit dem Anhäufeln, sobald die Triebe einige Zentimeter hoch sind, und wiederhole es alle 3–4 Wochen; alle Knollen vollständig mit Erde bedecken.
- Halte das Beet gleichmäßig leicht feucht und vermeide Staunässe; gieße nur in trockenen Sommerwochen zusätzlich, auf humusreichen Böden meist nicht nötig.
Hast du Lust, im eigenen Garten Kartoffeln anzubauen? Mit ein paar Handgriffen gelingt es wunderbar. Starte am besten im Frühjahr, wenn der Boden sich schon etwas erwärmt hat. Wähle für deine Kartoffeln eine sonnige Stelle aus, damit sie kräftig wachsen können.
Je lockerer und nährstoffreicher der Boden, desto besser entwickeln sich die Knollen. Lockere deshalb die Erde gut auf und arbeite etwas Kompost ein. Nun legst du die Saatkartoffeln mit ausreichend Abstand in etwa zehn Zentimeter tiefe Reihen und bedeckst sie wieder mit Erde.
So hast du die besten Voraussetzungen geschaffen.
So pflegst du deine Kartoffelpflanzen mit Erfolg
Was du jetzt tun solltest
- Pflanze zum Beispiel Busbohnen, alle Arten von Kohl, Spinat, Mais oder Kapuzinerkresse gemeinsam mit Deinen Kartoffeln.
- Halte das Beet immer leicht feucht, aber vermeide Staunässe.
- Lockere deshalb die Erde gut auf und arbeite etwas Kompost ein.
Damit deine Kartoffelpflanzen prächtig gedeihen, brauchen sie regelmäßige Aufmerksamkeit. Sobald die ersten Triebe mehrere Zentimeter herausragen, lohnt es sich, die Pflanzen anzuhäufeln – das heißt, du häufst vorsichtig Erde um die Triebe, damit die jungen Knollen vor Licht geschützt wachsen und nicht grün werden.
Halte das Beet immer leicht feucht, aber vermeide Staunässe. Auch auf Unkraut solltest du achten, da es den Kartoffeln Nährstoffe und Wasser streitig macht. Sollte sich das Laub gelb verfärben, ist das meist ein Zeichen, dass die Erntezeit naht und du dich schon auf frische Kartoffeln aus deinem eigenen Garten freuen kannst.
Das solltest du über Kartoffeln im Garten wissen
Kartoffeln stammen aus der Familie der Nachtschattengewächse – und wahrscheinlich hast auch du schon davon gehört, wie beliebt sie bei Hobbygärtnern sind. Wenn du selbst Kartoffeln anbauen willst, wird dich freuen, dass das sowohl im Beet als auch auf Balkon oder Terrasse ohne großen Aufwand möglich ist.
Anders als viele andere Gemüsesorten ziehst du Kartoffeln nicht aus Samen, sondern pflanzt sie mit speziellen Saatknollen in die Erde. Der richtige Zeitpunkt zum Pflanzen hängt davon ab, wie das Wetter bei dir ist – meist kannst du damit ab Mitte April loslegen.
So wächst deine Kartoffelernte spielend leicht
Hast du die Saatknollen erst einmal gesetzt, dauert es je nach Sorte und Wachstumsbedingungen zwischen drei und vier Monaten, bis du viele frische Kartoffeln aus der Erde holen kannst. Damit du einen möglichst großen Ertrag bekommst, kommt es darauf an, dass du einen sonnigen, lockeren Platz für deine Kartoffeln auswählst. Das Schöne ist: Mit ein bisschen Geduld und Pflege wirst du mit einer reichen Kartoffelernte belohnt – ein tolles Gefühl, besonders wenn auch Kinder mitmachen und erleben, wie das Gemüse im eigenen Garten heranwächst.
So pflegst du deine Kartoffelpflanzen richtig
Kartoffelpflanzen brauchen nur wenig Pflege, wenn du ihnen den passenden Standort bietest. Wichtig ist vor allem, dass du regelmäßig das Unkraut entfernst und die Erde rund um die Pflanzen auflockerst. Besonders das sogenannte Anhäufeln spielt eine große Rolle: Ziehe mit einer Hacke die lockere Erde an die Basis deiner Kartoffelpflanzen und bedecke die unteren Triebe damit.
