Himbeerkäfer (Himbeerwurm) erkennen und bekämpfen: Schäden & Abklopfen

Würmchen in der Himbeere und ausbleibende Blüten? Dahinter steckt oft der Himbeerkäfer.

Du erfährst seine Flugzeit, typische Schäden und wie du befallene, blühende Zweige über einem Eimer abklopfst, um die Käferzahl deutlich zu senken.

Himbeerkäfer

Wichtig beim Himbeerkäfer (Himbeerwurm) erkennen und bekämpfen

  • Eier werden an unbeschädigte, junge Früchte gelegt; die Larven bohren sich ein und ernähren sich vom Fruchtinneren.
  • Der Käferschaden wird durch den Larvenfraß in der Beere deutlich vergrößert; später verpuppen sich die Larven in Erde, hinter Rinde oder in Rissen der Stützen.

Der Himbeerkäfer (Byturus fumatus / Byturus tomentosus):

Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis August. Sie ernähren sich von den Blüten und Blütenknospen. Sie fressen diese aus, so dass die Knospen nicht mehr zur Entwicklung kommen. Die Eier werden an unbeschädigte, junge Früchte abgelegt.

Die Larven (die sogenannten Himbeerwürmer) bohren sich in die Früchte ein und ernähren sich vom Fruchtinneren. Auf diese Weise wird der bereits durch den Käfer angerichtete Schaden noch bedeutend vergrößert. Später verlässt der „Himbeerwurm“ die Frucht, um sich in der Erde oder hinter der Rinde oder auch in den Rissen der Stützen zu verpuppen.

Maßnahmen:

Sobald die Käfer auftauchen, die blühenden Zweige über einem Eimer abklopfen und so viele Tiere wie möglich einsammeln.

Befallszeit und Erkennung

Die Käfer sind vor allem von Mai bis August aktiv und sitzen häufig direkt in geöffneten Blüten oder an Knospen. Sie fressen an Knospen und Blüten, sodass diese nicht mehr aufgehen. Die Eiablage erfolgt an jungen, unbeschädigten Früchten; kurz darauf findest du die Larven in den Beeren. Typische Anzeichen: ausbleibende oder beschädigte Blüten, schlecht entwickelte Fruchtansätze sowie „Würmchen“ in reifen Himbeeren.

Typische Schäden an Blüten und Früchten

Der erste Schaden entsteht durch den Fraß der erwachsenen Käfer an Blüten und Knospen, was den Fruchtansatz mindert. Mit dem Einbohren der Larven in die Beeren vergrößert sich der Schaden deutlich: Das Fruchtinnere wird zerfressen, die Beeren sind wurmstichig und verlieren an Qualität. Später verlassen die Larven die Früchte und verpuppen sich in der Erde, hinter Rinde oder in Rissen von Stützen.

Abklopfen und Bestandsreduktion

Sobald die Käfer erscheinen, hältst du einen Eimer unter die blühenden Ruten und klopfst die Triebe kräftig ab, um möglichst viele Tiere aufzufangen. Wiederhole das Abklopfen während der Blüte regelmäßig, um den Bestand deutlich zu senken. Sammle befallene Früchte zeitnah ab und entferne sie, damit die Larven nicht zur Verpuppung abwandern. Prüfe Stützen und raue Rindenbereiche auf Risse und reinige oder glätte sie, um potenzielle Puppenverstecke zu reduzieren.

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