Ziergarten: Darauf solltest du im April achten

Ziergarten: Darauf solltest du im April achten

Worauf es im April im Ziergarten ankommt

Jetzt im April hält der Frühling endgültig Einzug in deinen Garten. Während viele Pflanzen schon zu neuem Leben erwachen, kannst du einiges tun, um dein grünes Paradies optimal auf die kommende Saison vorzubereiten. Damit du deinen Ziergarten von Beginn an in voller Pracht genießen kannst, findest du hier die passenden Empfehlungen für diesen Monat.

Pflanzen jetzt startklar machen

Bevor das frische Grün so richtig durchstartet, ist es ratsam, Blumenbeete von Laub, Zweigen und anderen Überresten des Winters zu befreien. So bekommen deine Frühlingsblüher ausreichend Licht und Luft. Gleichzeitig kannst du Pflanzungen lockern und Unkraut entfernen – so kann sich dein Ziergarten ungestört entfalten.

Neue Blumen für farbenfrohe Highlights setzen

Im April ist der ideale Zeitpunkt gekommen, Zwiebeln von Sommerblumen wie Dahlien und Gladiolen einzusetzen. Besonders wenn du bunte Akzente setzen möchtest, lohnt sich das Pflanzen neuer Blumen. So verschönerst du deinen Garten nicht nur optisch, sondern schaffst auch eine Oase für Bienen und Schmetterlinge.

Sträucher und Stauden richtig zurückschneiden

Viele Sommerblüher vertragen im Frühling einen Rückschnitt – so wachsen sie kompakt und blühen besonders reich. Bei Rosen und Lavendel solltest du besonders darauf achten, nur die verholzten oder abgestorbenen Triebe zu entfernen. Damit förderst du ein gesundes Wachstum und wunderschöne Blüten.

Schädlingskontrolle und Pflanzenschutz

Mit den steigenden Temperaturen werden auch Schädlinge wieder aktiver. Schau regelmäßig nach, ob Blattläuse oder andere unerwünschte Gäste zu sehen sind, und greife – wenn nötig – zu geeigneten, möglichst natürlichen Maßnahmen. So bleibt dein Ziergarten gesund und du kannst die Blütenpracht ungestört genießen. Kontrollen im Garten

Wasser nicht vergessen

Auch wenn es im April noch häufiger regnet: An wärmeren Tagen brauchen deine Pflanzen bereits ausreichend Wasser. Neue Pflanzungen solltest du besonders im Auge behalten. So stellst du sicher, dass alle Blumen und Stauden bestens versorgt sind und dein Ziergarten voller Energie in den Frühling startet.

Gartenarbeiten im April – Was du jetzt tun solltest

Diese Aufgaben warten im April auf dich

Der April bringt Schwung in deinen Ziergarten, denn nun sprießen überall frische Triebe und die ersten Blüten öffnen sich. Genau deshalb gibt es in diesem Monat besonders viel zu tun. Mit diesen Tipps bist du bestens gerüstet, damit dein Garten im Frühling prachtvoll durchstartet.

Schnecken rechtzeitig bekämpfen

Kaum erwärmt sich die Erde, schon machen sich die ersten Schnecken über zarte Pflanzentriebe her, auch wenn du sie auf den ersten Blick kaum bemerkst. Jetzt ist der perfekte Moment vorzubeugen. Je mehr Tiere du jetzt erwischst, desto weniger Plage gibt es für den Rest des Jahres. Schnecken wirkungsvoll bekämpfen

Ziergräser pflanzen und teilen

Gerade jetzt denken viele noch nicht an Ziergräser – dabei ist der Frühling die ideale Zeit, um sie zu setzen. Nutze das breite Sortiment, das die Gartencenter aktuell anbieten. Besonders spät blühende Sorten wie Pampasgras, Chinaschilf oder Federborstengras gedeihen bei einer Frühjahrspflanzung besser und überstehen den ersten Winter wesentlich sicherer. Auch das Teilen und Vermehren von Ziergräsern geht im April besonders einfach von der Hand.

Mandelbäumchen richtig schneiden

Sobald die zarten Blüten deines Mandelbäumchens langsam welken, solltest du beherzt die Blütentriebe zurückschneiden. Damit machst du die Pflanze weniger anfällig für die gefürchtete Spitzendürre, denn der Pilz dringt meist über verblühte Knospen ein. Mit einem kräftigen Schnitt förderst du zudem kräftige, blühwillige Triebe für das nächste Frühjahr.

Dahlien jetzt vorziehen

Wenn du früh und lange Freude an Dahlien haben möchtest, kannst du die frostempfindlichen Knollen schon jetzt in Töpfe setzen und an einen hellen, kühlen Platz im Haus stellen. Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, pflanzt du sie mitsamt dem Topfballen ins Beet – so sorgst du für einen Blütenstart ohne Frostschäden.