So schützt du die Knollen vor Licht, denn zu viel Sonne lässt sie grün werden und erhöht den Anteil des giftigen Solanins. Außerdem bekommen die Knollen durch das Anhäufeln genug Platz, um sich gut zu entwickeln, und das Unkraut hat es schwerer.
Wann solltest du damit anfangen? Sobald das erste zarte Grün zu sehen ist, geht’s los – und dann wiederholst du die Prozedur am besten alle drei bis vier Wochen. Achte dabei darauf, die Blätter nicht zu beschädigen und alle Knollen mit Erde zu bedecken.
Falls dein Boden besonders viel Humus enthält, musst du meistens nicht zusätzlich gießen. In trockenen Sommerwochen sorgst du mit etwas Wasser dafür, dass die Knollen schön groß werden und viele Kartoffeln wachsen.
Welcher Platz eignet sich am besten zum Anbauen?
Kartoffeln lieben es sonnig und warm. Du musst aber nicht unbedingt ein klassisches Gartenbeet haben – Hochbeete, große Kübel oder spezielle Pflanzsäcke bieten ebenso gute Bedingungen. Wichtig ist vor allem der richtige Boden: Er sollte locker, humusreich und gut durchlässig sein, damit die Wurzeln nicht im Wasser stehen und keine Staunässe entsteht.
Optimal ist ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert zwischen 5,5 und 7. Auch auf ärmeren Böden kannst du Kartoffeln erfolgreich kultivieren. Hier hilft es, schon im Herbst etwas Kompost oder Stallmist einzuarbeiten, damit der Boden noch nährstoffreicher wird und deine Pflanzen kräftig wachsen können.
Das solltest du zu Fruchtfolge und Mischkultur wissen
Wenn du Kartoffeln anbaust, achte darauf, dass sie nicht direkt neben Tomaten stehen – das mögen beide nicht besonders. Zudem ist es clever, der gleichen Fläche nach einer Kartoffelernte drei Jahre Pause zu gönnen, bevor du dort wieder Kartoffeln setzt.
Am besten wechselst du jedes Jahr die Standorte im Gemüsebeet – so verhinderst du, dass sich Krankheiten ausbreiten, und deine Kartoffeln gedeihen jedes Jahr aufs Neue. Nach einer Gründüngung fühlen sich die Knollen besonders wohl, weil sie echte Starkzehrer sind und einen Haufen Nährstoffe brauchen, die dann im Boden verfügbar sind.
Mit diesen Tipps gelingt dir eine reiche Kartoffelernte
Setze auf Mischkultur, indem du verschiedene Gemüse- und Blumenarten nebeneinander pflanzt. Diese Kombination sorgt dafür, dass sich die Pflanzen gegenseitig stärken und weniger anfällig für Schädlinge sind. Gerade, wenn du nur wenig Platz hast, ist das eine smarte Lösung, denn so bleiben deine Kartoffelpflanzen gesund und du sparst dir viel Arbeit bei der Pflege.
So gibst du deinen Kartoffeln alles, was sie brauchen
Kartoffeln zählen zu den Gemüsen, die besonders viele Nährstoffe benötigen. Wenn du beim Düngen sparst, wachsen sie langsamer und du erntest am Ende weniger. Am besten versorgst du die Knollen direkt beim Einsetzen in die Erde mit einem natürlichen Dünger – zum Beispiel gut verrottetem Kompost oder speziellem organischen Kartoffeldünger.
Solch ein Dünger gibt über die gesamte Wachstumsphase hinweg seine wertvollen Inhaltsstoffe ab und unterstützt außerdem das Leben der Bodenorganismen. Auf mineralische Komplettdünger kannst du im eigenen Garten getrost verzichten, denn für die Kartoffelpflanzen sind diese nicht nötig.
