Kompost im Winter für das neue Gartenjahr

Hast du Lust, im Frühjahr direkt loszulegen? Dann starte jetzt mit deinem Kompostprojekt! Die kalte Jahreszeit ist dafür ideal: Während draußen Ruhe einkehrt, kannst du die gesammelten Gartenabfälle aus dem Herbst clever verwerten. Gerade jetzt fallen richtig viele Materialien wie Laub und Schnittreste an, die du wunderbar nutzen kannst. So legst du mit wenig Aufwand einen gesunden Vorrat an Humus für dein nächstes Gartenjahr an.

Die ruhige Winterzeit bietet dir einen echten Vorteil, denn während andere Arbeiten im Garten pausieren, zerlegen die fleißigen Bodenbewohner in deinem Kompost die organischen Reste. Wenn die ersten Frühlingstage kommen, steht dein schwarzes Gold schon bereit und du kannst direkt mit der Beetvorbereitung starten!

Welche Blätter sind fürs Kompostieren besonders geeignet?

Du hast beim Laubsammeln die Qual der Wahl. Feines Laub von Ahorn, Birke, Linde oder Obstbäumen zersetzt sich am schnellsten – es ist nicht zu dick und enthält wenig Gerbstoffe, sodass Mikroorganismen leichtes Spiel haben. Auch Haselnuss, Hainbuche oder Ulme sind super geeignet.

Ganz anders sieht es bei Eichen- oder Walnussblättern sowie Kastanien aus: Diese Arten bringen viele Gerbstoffe mit, die die Kompostierung eher bremsen. Deshalb solltest du solche Blätter nur sparsam und gemischt mit anderen Materialien hinzufügen. Am besten klappt das, wenn du sie mit Rasenschnitt oder Hornmehl kombinierst, denn diese bringen zusätzliches Stickstofffutter für die Zersetzer.

Die Kompostmischung machts

Damit im Kompost alles rund läuft, kommt es auf die richtige Mischung an. Herbstlaub ist reich an Kohlenstoff, aber stickstoffarm – ganz im Gegensatz zum Rasenschnitt, der viel Stickstoff mitbringt. Wenn Du beides im Verhältnis ein Drittel Laub zu zwei Dritteln Rasenschnitt mischst, schaffst Du perfekte Bedingungen für die Kompostbakterien.

Praktischer Tipp: Zerhäcksele das Laub beim letzten Mähen einfach gemeinsam mit dem Gras! Nutze dafür den Rasenmäher – so landet die ideale Mischung direkt im Fangkorb. Die Kombination aus saftig-feuchten und trockenen Bestandteilen sorgt dafür, dass alles locker bleibt und gut verrottet.

Vergiss nicht: Auch Staudenreste und Heckenschnitt sind ideal, um die Durchlüftung im Kompost zu verbessern. Durch das grobe Material gelangt genug Sauerstoff zwischen die Schichten – unverzichtbar für einen gesunden Reifeprozess. So rundest Du Deinen Kompost perfekt ab und machst ihn fit für eine reiche Gartensaison.

Gerade in der kalten Jahreszeit fällt viel „braunes“ Material wie Laub und Zweige an, das reich an Kohlenstoff ist. Damit Dein Kompost im Gleichgewicht bleibt, gib regelmäßig Küchenabfälle dazu – sie liefern wertvollen Stickstoff. So bleibt der Kompost ausgewogen gefüttert und liefert Dir im Frühjahr beste Erde für Deine nächsten Gartenprojekte.

Herbstzeit ist Kompostzeit: Lass Deine Gartenabfälle für Dich arbeiten

Sobald der Herbst ins Land zieht, fällt nicht nur buntes Laub an – jetzt findest Du im Garten viele Schätze, die sich perfekt für Deinen Kompost eignen. Für die Grundlage Deines neuen Komposthaufens verwendest Du am besten dickere, grobe Stücke wie abgeschnittene Äste, Stängel sowie Schnittgut von Hecken und Sträuchern. Diese unterste Schicht sollte etwa zwei Handbreit stark sein, damit später alles gut durchlüftet wird. Darauf verteilst Du dann feineres Material wie Laub, kleine Zweige oder den letzten Rasenschnitt des Jahres. Diese Mischung sorgt dafür, dass Luft durch den ganzen Haufen zirkulieren kann und sich das Material gleichmäßig zersetzt.

Warum Kälte Deinem Kompost guttut

Obwohl der Winter zunächst wie eine Gefahr für den Komposthaufen wirkt, ist er tatsächlich ein zuverlässiger Helfer. Wenn der Frost kommt, werden die gröberen Bestandteile auf natürliche Weise aufgebrochen – so hast Du im Frühjahr weniger Arbeit. Zusätzlich schützt der Winter Deine Komposterde vor Schädlingen, denn frostige Temperaturen machen ihnen schnell den Garaus. Bringst Du den gesiebten Kompost noch vor den ersten Minusgraden aus, erhält er gewissermaßen eine „kühlende Reife“ und wird im nächsten Frühjahr wunderbar feinkrümelig und leicht zu verteilen.

Um den Zersetzungsprozess zu unterstützen, legst Du am besten eine zusätzliche Schicht Stroh oder Laub oben auf den Kompost. Das isoliert Deinen Haufen, hält die Wärme im Inneren fest und schützt vor eisiger Kälte. Kontrolliere zwischendurch, wie feucht der Kompost ist: Er sollte sich leicht feucht anfühlen, aber keinesfalls triefend nass sein. Zu viel Wasser, beispielsweise durch starken Regen oder Schnee, kann die wichtige Belüftung verhindern und dadurch den Rotteprozess ausbremsen.