Rhododendren und immergrüne Sträucher pflanzen

April gilt als beste Zeit, um Rhododendren und andere immergrüne Gehölze zu pflanzen. Diese Arten schätzen einen lockeren, humusreichen Boden, der frei von Kalk ist. Mische vor dem Pflanzen reichlich Rindenhumus, Lauberde oder Weißtorf unter die Erde im Wurzelbereich. Achte unbedingt darauf, die Sträucher nicht zu tief einzusetzen – der Ballen darf ruhig ein oder zwei Zentimeter aus dem Boden herausschauen. Nach dem Einpflanzen ist ein gründliches Anwässern wichtig. Dünge zusätzlich mit Hornspänen und mulche den Wurzelbereich etwa fünf Zentimeter hoch mit Rindenhumus, damit sich deine Pflanzen bestens entwickeln.

Üppiges Wachstum und Pflege für Stauden und Sommerblumen

Seitentriebe durch Pinzieren fördern

Viele Stauden und Sommerblumen schießen beim Austrieb gern erst einmal gerade in die Höhe und verzweigen sich kaum – vor allem, wenn du sie in der Anzuchtphase nicht ausreichend mit Licht versorgst. Wenn du lieber kompakte und buschige Pflanzen möchtest, zwick doch einfach die Triebspitzen mit den Fingern ab oder schneide sie mit einer Schere direkt oberhalb eines Blattes ab. Dieser Vorgang nennt sich Pinzieren oder Entspitzen und sorgt dafür, dass deine Pflanzen mehr Seitentriebe entwickeln.

Krokusse teilen und umsetzen – so gelingt es

Krokusse verbreiten sich oft von alleine im Garten. Falls du jedoch das Bedürfnis hast, einen dichten Krokushorst zu teilen oder an einen anderen Platz zu setzen, ist der richtige Zeitpunkt nach der Blüte. Hebe dazu den gesamten Horst sehr vorsichtig aus der Erde, damit du möglichst viele Wurzeln an den Zwiebeln erhältst. Lass die Erde, die an den Krokuszwiebeln hängt, unbedingt daran. Teile den Tuff ganz behutsam mit deinen Fingern. Anschließend pflanzt du die einzelnen Krokuszwiebeln in derselben Tiefe an einer neuen Stelle ein. Drücke sie gut an und wässere sie großzügig, damit sie sich zügig im Boden festigen. Denk daran: Tochterknollen solltest du frühestens vier Jahre nach dem Pflanzen abnehmen und dies am besten im Herbst machen, wenn die Pflanzen in die Ruhephase gehen.

Dichte Pflanzenteppiche gegen Unkraut

Manche Pflanzen wachsen so dicht, dass selbst hartnäckige Wurzelunkräuter kaum eine Chance haben. Sorten wie die Waldsteinie, der Ysander oder spezielle Storchschnabel-Züchtungen wie ‘Biokovo’ verdecken den Boden mit ihrem immergrünen Laub sogar im Winter. Möchtest du, dass sich dein Pflanzenteppich rasch schließt, setzte die Bodendecker möglichst eng und mulche direkt nach dem Pflanzen mit Rindenkompost. Ist dir das zu kostenintensiv, bepflanze zunächst einen Teilbereich und verbreite die Fläche nach und nach mit Ablegern aus dem Randbereich. Ehe du damit startest, solltest du alle Unkrautwurzeln gründlich entfernen.

Das Frühjahr im Garten

Perfekter Monat für neue Beete und Rabatten

Der April bietet dir beste Möglichkeiten, um entweder ein neues Beet zu gestalten oder kleinere Lücken im bestehenden Staudenbeet zu schließen. Damit deine Pflanzen sich wohlfühlen, lockerst du den Boden gründlich, am besten mit einer Grabegabel oder einem Spaten. Entferne dabei gleich alle Wurzeln, lästige Wildkräuter, Steine und alte Pflanzenreste. Ein Tipp für sandige Gartenböden: Arbeite drei bis fünf Liter gut ausgereiften Kompost oder bis zu ein Kilogramm Tonmehl pro Quadratmeter ein. Bei einem eher dichten Lehmboden ist grober Sand oder Laubkompost das Mittel der Wahl, damit mehr Luft an die Wurzeln kommt. Nach dem Glattziehen markierst du mit etwas Sand die späteren Pflanzplätze. Stelle dann die gut gewässerten Pflanztöpfe an die gewünschten Stellen und achte auf ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen. Nun kannst du sie vorsichtig mit Spaten oder Handschaufel einsetzen und, wenn der Boden trocken ist, noch einmal angießen. Im Frühling ist die perfekte Zeit, blühende Stauden für Sommer und Herbst sowie attraktive Ziergräser in die Erde zu bringen.