Kartoffeln im eigenen Garten anbauen – so gelingt der Start
Sobald sich die ersten Gartenfreuden ab Februar ankündigen, findest du im Handel spezielle Saatkartoffeln. Greife am besten zu hochwertiger, geprüfter Ware – so stellst du sicher, dass deine Kartoffeln von gesunden Mutterpflanzen stammen und du den besten Start hast. Achte beim Einkauf also darauf, dass die Knollen als Saatkartoffeln ausgezeichnet und zertifiziert sind, denn sie bringen meist die größten Erträge und weniger Probleme mit Krankheiten mit sich.
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Pflanzen?
Weil Kartoffeln sehr empfindlich auf Frost reagieren, solltest du dich mit dem Auspflanzen gedulden, bis die Temperaturen es wirklich zulassen. Wohnst du in einer Region mit mildem Klima, dann kannst du ungefähr ab Anfang April loslegen.
Lege dazu die Knollen mit ausreichend Abstand in aufgelockerte Erde und decke sie am besten gleich mit einem schützenden Vlies ab. So schützt du deine zukünftige Ernte vor späten Frösten und kannst die gespeicherte Wärme im Boden nutzen.
Als Faustregel gilt: Zwischen 10 und 15 Grad Celsius am Tag sind optimal zum Pflanzen. Setzt du die Kartoffeln schon bei kälterem Wetter, können sie schnell Schaden nehmen – schon ein kurzer Frost reicht aus und sie wachsen nur schlecht oder verfaulen im Boden.
Mit diesen Tipps startet deine kleine Kartoffelzucht garantiert erfolgreich in die neue Gartensaison!
So ziehst du früher Kartoffeln: Mit vorgekeimten Knollen starten
Wenn du möglichst früh eigene Kartoffeln ernten möchtest, hilft ein kleiner Trick: Lass die Saatknollen schon im Haus keimen. Ab Mitte März kannst du die Kartoffeln zum Beispiel in Eierkartons oder flachen Kisten auslegen.
Such dir dafür einen hellen und kühlen Platz, etwa mit zehn Grad. Nach rund zwei bis drei Wochen bilden sich feste, kräftige Triebe. Diese vorgekeimten Kartoffeln machen es dir möglich, schon zeitiger leckere Kartoffeln zu ernten.
Außerdem sind die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge als ungekeimte Sprösslinge. Beim Auspflanzen musst du allerdings vorsichtig sein, denn die jungen Triebe brechen schnell ab. Im Grunde unterscheidet sich das Setzen der gekeimten Kartoffeln aber kaum vom Einpflanzen im April oder Mai.
Darauf solltest du beim Auspflanzen achten
Kartoffeln lieben es warm und kommen ab April ins Beet. Bereite den Boden gut vor, indem du ihn tief auflockerst und Unkraut beseitigst. Eine lockere Erde ist wichtig, damit die Knollen schön wachsen können. Am besten legst du für die Pflanzung Reihen an – so hast du es später leichter mit allen Pflegeschritten.
Du kannst entweder einzelne Löcher graben oder mit der Hacke eine Pflanzfurche ziehen. Zwischen den einzelnen Kartoffelpflanzen lässt du am besten etwa 35 Zentimeter Abstand. Es kommt immer nur eine Knolle pro Stelle in den Boden – achte darauf, dass das sogenannte „Auge“ oder die frische Triebspitze nach oben zeigt.
Die Knollen deckst du behutsam mit lockerer Erde zu. Gießen ist jetzt meist nicht nötig.
Mit kleinen Handgriffen zu gesunden Pflanzen
Wenn du deinen Kartoffeln beim Einpflanzen gleich etwas Naturdünger mitgibst, freut sich die Erde. Organische Düngemittel fördern die Bodenlebewesen und versorgen die Pflanzen über längere Zeit langsam mit wichtigen Nährstoffen.
Ist dein Boden sehr humusreich, reicht es, erst später beim Austrieb nachzudüngen. Danach heißt es abwarten – bis zum ersten frischen Grün vergehen meist drei bis vier Wochen, je nach Wetter und Temperaturen. Während dieser Phase musst du dich um nichts kümmern.
