Pflegefehler bei Erdbeeren – So holst du das Beste aus deiner Ernte heraus
Nichts schmeckt so gut wie selbst geerntete Erdbeeren direkt aus dem eigenen Garten. Doch damit du wirklich eine reiche Ernte genießen kannst, solltest du ein paar typische Fehler bei der Pflege vermeiden.
Warum deine Erdbeeren manchmal nicht so wachsen wie gewünscht
Erdbeeren zählen zu den Favoriten unter den Beeren im Garten. Eigentlich sind sie recht unkompliziert, doch wenn du bisher nicht mit einer üppigen Ernte belohnt wurdest, könnten ein paar Pflegefehler dahinterstecken.
Kompost richtig einsetzen – nicht jede Erde ist geeignet
Oft liegt es daran, dass zu viel oder ungeeigneter Kompost verwendet wird. Gerade selbstgemachter Gartenkompost enthält häufig zu viele Salze, was den empfindlichen Wurzeln deiner Erdbeeren gar nicht bekommt. Besonders kritisch wird es, wenn der Kompost vor allem aus Küchenresten, Rasenschnitt oder anderen krautigen Pflanzen besteht – da ist der Salzgehalt meist ziemlich hoch. Laubkompost ist für deine Erdbeeren dagegen deutlich besser verträglich und auch reifer Kompost aus einer ausgewogenen Mischung kann den Boden sinnvoll aufwerten. Wichtig: Dünge nicht, sondern verbessere den Boden! Eine dünne Schicht von etwa drei bis fünf Zentimetern, leicht in den Boden eingearbeitet, sorgt für mehr Humus, stärkt das Bodenleben und verbessert die Speicherfähigkeit für Wasser. Bedenke, dass Erdbeeren ursprünglich an Waldrändern wachsen, wo sie lockere, humusreiche – aber keinesfalls überdüngte – Böden vorfinden.
Achte außerdem darauf, Erdbeeren nicht zu stark mit stickstoffhaltigem Kompost zu versorgen. Zu viel Stickstoff sorgt dafür, dass die Pflanzen zwar kräftig wachsen, aber weniger Blüten und Früchte bilden. Die Gefahr von Pilzkrankheiten wie Grauschimmel steigt. Was deine Erdbeeren wirklich brauchen, ist Kalium, wie es in organischen Beerendüngern mit niedrigem Salzgehalt enthalten ist. Kalium unterstützt die Fruchtbildung und sorgt für viele leckere Erdbeeren.
Alte Blätter entfernen – mehr Kraft für neue Triebe
Nach der Ernte solltest du deiner Erdbeerpflanze eine Frischekur gönnen. Entferne alle alten Blätter, denn sie rauben der Pflanze Energie und begünstigen Pilzinfektionen. Schneide deshalb nach der Haupternte das alte Laub bis nah ans Herz ab. Auch die abgeernteten Ranken solltest du entfernen, es sei denn, du möchtest daraus Jungpflanzen gewinnen. Das abgeschnittene und trockene Laub entsorgst du am besten im Hausmüll – nicht auf dem Kompost. So verhinderst du, dass sich Krankheiten im Garten weiter ausbreiten.
Nach dem Pflanzen ausreichend gießen – so wachsen deine Erdbeeren richtig an
Direkt nach dem Pflanzen ist es besonders wichtig, deine Erdbeeren regelmäßig und gründlich zu wässern. Nur so bekommen sie die besten Voraussetzungen, kräftige Wurzeln zu bilden und gesund anzuwachsen.
Wasser für kräftige Erdbeerpflanzen
Erdbeeren richtig gießen
Wenn du Erdbeeren in deinem Garten hast, ist eine gute Wasserversorgung das A und O, damit sich die Pflanzen rundum wohlfühlen. Besonders am Anfang, nachdem du neue Pflanzen gesetzt hast, solltest du sie regelmäßig gießen, damit das Wurzelwerk kräftig wächst. Aber auch eingewachsene Erdbeeren brauchen von dem Moment an, wenn die ersten Knospen zu sehen sind, bis zur Ernte durchgehend Feuchtigkeit. Dadurch entwickeln sie später besonders große und aromatische Früchte.
Achte jedoch darauf, es mit dem Wasser nicht zu übertreiben, da dauerhafte Nässe Pilzkrankheiten und Schädlingen Vorschub leisten kann. Am besten gießt du direkt auf den Boden und nicht über das Laub oder ins Herz der Pflanze. Beim Pflanzen ist es wichtig, die Herzknospe so zu platzieren, dass sie leicht über dem Boden steht. So kann die Pflanze nach dem Regen oder Gießen rasch abtrocknen.
Zu viel Dünger im Frühjahr vermeiden
Erdbeerpflanzen optimal düngen
Im Frühling neigt man schnell dazu, großzügig zu düngen – aber Vorsicht: Zu viel Dünger schadet gerade einmaltragenden Sorten, denn sie wachsen dann überwiegend Blätter statt Blüten. Hier genügen schon etwa zwei Gramm Stickstoff pro Quadratmeter. Falls du einen Mehrnährstoffdünger nutzt, reichen etwa 16 Gramm pro Quadratmeter aus.
Für eine reiche Ernte solltest du Einmalträger lieber nach der Ernte im Sommer düngen, am besten mit speziellem Beerendünger. In dieser Zeit entstehen nämlich schon die Blütenansätze für das kommende Jahr. Hast du neue Erdbeerbeete im Sommer angelegt, warte mit dem Düngen so lange, bis sich die ersten frischen Blätter zeigen – dann haben die Pflanzen ihre Wurzeln ausgebildet. In der Regel passiert das nach ungefähr drei Wochen.
Pflege immertragende Sorten noch intensiver, da sie häufiger erntereif sind und damit mehr Nährstoffe brauchen. Während der Saison reicht es, ihnen alle zwei Wochen etwa fünf Gramm organischen Beerendünger pro Pflanze zu geben. Bei Topf- und Balkonkultur kannst du sogar wöchentlich nachhelfen, am besten mit einem Dünger für Blühpflanzen, den du einfach ins Gießwasser mischst.
Mulch als Schutz und Feuchtigkeitsspeicher
Erdbeeren mit Mulch verwöhnen
Erdbeeren schätzen es, wenn sie sonnig stehen und der Boden kühl und schattig bleibt. Du kannst deinen Pflanzen diesen Komfort ganz leicht verschaffen: Eine Schicht aus Stroh eignet sich hervorragend, um die Feuchtigkeit im Erdbereich zu halten. So bleibt nicht nur das Wurzelreich gleichmäßig feucht, sondern auch die Beeren bleiben sauber und trocknen nach dem Regen schneller ab. Mit dieser Maßnahme schützt du deine Erdbeeren optimal vor dem Austrocknen und sorgst für tadellose Früchte.
