Schrotschusskrankheit an Steinobst erkennen und bekämpfen
Zeigen deine Steinobstbäume rötliche, später dunkelbraune, rot umrandete Flecken auf den Blättern? Fallen daraus kleine Löcher und verkrüppeln die Früchte? An Trieben können zudem kleine Gummitropfen austreten.
Hier erfährst du die wichtigsten Merkmale und wirksame Schritte: luftiger Schnitt, befallenes Material früh entfernen, Schachtelhalm ab Knospenaufbruch, Blattdüngung mit Schwefeldünger.
Kurz erklärt
Die Schrotschusskrankheit (Clasterosporium carpophilium) verursacht 2–5 mm große, rot umrandete Flecken, aus denen später Löcher im Blatt entstehen; an Trieben treten kleine Gummitröpfchen auf. Bekämpfe sie ab Knospenaufbruch mit Schachtelhalm-Spritzungen.

Wichtig bei Schrotschusskrankheit an Steinobst erkennen und bekämpfen
- Entferne bei schrotschusskrankheit an steinobst erkennen und bekämpfen befallenes Laub oder Früchte zeitnah und arbeite mit sauberem Werkzeug.
- Sorge für schnelles Abtrocknen nach Regen, weil feuchtes Pflanzenmaterial Pilze begünstigt.
- Stärke gesunde Pflanzenteile vorbeugend und vermeide unnötig dichte, schlecht belüftete Standorte.
Schrotschußkrankheit (Clasterosporium carpophilium):
Er tritt an den Blättern des Steinobstes auf. Auf den befallenen Blättern entstehen 2 bis 5 mm große, anfangs rötliche, dann dunkelbraune, rotumrandete Flecken. Das kranke Gewebe fällt später aus, wodurch das Blatt ein Aussehen erhält, als sei es mit Schrot durchschossen.
Auch die Früchte zeigen später derartige Flecken und verkrüppeln meistens. Tritt die Krankheit auch an den Trieben auf, so scheiden die Flecken kleine Gummitröpfchen ab. Der Erreger ist ein Pilz, der im Inneren der Blätter lebt.
Die sich bildenden Sporen verbreiten ihn von Baum zu Baum.
Maßnahmen:
Durch freien Standort und guten Schnitt dafür sorgen, dass Nässe rasch abtrocknen kann. Befallene Blätter und Früchte so früh wie möglich entfernen und entsorgen. Kranke Triebe herausschneiden. Ab Aufbruch der Knospen mit Schachtelhalm spritzen. Blattdüngung mit Schwefeldünger.
Symptome und Befallszeit
Typisch sind 2–5 mm große, rot umrandete Flecken auf jungen Blättern, die nach einigen Tagen als runde Löcher aus dem Gewebe herausfallen. An Früchten bilden sich zunächst kleine, dunkle, oft eingesunkene Flecken; sie verkrüppeln und können verharzen. An Trieben treten kleine Gummitropfen aus. Der Befall startet meist ab Knospenaufbruch bei feucht-kühlem Wetter und wird durch Regen und Spritzwasser von Kirsche, Pflaume/Zwetschge, Aprikose und Pfirsich auf benachbarte Bäume übertragen. Starker Befall führt zu vorzeitigem Blattfall und schwächt den Baum.
Richtig handeln bei Befall
Entferne befallenes Laub und Früchte zeitnah (nicht kompostieren, besser im Restmüll entsorgen). Schneide kranke Triebe bis ins gesunde Holz zurück und desinfiziere das Werkzeug. Sorge für rasches Abtrocknen der Krone. Ab Knospenaufbruch regelmäßig mit Schachtelhalm spritzen, bei anhaltend feuchter Witterung die Anwendung im Abstand von etwa 7–10 Tagen wiederholen. Eine Blattdüngung mit Schwefeldünger stärkt die gesunden Pflanzenteile. Gieße bodennah und vermeide benetzte Blätter.
Vorbeugung im Jahresverlauf
Halte die Krone durch einen luftigen Schnitt locker, wähle einen sonnig-luftigen Standort und ausreichend Pflanzabstände. Entferne Falllaub und Fruchtmumien zügig. Reduziere Spritzwasser vom Boden (z. B. durch Mulch) und dünge ausgewogen, ohne übermäßige Stickstoffgaben. So trocknen Blätter nach Regen schneller ab und Neuinfektionen werden erschwert.