Willst du dir einen Vorsprung für die Ernte holen, kannst du die Pflanzreihen mit Gartenvlies abdecken. Das schützt die Knollen vor Kälte und sorgt dafür, dass sie schneller wachsen. Entferne das Vlies ab Mitte Mai, wenn das Wetter stabiler ist, am besten an einem bewölkten Tag.
Praktische Tipps für den Kartoffelanbau
Beim Pflanzen ist der richtige Reihenabstand besonders wichtig. Bietest du den Knollen zu wenig Platz, ist es später schwierig, die Erde an den Pflanzen anzuhäufeln – das sorgt aber dafür, dass die Kartoffeln reichlich wachsen und geschützt sind. Wenn du besonders große Saatkartoffeln hast, kannst du sie mit einem scharfen Messer in mehrere Stücke teilen. Jedes Teilstück sollte dabei mindestens einen kleinen Austrieb, also ein „Auge“, haben – nur so bildet es später kräftige Triebe.
Kartoffeln ganz einfach auf Balkon oder Terrasse ziehen
Auch ohne eigenen Garten kannst du leckere Kartoffeln selber anbauen – alles, was du dafür brauchst, ist ein Kübel, Hochbeet oder ein Pflanzsack. Die Erde sollte schön locker und wasserdurchlässig sein, damit sich keine Staunässe bildet und die Feuchtigkeit nicht völlig verschwindet. Damit überschüssiges Wasser ablaufen kann, solltest du darauf achten, dass deine Gefäße am Boden Löcher haben. Wenn du möchtest, kannst du zusätzlich unten im Topf eine Schicht aus kleinen Steinen als Drainage einfüllen.
Das passende Gefäß und Standort
Besonders gut eignen sich spezielle Kartoffeltöpfe, aber auch ein normaler großer Eimer reicht vollkommen aus. Damit die Kartoffeln gut gedeihen, brauchen sie einen Platz, an dem sie viel Sonne und Wärme abbekommen, zum Beispiel auf einem sonnigen Balkon oder auf der Terrasse. Nachdem du die Kartoffelknollen eingesetzt hast, solltest du immer darauf achten, dass sie mit Erde bedeckt sind. Regelmäßiges Gießen ist wichtig, damit die Erde nicht austrocknet.
Wie viele Kartoffeln passen wo hinein?
Ein hilfreicher Tipp für dich: Pro Pflanze solltest du ungefähr 25 Liter Volumen einplanen. In einen Sack mit etwa 100 bis 130 Litern kannst du ganz bequem vier bis fünf Kartoffelknollen setzen und ihnen genügend Raum zum Wachsen geben.
Kartoffeln erfolgreich aus der Erde holen
Ob du deine Kartoffeln schon ausgräbst, hängt davon ab, welche Sorte du im Beet hast. Sobald das Kartoffelkraut braun geworden ist und schlapp am Boden liegt, ist das ein Zeichen, dass sich die Knollen nicht mehr weiterentwickeln – und jetzt kannst du zur Ernte schreiten.
Falls du Ende März oder Anfang April vorgekeimte Kartoffeln gesetzt hast und dich für eine frühe Sorte entschieden hast, die nur etwa drei Monate bis zur Ernte braucht, wirst du schon Ende Juni frische Frühkartoffeln genießen können.
Spätere Sorten hingegen brauchen Geduld: Ab Mitte September kannst du dann mit prallen Kartoffeln rechnen. Wenn du zu früh erntest, fallen die Kartoffeln meistens kleiner aus und lassen sich schlechter lagern. Es lohnt sich also, auf den richtigen Moment zu warten, damit du möglichst lange Freude an deinen Knollen hast.
Ganz wichtig für die Lagerung: Bewahre niemals Kartoffeln und Obst gemeinsam auf. Obst verströmt Ethylen, ein Gas, das Kartoffeln schneller altern lässt und ihre Haltbarkeit stark verkürzt.