Jetzt Gehölze richtig schneiden

Forsythien, Zierjohannisbeeren und andere Frühblüher sind zur Monatsmitte meist verblüht. Nun solltest du zur Schere greifen und die Sträucher auslichten. So verhinderst du, dass die Pflanzen vergreisen und förderst die Entwicklung junger, blühfreudiger Triebe fürs nächste Jahr. Alte Äste dürfen dabei ruhig großzügig entfernt werden, damit neues Leben kraftvoll austreiben kann.

Frostspanner bekämpfen – so schützt du deine Pflanzen

Mit Beginn des Aprils schlüpfen die Raupen des Kleinen Frostspanners aus ihren an der Rinde abgelegten Eiern. Zunächst sind sie grau, später grün mit gelben und weißen Längsstreifen. Besonders gern fressen sie an Hainbuchenknospen und -blättern, können aber durch den Wind auch auf viele andere Sträucher und Obstbäume, wie Kirsche, gelangen und größere Schäden verursachen. Kontrolliere regelmäßig deine Pflanzen und sammle betroffene Stellen am besten frühzeitig mit den Raupen ab. Im Juni ziehen sich die Raupen dann zur Verpuppung in den Boden zurück, die neuen Schmetterlinge zeigen sich erst im Herbst wieder.

Blumenzwiebeln und -knollen: Jetzt wird gepflanzt

Zwischen März und Mai kannst du Sommerblüher in den Garten setzen. Zu den robusteren Arten zählen die Lilien, die direkt nach dem Frost in den Boden dürfen. Dahlien hingegen sind deutlich kälteempfindlicher; warte hier lieber bis nach den Eisheiligen, ehe sie ins Freie kommen. Sparaxis, auch Zigeunerblume genannt, zeigt sich unempfindlicher und schmückt dein Beet von Juli bis Oktober mit farbenfrohen Blüten. Die Riesen-Hyazinthe beeindruckt mit großer Höhe und weißen Glockenblüten. Im September öffnet die Nerine ihre zarten Sterne. Denk daran, Sommerzwiebeln nach der Blüte im Herbst auszugraben und frostfrei, kühl und dunkel in leicht feuchtem Substrat zu lagern, damit du im nächsten Jahr wieder Freude an ihrer Blütenpracht hast.

Sommerblumen nach der Aussaat richtig pflegen

Keimlinge umtopfen für gesunde Pflanzen

Schon kurz nachdem du Sommerblumen ausgesät hast, sprießen die ersten zarten Triebe aus der Erde. Sobald deine kleinen Pflanzen mehrere richtige Blätter haben, solltest du sie in größere Töpfe setzen, damit sie sich kraftvoll entwickeln können. Heb die empfindlichen Sämlinge ganz vorsichtig – am besten mit einem Pikierstab – aus der Erde und platziere sie ein wenig tiefer in frisches Substrat als zuvor. Drück die Erde rund um die jungen Pflanzen leicht an, stelle sie an einen hellen Ort und gib ihnen ausreichend Wasser.

Pflegearbeiten am Gartenteich im Frühjahr

Spätestens im April wird es Zeit, alle Gräser und Stauden rund um deinen Gartenteich auf etwa eine Handbreit über dem Boden zurückzuschneiden. Sei dabei achtsam, damit die frischen neuen Austriebe nicht beschädigt werden. Entferne anschließend mit einem passenden Kescher die schwimmenden Pflanzenreste von der Wasseroberfläche. Hat sich am Teichgrund viel Schlamm angesammelt, empfiehlt es sich, diesen mit einem Teichschlammsauger abzusaugen. Den nährstoffreichen Schlamm kannst du entweder auf den Kompost geben oder direkt zum Düngen deiner Blumenbeete nutzen. Lass aber immer einen kleinen Rest am Teichboden zurück, um das ökologische Gleichgewicht im Teich zu erhalten.

Teichfolie vor Schäden schützen

Mit den Jahren wird die Teichfolie rund um deinen Gartenweiher zunehmend spröde, wodurch am Rand oft kleine Risse oder Löcher entstehen können. Diesen Problemen beugst du vor, indem du dich für eine ausreichend dicke Folie passend zur Größe deines Teiches entscheidest. Ein robustes Teichvlies unter der Folie bietet zusätzlichen Schutz und wenn du den Rand mit Steinen abdeckst, empfiehlt sich auch darüber ein rutschfestes Vlies. Achte darauf, die Teichfolie immer glatt und faltenfrei zu verlegen und die Übergänge sorgfältig zu verschweißen oder zu verkleben.

