Rotpustelkrankheit erkennen & bekämpfen (Nectria cinnabarina)

Rote, warzenartige Pusteln an abgestorbenem Holz sind ein deutlicher Hinweis auf die Rotpustelkrankheit (Nectria cinnabarina). Von dort kann der Pilz auf lebende Triebe übergreifen und diese nach und nach absterben lassen.

Hier erfährst du, wie du Symptome sicher einordnest und mit konsequentem Rückschnitt, richtiger Entsorgung und gereinigten Werkzeugen den Befall eindämmst.

Rotpustelkrankheit erkennen & bekämpfen (Nectria cinnabarina)

Wichtig bei Rotpustelkrankheit erkennen & bekämpfen (Nectria cinnabarina)

  • Entferne bei rotpustelkrankheit erkennen & bekämpfen (nectria cinnabarina) befallenes Laub oder Früchte zeitnah und arbeite mit sauberem Werkzeug.
  • Sorge für schnelles Abtrocknen nach Regen, weil feuchtes Pflanzenmaterial Pilze begünstigt.
  • Stärke gesunde Pflanzenteile vorbeugend und vermeide unnötig dichte, schlecht belüftete Standorte.

Rotpustelkrankheit ( Nectria cinnabarina ): bildet sich vor allem auf den abgestorbenen holzigen Teilen. Die Krankheit verpflanzt sich von hier auf die lebenden Teile der Bäume, die dann nach einiger Zeit absterben. Danach bilden sich auf den befallenen Teilen zahlreiche kleine hellrote Pusteln sowie dunkelrot gefärbte Wärzchen, die aus mehreren kleinen Kügelchen zusammengesetzt sind.

An den hellroten Pusteln bildet der Pilz seine zahlreichen, winzig kleinen Sporen. In den kleinen Kügelchen der dunkelroten Wärzchen erzeugt der Pilz gleichfalls Sporen, die für seine Erhaltung sorgen. Die erstgenannten Sporen verbreiten ihn von Baum zu Baum.

Maßnahmen:

Die Bekämpfung beschränkt sich auf das Entfernen und Entsorgen (nicht über den Kompost) kranker oder abgestorbener Pflanzenteile. Die entstehenden Schnittflächen sind mit Wundverschlussmittel (Baumwachs, Baum-Pflaster, Baumwachs-Sprühverband) zu behandeln.

Außerdem sollte das verwendete Werkzeug gründlich, mit z.B. PFLANZENARZT® Garten Cleaner 350 ml gereinigt werden.

Symptome richtig einordnen

Typisch sind korallen- bis zinnoberrote, polsterförmige Pusteln auf abgestorbenen Zweigen und Schnittstellen. Mit der Zeit werden sie dunkler, härter und wirken warzig. Häufig sitzen die Pusteln büschelweise auf Totholz; bei feuchtem Wetter sind sie weicher und gut sichtbar. Befall zeigt sich zudem durch Triebwelke, vom Spitzentrieb her eintrocknende Zweige und manchmal eingesunkene, rissige Rinde nahe verletzter Stellen.

Befallszeit und Ausbreitung

Der Pilz bildet ganzjährig Sporen, am auffälligsten in feucht-kühler Witterung von Herbst bis Frühjahr. Er dringt bevorzugt über Verletzungen ein (Schnittwunden, Frost- und Hagelschäden) und befällt vor allem geschwächte Laub- und Obstgehölze. Dichte Pflanzungen, lang anhaltende Nässe und schlechte Durchlüftung begünstigen die Ausbreitung von befallenem Totholz auf lebende Triebe.

Konkrete Maßnahmen im Garten

Schneide befallene und abgestorbene Partien zügig bis ins gesunde Holz zurück (mindestens 10–20 cm unterhalb der letzten Pusteln) und arbeite an trockenen Tagen. Entsorge das Schnittgut über den Restmüll, nicht auf dem Kompost. Desinfiziere Schneidwerkzeuge zwischen den Pflanzen gründlich. Größere Schnittflächen kannst du bei feuchter Witterung vorübergehend mit Wundverschlussmittel abdecken. Lüfte dichte Kronen durch Auslichtung, halte Pflanzabstände ein und vermeide Spritzwasserbewässerung; gieße am Morgen, damit Blätter rasch abtrocknen. Achte auf standortgerechte Pflege und eine ausgewogene Nährstoffversorgung ohne Stickstoffüberschuss, und setze auf durchlässige, nicht staunasse Böden, damit Triebe zügig abheilen.