Bunte Vielfalt im Kartoffelbeet
Inzwischen gibt es durch Züchtung und Auswahl unzählige verschiedene Kartoffelsorten – deutlich über 5.000 Varianten kannst du auf der ganzen Welt entdecken. Alte Sorten bringen oft besondere Formen, Farben und tolle Geschmäcker mit, während neue Züchtungen den Speiseplan mit weiteren Typen bereichern.
Wenn du unterschiedliche Sorten anbaust, kannst du dich den ganzen Sommer über bis in den Herbst hinein an deiner eigenen Ernte erfreuen. Welche Sorte bei dir im Garten am besten wächst, hängt aber stark davon ab, welches Klima bei dir herrscht.
Späte Kartoffelsorten fühlen sich in Gegenden mit einem kurzen Frühling und Sommer oft nicht richtig wohl. Die passende Pflanzzeit richtet sich deshalb ganz nach deiner Region. Im Hochbeet kannst du übrigens bis zu zwei Wochen früher loslegen als im klassischen Gartenbeet.
Alte Sorten bringen zwar nicht immer die höchsten Erträge, punkten aber häufig mit unverwechselbarem Aroma.
Finde die richtige Sorte für deine Zwecke
Kartoffeln werden nicht nur nach ihrer Reifezeit, sondern auch nach ihren Koch-Eigenschaften unterschieden: Besonders festkochende Sorten behalten beim Kochen ihre Form und bleiben schnittfest, ideal für knackige Salate oder Bratkartoffeln.
Vorwiegend festkochende Typen sind vielseitig und passen zu vielen Gerichten. Willst du ein lockeres Püree zubereiten, greifst du am besten zu mehligen Knollen – diese zerfallen leicht und machen den Brei besonders fluffig.
Je stärker die Kartoffel, umso lockerer wird sie beim Kochen.
Gesunde Kartoffeln trotz Schädlingen
Wenn du deine Kartoffelsorten sorgfältig auswählst und auf einen guten Standort achtest, sind deine Pflanzen meist robust, wachsen kräftig und tragen reichlich Früchte. Schwächen – etwa durch schlechte Ernährung oder falsche Bedingungen – machen die Kartoffeln allerdings anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.
Es gibt nicht nur Ärgernisse, die das grüne Kraut betreffen, sondern auch solche, die sich direkt an den Knollen zu schaffen machen. Wird das Kraut zu sehr in Mitleidenschaft gezogen, gelingt die Ausbildung der Knollen oft nicht richtig.
Finger weg vom Kartoffelkäfer
Besonders der Kartoffelkäfer kann zu einer echten Plage werden. Achte also gut auf deine Pflanzen und greife rechtzeitig ein, sobald du Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten erkennst. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit und Pflege bleibt dein Kartoffelbeet vital und voller Genussmomente.
So steckst du den Kartoffelkäfer in seine Schranken
Wenn du im Frühling einen Gemüsegarten bewirtschaftest, begegnen dir vielleicht die auffällig gelb-schwarz gestreiften Kartoffelkäfer. Sie machen sich leider schon seit dem 19. Jahrhundert über Kartoffelstauden her und können ernste Schäden anrichten. Hast du die ersten Käfer im Beet entdeckt, solltest du sie möglichst gleich ablesen. So reduzierst du das Risiko größerer Probleme. Im eigenen Garten sind die Möglichkeiten zur Bekämpfung ziemlich begrenzt – hier hilft nur Handarbeit.
Wann und wie der Kartoffelkäfer jeden Sommer aktiv wird
Ab Mai fliegen die ersten ausgewachsenen Kartoffelkäfer ein und setzen ihre Eier versteckt an der Unterseite der Kartoffelblätter ab. Ihr Nachwuchs schlüpft meist nach wenigen Tagen in kleinen Gruppen und fällt mit orangenen Larven schnell ins Auge.
Das Leben als Larve ist kurz, denn nach mehreren Häutungen verpuppen sich die Jungtiere und reifen unauffällig im Boden zu Käfern heran. Ab Juli taucht dann bereits die zweite Generation im Garten auf. Weil der Entwicklungszyklus so vielschichtig ist, gestaltet sich die Bekämpfung aufwändig.