Kletterpflanzen richtig anziehen und befestigen

Bei ein- oder mehrjährigen Kletterpflanzen solltest du zu Beginn der Saison die noch kurzen Triebe locker mit einer Bastschnur oder mit Bindedraht an der Rankhilfe fixieren. So bekommen sie die nötige Unterstützung, um anschließend von selbst weiter in die Höhe zu wachsen und sich zu verzweigen. Für ein gutes Anwachsen ist es ratsam, vor dem Pflanzen die Erde gründlich vorzubereiten. Kletterpflanzen bevorzugen einen lockeren, nährstoffreichen Boden, der trotzdem nicht zu Staunässe neigt.

Sommerblumen direkt ins Beet säen

Robuste Sommerblumen wie Schmuckkörbchen, Ringelblume oder Jungfer im Grünen kannst du jetzt direkt draußen ins Beet bringen. Zwar erscheinen ihre Blüten etwas später als bei den Pflanzen, die du im Haus vorgezogen hast, doch sie entwickeln sich meist vitaler und widerstandsfähiger. Drücke die Samen sanft in die Erde und gieße sie mit einer feinen Brause, damit sie einen guten Start bekommen. Sommerblumen direkt in Beet säen.

Rasenpflege nach dem Winter

Die ersten Schritte im Frühjahr

Sobald die kalte Jahreszeit sich dem Ende zuneigt, solltest du deinem Rasen einen Dünger gönnen. Je nach Wetterlage ist Anfang April meist der richtige Zeitpunkt dafür. Rund zwei bis drei Wochen nach der Düngung steht das nächste Mähen an. Schneide das Gras dabei besonders kurz, damit der grüne Teppich wieder in Schwung kommt. Ist der Rasen etwas lückig oder wirkt er von Moos durchsetzt, kannst du zur Vertikutiermaschine greifen. Die feinen Klingen ritzen die Oberfläche leicht auf, lösen Moos und verfilzte Reste – das fördert die Sauerstoffversorgung der Graswurzeln und sorgt für ein sichtbar gesünderes Wachstum. Lichte Stellen solltest du direkt mit neuem Rasensamen übersäen. Schwerere Lehmböden lassen sich zudem lockerer machen, indem du eine dünne Schicht groben Sand ausbringst und leicht einarbeitest.

Rasenpflege nicht vergessen

Sobald der Rasen wieder kräftig wächst, kannst du ihn zum ersten Mal mähen. Dabei empfiehlt es sich, nicht zu tief zu schneiden. Dünge deinen Rasen jetzt, um ihm wichtige Nährstoffe für ein sattes Grün zu liefern. Auch kahle Stellen lassen sich gut ausbessern, bevor das Gras stärker austreibt.

Rasen frei von Weißklee und Gänseblümchen halten

Wenn dich Weißklee oder Gänseblümchen im Rasen stören, solltest du bei der Neuanlage einiges beachten. Der Platz für deinen Rasen sollte sonnig sein und der Oberboden gut durchlässig. Verbessere ihn nach Bedarf mit Sand und Humus. Entscheide dich beim Saatgut für hochwertige Markenprodukte und denke daran, deinen Rasen jedes Jahr im Frühling zu düngen. Einmal eingeschleppte Unkräuter bekommst du nur wieder los, wenn du die betroffenen Stellen komplett abträgst und neu einsäst.

Pflanzen richtig stärken

Mit den ersten wärmeren Tagen beginnt das Pflanzenwachstum und damit steigt der Nährstoffbedarf. Besonders stark zehrende Gartenbewohner wie Beetstauden, Rosen und Rhododendren freuen sich jetzt über eine Portion organischer Dünger. Dieser organische Dünger wirkt schnell und versorgt die Pflanzen in erster Linie mit Stickstoff. Von mineralischen Mehrfachdüngern wie Blaukorn solltest du möglichst absehen, denn die meisten Böden stecken bereits voller Phosphat und Kalium.

Dickmaulrüssler natürlich bekämpfen

Wenn du an deinen Pflanzen typischen Buchtenfraß entdeckst, steckt oft der Dickmaulrüssler dahinter. Seine Larven fressen im Boden an den Wurzeln. Dagegen hilft: Neem-Öl oder Rainfarn

 

Mini-Steingärten in Gefäßen gestalten

Mit kleinen Steingärten zauberst du schnell dekorative Akzente auf Balkon oder Terrasse. Nutze dazu alte Tröge, sowie Schalen oder Töpfe aus Keramik und Terrakotta. Wichtig sind ausreichend große Ablauflöcher und eine Schicht Drainagematerial. Fülle die Gefäße mit einem Gemisch aus Blumenerde und Sand auf. Für diese Miniaturgärten eignen sich robuste Pflanzen wie Hauswurz oder Fetthenne besonders gut.

Produkt-Tipp

Mikro-Gärtner 25 g