Rasen: Herbstzeit ist Nachsaat-Zeit

Gerade nach einem trockenen Sommer fragt man sich schnell: Lohnt es sich jetzt noch, die kahlen Stellen im Rasen anzugehen? Die Antwort ist ein klares Ja! Wenn du deinen Rasen im Herbst nachsäst, gibst du ihm genau das, was er braucht, um im nächsten Frühling wieder kräftig und dicht auszusehen. Warmes Erdreich und häufigere Regenschauer sorgen dafür, dass die Rasensamen optimal keimen können.

Eine lebendige Mischung aus grünem und braunem Gras in einer Freifläche, die natürliches W

Warum der richtige Zeitpunkt so wichtig ist

Viele Hobbygärtner zögern das Nachsäen von Löchern im Rasen gerne noch ein wenig hinaus, doch der frühe Herbst ist dafür ideal. Von Anfang September bis etwa Mitte Oktober ist der Boden noch angenehm warm – und die Bodentemperatur bleibt meist über den wichtigen 8 bis 10 Grad. Diese Bedingungen sollten passen, damit deine Rasensamen auch wirklich aufgehen. Danach wird es für die Keimlinge einfach zu frisch. Ein Tipp: Beobachte den Wetterbericht, bevor du loslegst, und plane ein, bevor die Nächte kälter werden.

Mit Vorkeim-Trick schneller zum grünen Teppich

Du hast keine Lust mehr, dass hungrige Vögel dir die Rasensaat wegpicken – oder dass das Anwachsen so ewig dauert? Dann probiere folgenden Kniff, der richtig Zeit spart: Mische deine Rasensaat in einem großen Eimer mit etwas Quarzsand und Rasenerde gut durch. Die Mischung im Eimer wird gründlich angefeuchtet. Stell den Eimer für ein paar Tage an einen geschützten Ort, zum Beispiel in die Garage. Schon nach rund drei Tagen entdeckst du die ersten kleinen Keimlinge. Jetzt heißt es: Ran an die kahlen Stellen! Lockere die Schadstellen leicht auf und verteile die vorgekeimte Saat samt Erde und Sand darüber. Drück alles vorsichtig an und halte die Flächen in den nächsten Tagen feucht. So schenkst du deinem Rasen ein sattes Grün – und die Lücken schließen sich im Nu.

Letzte Pflegetipps für satten Rasen

Nach dem Nachsäen lohnt es sich, dem jungen Rasen beim Start zu helfen: Mit einem speziellen Herbstdünger stärkst du die frischen Pflänzchen und hilfst ihnen, gut durch den Winter zu kommen. Regelmäßiges Wässern nicht vergessen, damit die Keimlinge nicht austrocknen. Achte außerdem darauf, dass du auf den frisch nachgesäten Stellen für einige Zeit nicht herumläufst, damit die zarten Gräser kräftig anwachsen können.

Für alle, die jetzt noch mehr Herbstarbeiten im Garten im Blick behalten wollen, lohnt sich unser kompakter Überblick hier: Garten im April: Was jetzt säen, pflanzen und pflegen.

Mach’s dir zur Routine, deinen Rasen im Herbst zu inspizieren – so bleibt er auch im nächsten Jahr ein echter Hingucker!