Tipps zum Schutz deiner Kartoffelernte
Der Kartoffelkäfer und seine Nachkommen knabbern in Windeseile alle Blätter ab, was schlimmstenfalls zum vollständigen Kahlfraß führen kann. Damit es gar nicht erst so weit kommt, solltest du regelmäßig Kartoffeln an unterschiedlichen Stellen anbauen – ein Standortwechsel hilft, den Druck der Schädlinge zu verringern. Zusätzlich lohnt sich eine natürliche Stärkung deiner Pflanzen mit einem pflanzenkräftigenden Mittel, das das Immunsystem deiner Kartoffeln unterstützt und ganz ohne Chemie die Ausbreitung der Käfer einschränkt.
Die Anzeichen erkennen: So zeigt sich Kraut- und Knollenfäule bei deinen Kartoffeln
Schaust du genauer auf deine Kartoffelpflanzen, fallen dir vielleicht gelblich-grüne Verfärbungen auf den Blättern auf. Im Verlauf werden diese Flecken dunkler und auf der Blattunterseite bildet sich ein helles, manchmal graues Pilzgeflecht.
Auch die Kartoffelknollen bleiben nicht verschont: Sie werden von markanten, dunklen und großflächigen Flecken verunstaltet. Der dafür verantwortliche Pilz hört auf den Namen Phytophthora infestans und liebt feuchtes Wetter – das macht ihn gerade in nassen Sommern besonders gefährlich.
So schützt du deine Kartoffeln vor einer Infektion
Vielleicht ahnst du schon: Befallene Knollen stecken rasch gesunde Pflanzen an. Deshalb solltest du beim Kauf auf geprüftes, zertifiziertes Saatgut achten, um kein Risiko einzugehen. Auch kranke Pflanzenteile im Boden können später zum Problem werden. Leider lässt sich die Krankheit im heimischen Garten kaum bekämpfen, daher hilft nur Vorbeugen.
Vorbeugende Maßnahmen im Kartoffelbeet
Neben stärkenden Mitteln spielen auch der Abstand zwischen den Pflanzen und die richtigen Pflegegewohnheiten eine wichtige Rolle. Wenn du auf ausreichend Platz achtest, kann die Luft gut zirkulieren und die Blätter trocknen schneller ab. Trockene Blätter sind weniger anfällig für den Pilzbefall. Versuche außerdem, das Laub möglichst wenig nass werden zu lassen – so gibst du der gefürchteten Kraut- und Knollenfäule wenig Chancen, sich auszubreiten.
Kraut- und Braunfäule – Krankheiten rechtzeitig erkennen und rasch handeln
Wenn in Deinem Garten ein nasskaltes Wetter herrscht, ist das leider die perfekte Einladung an einen ganz bestimmten Pilz: Phytophthora infestans. Hat er erst einmal Einzug gehalten, kann er Deine Gemüsepflanzen so stark befallen, dass sie am Ende komplett zusammenbrechen. Wichtig ist, dass Du mögliche Symptomen früh erkennst und direkt gegensteuerst – so bleibt Dein Gemüse gesund und vital.
Alles rund um den Kartoffelanbau im eigenen Garten
Selbst angebaute Kartoffeln sind nicht nur lecker, sondern bieten Dir obendrein Bioqualität aus erster Hand. Sie sind ideal für Deine Fruchtfolge geeignet, weil sie den Boden schön locker hinterlassen – optimal für den nächsten Anbau von Salat, Fenchel oder Mohrrüben. Willst Du eine neue Beetfläche urbar machen, empfiehlt es sich, im ersten Jahr Kartoffeln zu pflanzen. Indem Du regelmäßig hackst und anhäufelst, hältst Du Unkraut fern und sorgst für eine lockere, luftige Erde unter Deinen Füßen.
So schützt Du Deine Kartoffeln vor spätem Frost
Wenn Du Deine Kartoffeln früh in die Erde bringst und es dann doch nochmal friert, können die jungen Triebe Schaden nehmen. Behalte die Wettervorhersage im Auge! Droht Nachtfrost zwischen Ende April und Mitte Mai, decke die zarten Pflänzchen einfach mit einem Vlies ab. Auch Eimer oder Tontöpfe kannst Du kurzfristig als Kälteschutz über Deine Kartoffelpflanzen stülpen, gerade bei kleinen Beeten eine praktische Lösung.
Erntezeitpunkt – so weißt Du, wann Deine Kartoffeln reif sind
Je nachdem, welche Sorte Du im Beet hast, dauert es 90 bis 160 Tage bis zur Ernte. Warte ab, bis das Kartoffelkraut erst gelb, dann braun wird und schließlich welk zu Boden sinkt – dann sind die Knollen fertig zur Ernte und Du kannst sie vorsichtig aus der Erde holen.
Mischkulturen – diese Nachbarn tun Deinen Kartoffeln gut
Gute Gesellschaft im Beet ist Gold wert. Pflanze zum Beispiel Busbohnen, alle Arten von Kohl, Spinat, Mais oder Kapuzinerkresse gemeinsam mit Deinen Kartoffeln. Nicht so gute Kombis sind dagegen Auberginen, Gurken, Tomaten, Paprika, Sellerie und Rote Bete – mit ihnen harmonieren Kartoffeln nicht so gut.
Was Dir die Kartoffelblüte verrät
Mit den ersten Blüten tut sich unter der Erde schon einiges: Jetzt beginnen die Knollen zu wachsen. Bis zur Ernte dauert es danach zwar noch etwas, aber die Blüte – mal weiß mit gelber, mal violetter Mitte – zeigt Dir, dass alles auf dem richtigen Weg ist.
Achtung – das solltest Du über die Giftigkeit der Kartoffelpflanze wissen
Kartoffelpflanzen tragen einen natürlichen Schutz in sich: Das sogenannte Solanin findet sich in allen Pflanzenteilen und besonders in den Blüten und kleinen, grünen Beeren. Die Knollen selbst enthalten davon zwar nur sehr geringe Mengen, dennoch solltest Du Kartoffeln stets gekocht genießen.
Kartoffelpflanzen vermehren – funktioniert das mit Samen?
In günstigen Sommern bildet Deine Kartoffelpflanze aus den Blüten kleine Samen. Diese sind zwar keimfähig, aber für den Anbau zuhause nutzt Du besser Saatkartoffeln: Sie liefern zuverlässig mehr und größere Knollen und bescheren Dir die gewünschte Ernte.
Und nach der Kartoffelernte? Das kannst Du jetzt pflanzen
Hast Du frühe Kartoffeln geerntet, bietet sich direkt im Spätsommer die Aussaat von Feldsalat an. Auch Herbst- und Wintergemüse wie Grünkohl oder Wirsing fühlen sich jetzt auf Deinem Beet wohl. Im nächsten Jahr kannst Du Blumenkohl, Bohnen, Rosenkohl, Kohlrabi, Weißkohl oder Zuckermais wachsen lassen und profitierst davon, dass der Boden durch die Kartoffelkultur wunderbar vorbereitet ist.
Wie verhalten sich Kartoffeln während der kalten Jahreszeit?
Sobald es draußen friert, bekommen Kartoffelpflanzen ernste Probleme, da sie alles andere als winterhart sind. Am besten gehst du deshalb rechtzeitig vor dem Kälteeinbruch ans Ernten. Wenn du in einer Gegend lebst, in der die Winter eher mild bleiben, kann es aber durchaus passieren, dass einige Kartoffeln einfach im Boden vergessen werden und dort überdauern.
Mit etwas Glück treiben diese Knollen im nächsten Frühling wieder aus und zeigen frisches Grün. Große Mengen an Kartoffeln darfst du dann allerdings nicht erwarten – die Ernte bleibt in solchen Fällen meist bescheiden.
Weitere Tipps
Plane die Fruchtfolge: Setze Kartoffeln nicht neben Tomaten und nutze denselben Standort erst nach drei Jahren wieder; nach einer Gründüngung wachsen sie besonders gut.
